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rik März 2017

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KÖLN • KUNST 14

KÖLN • KUNST 14 PIERRE & GILLES STELLEN IN BRÜSSEL AUS

15 KÖLN • LIEBE Von Ende Februar bis Mitte Mai wird im „Museum of Ixelles“ in Brüssel eine umfangreiche Werkschau der französischen Künstler zu sehen sein. rik war zur Eröffnung vor Ort und sprach mit ihnen über ihre Arbeitsweisen. TEAMARBEIT IST BEI KÜNSTLERN EHER UNGEWÖHNLICH. ARBEITET IHR GETRENNT, ALSO ZUM BEISPIEL NACHEI- NANDER, ODER IST ES EIN KREATIVER AUSTAUSCH VON ANFANG AN? Unsere Rollen sind ziemlich festgelegt. Pierre macht die Aufnahmen und Gilles retuschiert sie, macht die Sets. Also ehrlich, jeder von uns hat seinen eigenen Bereich, aber wir erschaffen alles gemeinsam. Wir bleiben während der Arbeit zusammen und sprechen darüber. Aus diesem Dialog entsteht das Endprodukt. Wenn Pierre eine Aufnahme macht, sagt Gilles gleich etwas, wenn er eine Idee dazu hat. Wir haben eine Beziehung, die uns eine Verständigung fast ohne Worte ermöglicht. WIE ENTWICKELT IHR EURE IDEEN, DIE BOTSCHAFT, DIE IHR MIT DEM BILD RÜBERBRINGEN WOLLT? Meistens ist das Modell die Inspiration hinter der Story. Wir haben Vorstellungen, aber das Ganze beginnt, wenn wir ein Modell treffen. Manchmal kommen wir sogar zu einem vollkommen entgegengesetzten Ergebnis als wir anfangs im Sinn hatten. Das ist das Abenteuer. Wir arbeiten gern mit Menschen zusammen, die wir bereits kennen, weil wir uns dann das letztendliche Bild besser vorstellen können. Das ist dann fast ein maßgeschneidertes Bild. Die Verbindung zu einem Modell ist sehr wichtig. BEEINFLUSST EUCH DIE IDEE DAVON, WAS IHR DARSTELLEN WOLLT, IN DER WAHL EINES MODELLS ODER IST ES GENAU ANDERSHERUM? Im Grunde genommen beides ... aber häufiger entsteht der Wille, mit einer Person zusammenzuarbeiten, wenn wir sie treffen, oder – wenn wir schon eine Idee vor Augen hatten – es wird uns dann klar, dass ein Projekt umgesetzt werden kann. WIE FINDET IHR EURE MODELLE? Wir machen niemals Castings. Wir treffen sie im richtigen Leben, durch Freunde, zufällig, und dann entscheiden wir, ob sie in unser „Universum“ passen. EURE TECHNIK MACHT DIE SCHÖNHEIT EINES MODELLS IMMER NOCH ERHABENER. IST DAS SO, WEIL IHR DAS LEBEN ZU TRÜBE FINDET? Jeder sollte sich ein schönes Leben erträumen. Wir brauchen Fluchtpunkte. Unsere Arbeit beginnt mit der Realität, um das Leben dann viel schöner zu machen. Dies ist wahrscheinlich in unserer Kindheit begründet, als unsere Lebensumwelt, in der Nähe von Le Havre, zu eckig, zu glatt, zu traurig war ... www.museumofixelles.be Die Künstler vor einem Selbstporträt aus dem Jahr 2016 anlässlich ihres 40jährigen Arbeitsjubiläums.

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