Aufrufe
vor 4 Jahren

rik Juli 2017

4 KÖLN Community NRW

4 KÖLN Community NRW ist das Bundesland mit den meisten Jugendgruppen für schwule und lesbische Jugendliche. Dennoch haben viele Angst, eine solche Gruppe zu besuchen. Deshalb hat die Fachstelle der Queeren Jugend NRW in einem Projekt mit queerblick Jugendgruppen zwischen Rhein und Weser vorgestellt. Sie sollen den Alltag in diesen transparent machen und somit Ängste vorm Besuch abbauen. Insgesamt sind 9 Videosteckbriefe entstanden. Diese können ab sofort auf www.queer-jugend.nrw angesehen werden. POLITIK Koalitionsvertrag mit queerer Handschrift Die neue CDU/FDP-Regierung in NRW steht. Bei den Verhandlungen konnte die FDP einiges für LGBTIQ* durchsetzen. Ein Bekenntnis zur Ehe für alle konnte sie dem konservativen Koalitionspartner aber nicht abringen. Ein Überblick. Der bisherige „Aktionsplan für Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt – gegen Homo- und Transphobie“ wird im neuen Regierungsbündnis nicht mehr erwähnt, allerdings sind große Teile durchaus in Einzelmaßnahmen unter dem Titel „Vielfalt statt Diskriminierung“ zu finden. Die Unterstützung von Schulaufklärung, Jugend- und Seniorenarbeit, sowie die Förderung von Antidiskriminierungsprojekten, die Aufarbeitung §175 StGB und ein neuer Aktionsplan „Gewalt gegen Jungen, Männer und LSBTTI“ sind solche Punkte. Neu ist eine sogenannte „Allianz für Vielfalt und Chancengerechtigkeit“, die in der Wirtschaft ein ganzheitliches Diversity-Management einschließlich LGBTIQ* fördern soll. Im Bund will sich NRW für eine Neufassung des Transsexuellengesetzes einsetzten. Was für die CDU sicher nicht leicht war: Der Zugang zur Reproduktionsmedizin für alle Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch soll erleichtert werden. Michael Kauch, der als Bundesvorsitzender der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) Mitglied der Verhandlungsgruppe zur Gleichstellungspolitik war: „Die FDP in NRW hat erfolgreich Inhalte für Lesben, Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuelle in den Koalitionsvertrag verhandelt. Dabei geht es nicht nur darum, Erreichtes zu erhalten, sondern auch neue Initiativen für Gleichstellung und Akzeptanz zu ergreifen. Mit dem Ergebnis konnte die FDP ihre landespolitischen Wahlaussagen sogar übertreffen.“ Ein ausführliches Interview mit Kauch findest du auf www.blu.fm. *ck Sexuelle Funktionsstörungen Robby Schnabl ist der neue Mister Fetish NRW. Der 38-jährige Versicherungsfachwirt lebt seit 20 Jahren in Köln und freut sich darauf, in seinem Amtsjahr eigene Schwerpunkte setzen zu können. Er konnte mit seinem sehr persönlichen Auftritt die Herzen der meisten Fetischmänner für sich gewinnen, die sich in rekordverdächtiger Zahl auf der MS Willi Ostermann eingeschifft hatten. Platz zwei ging an Kurt Braun aus Köln, Sigi Cording aus Dortmund wurde Dritter. Den Auftakt der Aidshilfe Köln-Aktivitäten zum ColognePride machte wie immer „med. info im Gespräch“ in der Uniklinik Köln. Das Thema am 22. Juni 2017 lautete „Sexuelle Funktionsstörungen bei Männern mit HIV“. Sexuelle Funktionsstörungen und insbesondere Störungen der Erektion sind bei HIV-positiven Männern häufig. In Studien gibt etwa die Hälfte der positiven Männer an, zeitweilig oder dauerhaft unter einer Störung zu leiden. In der med.info-Veranstaltung wurden mögliche Ursachen für eine Störung diskutiert: Welchen Einfluss haben etwa die HIV-Medikamente an der Entstehung und dem Fortbestand? Welche Rolle spielt neben den organischen Ursachen die Beteiligung der Psyche? Was ist mit allgemeinen Lebensgewohnheiten und -umständen, wie etwa dem Rauchen, dem Gebrauch von Drogen und dem Alter? Als Referent war vom Zentrum für Infektiologie Berlin Dr. Christoph Mayr anwesend. Er informierte, welche Möglichkeiten es neben der Verwendung von Erektiva wie Viagra & Co. gibt und wie sich psychischen Ursachen gegensteuern lässt. Die Veranstaltung gab Tipps, auf welche Umstände man selbst aktiv einwirken kann und verriet, was jeder selbst für sich und seine sexuelle Gesundheit tun kann.

