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rik Juni 2016

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Köln 06 Foto: Marc

Köln 06 Foto: Marc Kersten FOTO: KLUST Zu kommerziell und unpolitisch, von Männern dominiert und voller heterosexueller Trittbrettfahrer? Diesen Eindruck vom Kölner CSD kann man eigentlich nur bekommen, wenn man die vielfältigen Veranstaltungen im Rahmenprogramm des ColognePride ignoriert, das dieses Jahr am 18. Juni startet. Die Veranstalter vom Kölner Lesben und Schwulen-Tag (KLuST) greifen viele der Kritikpunkte auf und wollen „back to the roots“. Die rik verschafft Euch den Überblick! Geschichte beim CSD Zum 25. Jubiläum des Kölner CSDs erinnern zahlreiche Events an die Geschichte der schwullesbischen Emanzipation in Deutschland. Die am 18.6. eröffnende Dauerausstellung im Kölner Rathaus konzentriert sich auf die Historie der CSD-Demonstrationen. Der Opfer des §175 wird am 22. Juni ab 18 Uhr am NS-Mahnmal am Rheinufer (Foto) unter der Hohenzollernbrücke gedacht - mit Liedern der Zauberflöten und einer Lesung aus Zeitzeugendokumenten. Mit einem ColognePride-Special seiner "Wissensdurstig“-Führungen wartet das Kölnische Stadtmuseum am 24. Juni auf, bei dem ein Special Guest der queeren Geschichte die Besucher begleitet. Einen Tag später heißt es "Laufend erinnern“: Das Centrum Schwule Geschichte und der Kölner Frauengeschichtsverein laden zu einem einstündigen Stadtrundgang, der am NS-Mahnmal beginnt. An gleicher Stelle startet am CSD-Samstag um 14 Uhr unter dem Titel "Im Damenclub beim Schiebertanz“ eine lesbengeschichtliche Führung, während die Männer zur gleichen Zeit am Waidmarkt zu den "Warmen Meilen“ starten, einer Führung durchs schwule Köln, die den geschichtlichen Bogen von der Weimarer Republik bis in die heutige Zeit spannt. FRAUENPOWER beim CSD Von wegen „unsichtbare Lesben“! Dieses Jahr wird die Tarnvorrichtung endgültig abgeschaltet. Dafür sorgen der 2. Dyke-March am 2.7. (18 Uhr ab Roncalliplatz), der 9. Lesbenempfang der Kölner Grünen am gleichen Tag (ab 15:30 Uhr, im Bistro Consilium am Rathaus), die zwei Infoblöcke auf der Politurbühne am Freitag und viele weitere Events im Rahmen des WomenPride. Den Auftakt macht das Lesben-Magazin „Straight“ mit einer großen Party am 18. Juni in der Blue Lounge Bar (Foto), die auch sonst freitags und samstags als lesbische Tanzstation zur Verfügung steht. Vor allem das Steffi List - Unplugged CSD-Special am 1.7. dürfte hier für volles Haus sorgen. Die Schauspielerin und Regisseurin Heidrun Grote bietet am 18.6. tagsüber im Rubicon schauspielerische Übungen für Lesben jeden Alters an. Politischer wird es zwei Tage später, wenn die Wissenschaftlerin, Bloggerin und Aktivistin Dr. Antje Schrupp abends an gleicher Stelle mit Interessierten über eine Neudefinition des Feminismus diskutiert. Und im Rahmen der Filmreihe Homochrom läuft am 23. Juni die Dokumentation „Die Rheintöchter – 30 Jahre lesbisches Chorkabarett“ (21 Uhr, Filmforum Foto: Blue Lounge NRW). Am 30. Juni will der offene Gesprächskreis „Lesbische Alternativen“ Im Rubicon über Wünsche und Träume aus Frauensicht reden. Am Tag zuvor steht der Mädelsabend im Jugendzentrum anyway unter dem Motto „Crushed Ice“ und lädt zum Plaudern bei netter Musik und alkoholfreien Cocktails ein. Wer es weniger nüchtern mag, ist jederzeit in den von Lesben geführten (aber vom Publikum gemischten) Szenekneipen Iron (in der Schaafenstraße) und Bastard (Friesenwall) willkommen. FOTO: KURT LÖWENSTEIN EDUCATIONAL CENTER INTERNA- TIONAL TEAM WE ARE FAMILY Dass sich der CSD nicht nur aus alten weißen schwulen Männern zusammensetzt, dürfte spätestens seit Einführung wunderbarer Abkürzungen wie LGBT und LSBTTIQ* bekannt sein. Dieses Jahr spiegelt es sich auch im Programm wider. „All inclusive“ ist das Motto auf der Politurbühne, wo es zum ersten Mal einen Infoblock zu Intersexualität gibt (3.7., 14:20 Uhr), während Transsexualität tags zuvor um 17 Uhr an gleicher Stelle thematisiert wird. Wie sehr sich die Community gewandelt hat zeigt auch das neu eingeführte Kultur- und Regenbogenfest auf dem Eisenmarkt (zwischen Heumarkt und Rhein), das am CSD-Samstag und -Sonntag von 14 bis 20 Uhr passende Angebote für Lesben und Schwule mit Kindern bietet. Überhaupt: Regenbogenfamilien sind Thema zahlreicher Veranstaltungen, insbesondere im Beratungszentrum Rubicon: Deren

