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rik August / September 2021

REISE MIAMI Pride im

REISE MIAMI Pride im September Der normalerweise am ersten Wochenende im April stattfindende Miami Beach Pride wird 2021 in den September verlegt. Die Organisatoren wollen dafür sorgen, dass die Teilnehmenden in einem sicheren Umfeld feiern können. Zudem werden alle Veranstaltungen entsprechend geltenden Vorschriften geplant, etwa mit Desinfektionsstationen, Maskenpflicht, Temperaturkontrollen sowie mehr Outdoor-Events, größeren Zelten und dem Ermöglichen von mehr bargeldlosen Zahlungen. Eine neue Website soll als interaktive Plattform für exklusive Inhalte, Programminfos und zur Förderung von Initiativen innerhalb der LGBTIQ*- Community dienen. Das Miami Beach Pride Festival wird somit vom 10. bis 19. September stattfinden. *dax www.miamibeachpride.com FOTO: CF FOTO: WONDERFUL COPENHAGEN/DANIEL RASMUSSEN KOPENHAGEN Offene Grenzen für WorldPride und EuroGames Gute Nachrichten für alle Besucher des WorldPride und der EuroGames vom 12. bis 22. August in Kopenhagen: Seit Mitte Juni hat Dänemark seine Corona-Regeln weitgehend gelockert. Die Pflicht zum Tragen einer Maske wurde mit Ausnahme von öffentlichen Verkehrsmitteln für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens aufgehoben. Ab Mitte Juli dürfen Lokale bis 2 Uhr offen bleiben. Zu Redaktionsschluss bestand für deutsche Touristen ohne Impf- oder Genesungsnachweis die Pflicht, einen (Schnell-)Test bei Einreise sowie einen weiteren innerhalb von 24 Stunden nach Einreise vorzulegen. Wie die Organisatoren von Copenhagen2021 mitteilten, werden die EuroGames sowie die Menschenrechtskonferenz wie geplant stattfinden, die Großevents des WorldPride wie Parade oder Konzerte wurden auf kleinere Veranstaltungen über mehrere Orte innerhalb der Stadt verteilt. *dax www.copenhagen2021.com GAY TRAVEL INDEX Justin Trudeau ganz pride! Über 100 Arbeitsstunden, viel Kaffee und Haare raufen und das ein oder andere mal Schlucken und Kopfschütteln: Die Redaktionen von männer* und Spartacus haben den jährlichen Gay Travel Index erarbeitet und einer kann sich richtig freuen: Justin Trudeau, der Ministerpräsident von Kanada. Das Land liegt mit 13 Punkten klar an der Spitze der zum 31. März 2021 geschlossenen Auswertung von 202 Ländern und Destinationen der Welt. Der als Sunnyboy beliebte Regierungschef ist maßgeblich für das queerfreundliche Image seines Landes mitverantwortlich. Er feiert nicht nur seit Jahren öffentlichkeitswirksam auf den CSDs des Landes, sondern formte Kanada Schritt für Schritt immer diverser und liberaler. Während Europa und insbesondere Deutschland im Schleichmodus hinterherlaufen: Vorjahresmitsieger Schweden muss sich wegen der verschärften Indexregeln in den Rubriken Trans*- und Interrechte ganz konform der FOTO: AFP / HANS LUCAS / DAVID HIMBERT Identitätspolitik-Debatte geschlagen geben und verliert Punkte, weil ein Pronomen für das dritte Geschlecht zwar nice to have ist, Gesetze zur Anerkennung, der Verzicht auf erniedrigende psychologische Gutachten und ein modernes Abstammungsrecht aber wichtiger. Deutschland bewegt sich Dank Verbot von Konversionsverfahren zwar um einen Punkt aufwärts, muss sich aber immer noch Ländern wie Uruguay und sogar dem Nachbarn Österreich unterordnen. Gut, dass bald Wahlen sind! Im seit letztem Jahr wieder aufgenommenen USA-Bundesstaatenvergleich konnte sich Kalifornien mit elf Punkten behaupten, muss sich den Spitzenplatz aber nun mit Illinois teilen, das durch die neue, einfache Anerkennung des dritten Geschlechts zwei Punkte gut machen konnte. Den ganzen Index gibt es wie immer online. *ck/lm spartacus.gayguide.travel

