Aufrufe
vor 6 Monaten

rik August / September 2021

24 KULTUR DRESS CODE –

24 KULTUR DRESS CODE – das Spiel mit der Mode Die Ausstellung „Dress Code – das Spiel mit der Mode“, die noch bis 21. September in der Bundeskunsthalle Bonn zu sehen ist, dokumentiert und hinterfragt den Umgang mit Kleiderordnungen und tradierten Bekleidungscodes. Kleider machen Leute. Das galt vor allem bis ins 18. Jahrhundert mit seinen strengen gesetzlichen Kleidervorschriften zur Unterscheidung der gesellschaftlichen Stände. Erst später begann man, Kleidung als Ausdruck der eigenen Individualität zu sehen. Trotzdem gibt es bis heute immer noch bestimmte, oftmals unausgesprochene Codes für Bekleidung: Dresscodes gelten für festliche Abendveranstaltungen aber auch in Klubs und Diskotheken, wo sich an der Tür entscheidet, ob man zum auserwählten Kreis der Gäste gehört oder eben nicht. Insbesondere die Jugendkultur hat schon immer Kleidungsstile und -codes entwickelt, die als textiler Widerstand gegen die Erwachsenenwelt oder sogar antikapitalistisch gesehen werden konnten. Ironischerweise werden gerade diese Strömungen immer schneller vom Mainstream und der Modeindustrie adaptiert und Individualität sowie Authentizität wieder ausgehöhlt – warum sonst hat man so oft das Gefühl, dass alle sogenannten Individualisten gleich aussehen? Oder warum verheißt in der Fetisch-Szene lediglich eine bestimmte Bomberjackenmarke kernige Männlichkeit? Die Ausstellung „Dress Code – das Spiel mit der Mode“ dokumentiert die Entwicklung von Bekleidungscodes und wagt sich dabei spielerisch auch an Begriffe wie Markenfetischismus, Individualismus und Konformität. Gezeigt werden Entwürfe von Designern wie Giorgio Armani, Chanel oder Burberry, aber auch Avantgarde-Designer wie Comme des Garçons oder Jun Takahashis Label „Undercover“. Die Kleider treten mit zeitgenössischer Kunst in den Dialog: Jürgen Teller ist für seine betont nicht inszenierte Modefotografie bekannt, Hans Eikjelboom fotografiert seit den 90ern Kleidung an Menschen in Einkaufsstraßen, und Tom Sachs kommentiert den Markenwahn mit seinem „Prada Valuemeal“ – einem Tablet mit Fast-Food-Geschirr, alles versehen mit dem Logo des italienischen Modelabels. *bjö Noch bis 21. September, Bundeskunsthalle, Helmut-Kohl-Allee 4, Bonn, www.bundeskunsthalle.de

WO DIE NATUR NOCH IN ORDNUNG IST? In Ihrem Esszimmer. TEAM 7 Düsseldorf, www.team7-duesseldorf.de TEAM 7 Frankfurt, www.team7-frankfurt.de TEAM 7 Münster, www.team7-muenster.com TEAM 7 Stuttgart, www.team7-stuttgart.de TEAM 7 Hamburg City, www.team7-hamburg.de TEAM 7 Berlin, www.team7-berlin.de TEAM 7 München, www.team7-muenchen.de

Unsere Magazine

Regionalseiten
männer* – das queere Onlinemagazin

Unsere News

About us

blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.