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rik August/September 2020

Die rik (steht für Raus in Köln) erscheint seit April 1985.

GESUNDHEIT PRÄVENTION

GESUNDHEIT PRÄVENTION FOTO: JOAO TZANNO / CC0 WEISST DU ES? Einerseits erfreulich, andererseits überraschend wenig erfreulich. So die Ergebnisse einer repräsentativen Studie zum Wissen über HIV in der Bevölkerung Deutschlands, die von der Deutschen Aidshilfe in Auftrag gegeben wurde. SCHON/NUR 18 PROZENT Rund 18 Prozent der Menschen in Deutschland wissen demnach mittlerweile, dass HIV unter Therapie nicht mehr übertragbar ist. Das ist relativ zum Ergebnis der letzten Studie 2017 ein erfreuliches Plus von zehn Prozent. Bedenkt man aber die Tragweite dieses Wissens für Positive und Negative, ist der Erkenntnisgewinn ernüchternd. Beim Abbau von Berührungsängsten gegenüber Menschen mit HIV sieht es ähnlich mühselig aus. 24 Prozent der Befragten würden Schneewittchens Frage „Wer hat von meinem Tellerchen gegessen“ kategorisch mit Nein beantworten, wenn die schöne Märchenprinzessin HIV-positiv wäre. 2017 lag der Anteil der Menschen, die kein Geschirr mit HIVpositiven Menschen teilen möchten noch bei 33 Prozent. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. MEDIEN BILDEN 37 Prozent der Befragten wurden laut Studie „kürzlich auf die Nicht-Übertragbarkeit von HIV/Aids unter Therapie aufmerksam gemacht“, den Löwenanteil von 34 Prozent steuerten dabei Medien bei. Auch wenn es also so aussieht, als wenn die Vermittlung von Grundwissen über sexuelle Gesundheit ein Marathon ist, lohnt er sich. Gib diesen Artikel gerne weiter und hilf mit, Wissen zu verdoppeln! *ck www.wissen-verdoppeln.hiv SCHLAU ZU HIV Zu Risiken und Wechselwirkungen fragen Sie Ihren Apotheker! Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass chronische Erkrankungen wie Diabetes Typ 2 oder Bluthochdruck auftreten. Neben der HIV-Therapie kann also die dauerhafte Einnahme weiterer Arzneimittel notwendig werden. Ob und wie diese sich vertragen, ist Teil des täglichen Beratungsservice von Menschen wie Andreas Hintz und Tim Umland von der Alexander-Apotheke in Hamburg St. Georg (www.alexapo.de). Wir fragten nach. *ck Tim Umland Andreas Hintz Verträgt sich jedes HIV- Regime mit jeder sogenannten Ko-Medikation? Die verschiedenen HIV-Wirkstoffe zeigen ein unterschiedliches Potenzial für Wechselwirkungen. Eine Faustformel, um Interaktionen abzuschätzen, existiert leider nicht. Ärzte und Apotheker nutzen hierzu umfangreiche Datenbanken. Besonders nach einem Wechsel der ART oder wenn neue Begleitmedikamente oder Substanzkonsum ins Spiel kommen, kann so ein Check vor unangenehmen Überraschungen schützen. Insgesamt betrachtet sind Wechselwirkungen zwischen der ART und anderen Medikamenten gut untersucht und beherrschbar. Wenn sich etwas nicht miteinander verträgt: Was sollte gewechselt werden, das HIV-Regime oder die Begleitmedikation? Meist ist es wichtiger, die individuell ausgewählte ART beizubehalten und für die Ko-Medikation andere Wirkstoffe mit gleichen Effekten auszuwählen. Manchmal kann die Lösung auch schon in einer angepassten Dosierung der Begleitmedikamente liegen. In anderen Fällen wird die ART verändert, um zum Beispiel besser zu einer Chemotherapie und deren umfassender Unterstützungsmedikation zu passen. Hierbei sind das Zusammenspiel und die Kommunikation der beteiligten Ärzte entscheidend. Als Apotheker können wir Behandler und Patienten unterstützen, indem wir rechtzeitig vor geplanten Umstellungen einen umfangreichen Interaktions- Check durchführen. In der vollständigen Version des Interviews auf maenner. media/topics/schlauzuhiv geht es um Booster und die elektronische Gesundheitskarte!

Tu, was andere auch tun Es ist deine Entscheidung, mit einer erfolgreichen Behandlung kannst du leben, wie du es willst. Nimm dein Leben in die Hand und erfahre mehr auf NOCHVIELVOR.de 1099/DE/17-08/NPM/1022aa www.nochvielvor.de Eine Initiative von für ein positives Leben mit HIV.

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.