COLOGNEPRIDE hat einen neuen Vorstand KÖLN 5 Mit der Wahl eines neunköpfigen Vorstandes hat die Mitgliedschaft des KLuST im Mai die Weichen für einen gelungenen ColognePride 2017 gestellt. Die Organisation wurde so auf die Schultern vieler erfahrener Kräfte verteilt, von denen Martin Rätze, Jörg Kalitowitsch, Jens Pielhau und Dennis Herrmann schon erfolgreiche Vorarbeit mit der Akquirierung des Sponsorings und der wieder dreiteiligen Aufstellung des diesjährigen Straßenfestes geleistet hatten. Ergänzend mit dabei im Team sind Patrick Gloe, Uwe Weiler, Ina Wolf, Natalie Hagen und Martin Hommel, die nach der konstituierenden Sitzung gemeinsam die Arbeit aufgenommen haben. Mit Fachwissen und Engagement wird der neue Vorstand dafür sorgen, dass nach dem leider turbulenten letzten Jahr wieder professionelle und offene Arbeit auf hohem Niveau für einen kämpferischen ColognePride und CSD 2017 für LGBTIQ*- Rechte im Interesse und in Einbeziehung der gesamten Community stattfinden wird. Mit Vorstandsfrau Ina Wolf führten wir dazu ein Interview: Der neue Vorstand ist mit neun Personen ungewöhnlich groß. Wurde hier versucht, jede Interessensgruppe zu integrieren? Nein, es wurde dem Umstand Rechnung getragen, das wir keinen Büroleiter mehr haben und wir sehr viel Arbeit auf viele Schultern verteilen mussten. Was kann der Vorstand in den verbleibenden Wochen vor dem CSD überhaupt noch auf den Weg bringen? Das Programm und die Finanzierung steht, die Absprachen mit den Gewerken sind getroffen, das Programmheft ist abgeschlossen und wird wie üblich im Vorfeld erscheinen. Außerdem haben wir im Vorstand krisenerprobte und erfahrene Altvorstände die bereits über Ablauf und Organisationsabläufe bestens Bescheid wissen. Ist das Gespenst der Insolvenz bzw. Selbstauflösung des Vereines jetzt vom Tisch? Erst einmal ja, der Altvorstand haftet weiter durch Nichtentlastung der KLuST Mitglieder. Über das Schicksal des Vereins und in welcher Form der Colognepride weiterorganisiert wird, wird das höchste Gremium des Vereins, die Mitgliederversammlung, im Oktober nach dem Colognepride entscheiden. Hier wird es offene Diskussionsforen mit allen Interessierten geben. Wie soll das Verhältnis zu den Community-Vereinen, die an einer Auffanglösung gearbeitet hatten, wieder verbessert werden? Indem wir erst einmal einen guten Colognepride 2017 gemeinsam mit den Vereinen organisieren, ein offenes Ohr für Kritik und Verbesserungsvorschläge haben und selbstverständlich in einem länger andauernden Dialogprozess unter Mitwirkung aller. Hat das Sponsoring durch die Unsicherheit der Übergangsphase gelitten? Ina: Aufgrund der Vorkommnisse der Vergangenheit mussten ein paar mehr Gespräche geführt werden. Diese wurden aber erfolgreich abgeschlossen. Vielfalt von Familie leben! Das Erziehungsbüro Rheinland möchte die Vielfalt von „Familie“ mitgestalten und unterstützt das Familienmodell Regenbogenfamilie. Haben Sie den Wunsch, Kindern ein neues Zuhause zu geben, ihnen eine kontinuierliche Beziehung anzubieten und so professionelle Arbeit mit Ihrem familiären Kontext zu verbinden? Sie haben eine pädagogische Ausbildung oder Interesse an einer Qualifizierungsmaßnahme durch die Trägerkonferenz der Erziehungsstellen im Rheinland? Eriehungsbüro Dann ist die Tätigkeit als Erziehungsstelle genau das Richtige für Sie! Informationen unter: www.erziehungsbuero.de oder 0221 - 720 262 - 26

Magazine

Regionalseiten
männer* – das queere Nachrichtenportal

Unsere News

About us

blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.