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rik November 2016

NRW • Bühne 10

NRW • Bühne 10 GEORGETTE DEE: „ACH DU – MEIN ACH!“ Das neue Lieder- und Geschichtenprogramm dreht sich um die „sweet melancholy“, einen Zustand des klarsichtigen Weltschmerzes. In der Melancholie verbinden sich Freude und Leid zu einem Zustand, in dem sich Schwere und Leichtigkeit, Sinnlosigkeit und Galgenhumor die schwebende Waage halten. Im schwarzen Samtkleid und mit von Eiswürfeln gekühltem Dekolletee erzählt Georgette Dee von den Abenden auf der Terrasse mit ihren Freundinnen Frieda, Mira, Locke, dem Spanier, Jason und anderen Begegnungen aus dem prallen Leben gegriffen nach dem Motto: „Viel im Leben geht schief und eigentlich alles, wenn man nur lange genug wartet.“ Die Ü-60 Generation berauscht sich nicht nur an „Spargel-, Waldmeister- und Sauerampfer-“Fahrradtouren, Weihnachtskeksen und mariniertem Filetfleisch, bei einem halben Liter Himbeergeist kann es manchmal schon handfester zugehen. Die bild- wort- und lautreich erzählte, geächzte und gestöhnte hochvirtuose Geschichte bietet freilich nur den Rahmen für ein umfangreiches Liedprogramm. Georgette Dee wird dabei von dem ganz außerordentlichen Pianisten Terry Truck am Bechstein-Flügel symbiotisch begleitet. Als hochsensibler Begleiter für große Musik darf Truck Georgette Dee bei Titeln wie „Mir geht’s gut“ (Brel), „Somerwhere there’s a someone“, „My old friend the blues“ oder „Moondance“ quasi auf Tönen wie auf Wolken tragen. Weitere Chansons und Lieder des Abends stammen aus der Feder von Hollaender („Du hast ja eine Träne im Knopfloch“), Brecht/ Eisler („On the world’s kindness“, „Three Elegies“), Richard Strauss („Morgen“), Franz Schubert („Wiegenlied“) und Weill („Lost in the stars“). Ganz zum Schluss widmet Georgette Dee das letzte Lied aus Schuberts „Schöner Müllerin“ allen, die in den letzten 200 Jahren beim Anhören geweint haben und die es noch in aller Zukunft tun werden. Wie Georgette Dee dieses Lied pianissimo in den Saal flüstert mit unendlich tief empfundenem Wissen um Vergänglichkeit, hoher Musikalität und „der Träne im blonden um den Finger gewickelten Haar“, macht sprachlos. • Dr. Ingobert Waltenberger Am 11. November im Savoy Theater Düsseldorf

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