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rik September 2017

6 KÖLN BUNDESTAGSWAHL

6 KÖLN BUNDESTAGSWAHL FÜR KÖLN NACH BERLIN Nach der Wahl ist vor der Wahl. Kaum haben wir die Landtagswahlen in NRW hinter uns gebracht, steht die Bundestagswahl vor der Tür. Damit Demokratie funktioniert, müssen auch alle mitmachen, wählen gehen. Aber wer sind die Kandidaten, die sich zur Wahl stellen? Hier ein kleiner Check. Martin Dörmann – SPD Seit 2002 ist Martin Dörmann, Jahrgang 1962 und verheiratet, direkt gewählter Abgeordneter für den Wahlkreis Köln I (Stadtbezirke Porz, Kalk, Deutz, Altstadt/Nord sowie Neustadt/Nord). Der kultur- und medienpolitische Sprecher der SPD Bundestagsfraktion ist seit 1979 Mitglied der SPD, „Ich habe mich stark interessiert für die Friedensund Anti-Atomkraftbewegung, ich habe gesagt ‚Du musst dich politisch in einer Partei engagieren‘, denn wenn man irgendwas bewegen will, ist eine Partei der richtige Ort dafür.“ Seit über 10 Jahren setzt er sich unter anderem für den Breitbandausbau und schnelles Internet ein, auch ganz vorne dabei die Ehe für alle: „Mit großer Freude habe ich am letzten Sitzungstag vor der Sommerpause zugestimmt, als Kölner SPD-Abgeordnete sind wir seit vielen Jahren an diesem Thema dran, und nun ist es dazu gekommen. Für viele überraschend, doch hart erarbeitet. Es war schon ein komisches Gefühl, auf den CSD zu gehen.“ Letztlich wird man auch an den Taten gemessen, also fragen wir nach, was er bislang für Köln erreicht hat: „Die letzte Wahlperiode war für mich die erfolgreichste, weil man wirklich was umsetzen konnte. Ich habe sehr viele Kölner Projekte unterstützen können, indem ich mich für Bundesgelder einsetzen konnte. Von dem Musikfestival c/o pop bis hin zu Städtebaumitteln. Sachen, die der Stadt direkt zugutekommen.“ Nebenbei waren auch noch vier Milliarden Euro für schnelles Internet drin. Natürlich lassen sich die Gelder nicht einfach lockermachen, dahinter stecken oft Jahre dauernde Diskussionen und Überzeugungsarbeit. http://martin-doermann.de/

KÖLN 7 Sven Lehmann – Bündnis90/Grüne Im Juni 2010 wurde Sven Lehmann, Jahrgang 1979, zum Landesvorsitzenden der Grünen NRW gewählt. Bei der diesjährigen Bundestagswahl ist er der Kandidat für den Wahlkreis Köln II (Stadtbezirke Lindenthal, Rodenkirchen, Altstadt/Süd sowie Neustadt/Süd). Gleich nach dem Abitur im Jahre 1999 ist er den Grünen beigetreten und hat sich in der Kommunalpolitik engagiert. Seine Parole lautet „Mit Leidenschaft für Gerechtigkeit“ – soziale Themen sind sein Herzensanliegen.“ Grüne Politik bedeutet auch, dass man sich mit Umweltfragen besonders auseinandersetzt, denn „Wir sind die erste Generation, die das Artensterben mitbekommt, den Klimawandel so richtig spürt, aber auch die letzte Generation, die etwas dagegen tun kann. Wir müssen eintreten für unseren Planeten, sonst gibt es ihn bald nicht mehr.“ Besonders stark machen will sich Sven Lehman für soziale Gerechtigkeit und gleiche Rechte, denn „viele Menschen haben aufgrund ihres Nachnamens oder der Herkunft nicht dieselben Chancen, wodurch sich die soziale Kluft weiter vergrößert, das möchte ich stoppen.“ Besonders skandalös findet er, „dass Kinder bekommen in Deutschland ein Armutsrisiko ist. Dass Menschen, Alleinerziehende, oft in Hartz4 landen, weil sie Kinder bekommen haben dass viele Menschen in Großstädten keinen Wohnraum mehr in den Innenstädten bekommen, der bezahlbar ist und immer weiter rausgedrängt werden.“ Er setzt sich ein für eine soziale Politik, in der die Gesellschaft zusammenhält, „nur zusammen kommt man als Gesellschaft weiter und nicht durch soziale Spaltung, wie das andere Parteien vorhaben.“ Vielfalt ist Bereicherung, kein Manko. „Ich möchte unsere offene freie Gesellschaft verteidigen. Eine Demokratie, in der alle teilhaben können.“ https://gruene-nrw.de/person/sven-lehmann/ Heribert Hirte – CDU Seit 2013 im Bundestag, wo er als einziger Kölner CDU-Kandidat ein Direktmandat gewonnen hat. Sein Wahlkreis: Köln II (Stadtbezirke Lindenthal, Rodenkirchen, Altstadt/ Süd sowie Neustadt/Süd). Jahrgang 1958, verheiratet und zwei Kinder. Erstes Engagement in der Jungen Union mit 14 Jahren: „Es ist wichtig nicht nur wählen zu gehen, sondern sich auch in den politischen Parteien zu organisieren, Mandate zu übernehmen.“ Seine Themen drehen sich um juristische Fragen und die des Wirtschaftsrechts. Er ist Mitglied im Rechts- und Europaauschuss, wo er sich mit Fragen zur Wirtschafts- und Währungsunion und zu transatlantischen Freihandelsabkommen befasst. „Bei den Hilfen für Griechenland habe ich gesagt, dass das nicht die richtige Lösung ist, in ein Fass ohne Boden zu investieren. Die Frage war: Was ist die richtige Antwort? Die Antwort ist: Wir brauchen ein Insolvenzverfahren für Staaten, und an diesem Verfahren habe ich deutlich weitergearbeitet.“ Die Ergebnisse dieser Arbeit werden sich in Zukunft in einem entsprechenden Gesetz in abgewandelter Form niederschlagen. Zudem ist er der Vorsitzende des Stephanuskreises, ein Arbeitskreis, der sich mit dem Thema Religionsfreiheit befasst und sich für verfolgte Christen in der ganzen Welt einsetzt, ebenfalls Teil der derzeitigen Flüchtlingsdebatte. Auf die Frage „Haben wir eine Islamisierung?“ antwortet er mit einem bestimmten „Nein!“. Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft, Hirte ist aber überzeugt, dass auch andere Familienmodelle als das klassische lebens- und förderungswert sind. Der entscheidende Punkt ist: „Es muss uns gut gehen in unserem Land. Gut geht es uns, wenn die Wirtschaft funktioniert, erst dann können wir verteilen. Noch wichtiger ist, überhaupt wählen zu gehen, denn wer nicht wählen geht, der stärkt die Ränder. Entwicklungen wie in der Türkei oder den USA wollen wir in Deutschland mit gemeinsamen Kräften vermeiden.“ http://www.heribert-hirte.de/ *S.D.

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.