REISE SPANIEN ENTDECKUNGSREISE FOTOS: DAX Während der Süden Gran Canarias mit dem berühmten Dünenstrand von Maspalomas und dem Yumbo Center eine Hochburg für LGBTIQ*-Urlauber ist, gerät die Inselhauptstadt Las Palmas oftmals ein wenig ins Abseits. Zu Unrecht! Endlose Strände, schwule Touristen und Sonne satt. Gran Canaria ist eines der beliebtesten Reiseziele der deutschen Community, die sich dort bereits seit dem Frühling dank niedriger Inzidenzen wieder zahlreich auf der Insel tummelt. Sollte es einem nach einigen Tagen der Erholung am Meer nach etwas Abwechslung zumute sein, bietet die Insel jede Menge Möglichkeiten dafür. Ob im beschaulichen Fischerdorf Puerto de Mogán oder während einer kurzen Wanderung zur Felsspitze Roque Nublo – Gran Canarias Vielfalt überrascht den Besucher immer wieder aufs Neue. Begegnung mit Christoph Kolumbus Bestes Beispiel ist ein Besuch der im Norden gelegenen Inselhauptstadt Las Palmas de Gran Canaria. Deren Altstadt Vegueta zeugt von einer bewegten Vergangenheit. Vom Dach der mächtigen Kathedrale bietet sich ein grandioser Blick über die Stadt. Rundherum laden enge und farbenfrohe Gassen zum Entdecken ein. Zu den Highlights gehört ein Besuch der Casa de Colón. Das aus dem 15. Jahrhundert stammende Haus des ehemaligen Gouverneurs diente Christoph Kolumbus vor seinem Aufbruch in Richtung Nordamerika im Jahr 1492 als Quartier. Heute ist das prachtvolle Gebäude ein Museum, das sich mit den Entdeckungsreisen von Kolumbus beschäftigt und einige Exponate aus dessen Besitz zeigt. Von der Altstadt führt Las Palmas’ schönste und bekannteste Einkaufsstraße Calle Triana in Richtung des Parque San Telmo. Von Gebäuden des Jugendstils gesäumt, lädt die Fußgängerzone zu einem ausgiebigen Bummel ein. Während man entlang der Straße Kaufhäuser und die Läden internationaler Ketten findet, stößt man in den Nebenstraßen auf gemütliche Cafés und edle Boutiquen. Einen Zwischenstopp wert ist das prächtige, 1844 eröffnete Gabinete Literario. Auf der Terrasse des Literaturhauses kann man entspannt einen Kaffee trinken oder auch stilvoll sein Mittag- oder Abendessen genießen. TIPP Las Palmas de Gran Canaria ist Start- und Endpunkt der SPARTACUS Gay Cruise im Februar 2022. Infos unter www.mcruise.de. Natur & Strand Wen es in die Natur zieht, der sollte einen Besuch im Botanischen Garten einplanen. Der südwestlich von Las Palmas gelegene Jardín Botánico Canario Viera y Clavijo liegt an einem Steilhang der Guiniguada-Schlucht, die mit ihren Wasserfällen, Felsenhöhlen und unterschiedlichen Höhenlagen einen idealen Standort für die Pflanzenwelt der Kanarischen Inseln bietet. Neben vielen der etwa 500 nur auf den Kanaren wachsenden Pflanzenarten gibt es über 2.000 Arten von Kakteen und Sukkulenten, einen „versteckten Garten“ sowie einen Lorbeerwald zu bewundern. Doch auch das auf den Kanarischen Inseln so beliebte Strandleben kommt in der knapp 400.000 Einwohner zählenden Stadt nicht zu kurz. Der Stadtstrand von Las Palmas hat alles, was man sich wünscht. An der Playa de las Canteras trifft ein goldgelber Sandstrand auf das von einem Riff geschützte Meer. Während sich am südlichen Ende nahe dem architektonisch interessanten Auditorio Alfredo Kraus die Surfer tummeln, kann man etwas nördlich unbeschwert schwimmen oder schnorcheln. Entlang der Strandpromenade findet man zahlreiche Cafés und Restaurants – darunter auch das in der lokalen LGBTIQ*-Szene beliebte La Bikina, dessen Inhaber Angél vor neun Jahren von Madrid auf die Insel zog. Für den 49-jährigen ehemaligen Journalisten hatte Gran Canaria wie für viele seiner Generation eine ganz besondere Ausstrahlung. „Als wichtigster Hafen zwischen Europa, Afrika und Südamerika war Las Palmas in Hinblick auf Toleranz dem spanischen Festland um viele Jahre voraus.“ Kein Wunder, dass die Insel in den 1980er-Jahren zum beliebten Urlaubsort der spanischen und internationalen Szene wurde. Und wer gerne schwule Canarios kennenlernen will, ist in Las Palmas genau richtig. *dax www.grancanaria.com www.spain.info

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.