FOTO: MARC KERSTEN rechtliche Situation wird hier am 28.6. ab 19:30 Uhr beleuchtet, Regenbogen-Väter stehen am 19.6. ab 17 Uhr im Mittelpunkt und zwei Tage später gibt es ein Regenbogenfamilien-Erzählcafe (19:30 Uhr). Der LSVD lässt am 29. Juni, Kinder, die in Regenbogenfamilien aufwachsen in Filmausschnitten selber zu Wort kommen (19 Uhr, Hülchrather Str. 4). Eine komplette Dokumentation zum Thema („Gayby Baby“) bringt die Filmreihe Homochrom am 23.6. um 19:15 Uhr im Filmforum NRW. Aber auch Tabu-Themen wie Prostitution werden angesprochen (26.6, 16 Uhr, Rubicon) und die Frage, ob schon Kinder sexuelle Gefühle haben (27.6., 19 Uhr, Naturfreundehaus Mitte, Franz-Hitze- Straße 8). Politik beim CSD Unter dem Motto „anders. Leben.“ startet am 3.7. um 12 Uhr die CSD-Parade. Und die wird so politisch, wie Ihr es wollt! Denn jede*r kann dort mitlaufen, der eigenen Kreativität freien Lauf lassen, sich Schilder basteln oder Transparente, etwa mit Forderungen nach gesellschaftlicher Akzeptanz anderer Lebensformen, mitbringen. Garantiert politisch wird es am selben Tag auf der Heumarktbühne, wenn TV- Moderator Thomas Hackenberg ab 17:15 Uhr Spitzen-Vertreter der Parteien zum Schlagabtausch lädt. Mit Volker Beck hat bereits der „Vater“ des Lebenspartnerschaftsgesetzes für die Grünen zugesagt. Auf der kleineren Bühne auf dem Alter Markt gibt es über die drei Tage des Straßenfestes verteilt gleich sieben politische Infoblöcke, unter anderem zu „Generationen“, „Aufklärung“ und „Refugees“. Dass dieser CSD stark im Zeichen der Flüchtlingssituation steht, zeigt sich auch bei weiteren Events: Die Rainbow Refugees laden am 22. Juni ab 19:30 Uhr zu einem Infoabend in die Alte Feuerwache. Zwei Tage später widmet sich das Rubicon mit dem cleveren Titel „Nein, wo kommst Du wirklich her!?“ dem Thema Alltagsrassismus. Und am 28. Juni organisiert der LSVD in seiner Bundesgeschäftsstelle eine Veranstaltung zur brandheißen Frage der angeblich „Sicheren Herkunftsstaaten“. Aber auch andere Themen stehen auf der Tagesordnung: Die Gewerkschaft Ver.di und die Landeskoordination Anti-Gewalt- Arbeit wollen am 29. Juni einen Rückblick auf 10 Jahre Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) wagen und die Frage stellen, was es uns gebracht hat (18 Uhr Rubicon). Das eine Stunde späte beginnende Pride Sofa richtet den Scheinwerfer dagegen auf die Kölner Politik und fragt Vertreter von CDU und Grünen, was denn Inhalt ihres angekündigten Aktionsplanes gegen Homophobie wird (Spanischer Bau im Rathaus). KULTUR BEIM CSD 07 Köln Über 60 Stunden Bühnenprogramm beim CSD-Straßenfest sollten eigentlich für jeden Damon Albarn The Orchestra of Syrian Musicians & Guests Foto: Künstleragentur koelner-philharmonie.de 0221 280 280 30.06.2016 Donnerstag 20:00

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.