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rik August/September 2020

Die rik (steht für Raus in Köln) erscheint seit April 1985.

18 KULTUR KLATSCH &

18 KULTUR KLATSCH & STERNE FOTO: WWW.INSTAGRAM.COM/RICK_AND_THE_GRIFFOPOTAMUS RICK UND SEIN GRIFF Diese zwei Influencer lassen die Szene teilhaben an ihren Abenteuern, zeigen gerne ihre Hintern und bieten jetzt noch ihre Penisse als Dildos an. Huch! Eine sicherlich sehr ungewöhnliche Beziehung, aber sie zeigen sich eben gerne ... und unterhalten damit viele Hunderttausend Follower auf Instagram. Zusammen betreiben sie das Label Two Kings Unlimited, wo der Fan alles bekommen kann, was zeigefreudige Männer nur anbieten können. *rä www.twokingsunlimited.com ZIRKUS IM MODEZIRKUS Jetzt kann sich die Bankenstadt Frankfurt am Main beweisen, denn ab 2021 wird sie der Ort der Modemesse. Aber die Schauen bleiben wohl in Berlin. Eine Chance für beide Städte: Berlin hat die Designer vor Ort, Frankfurt das Geld. Und womöglich Modedesigner, von denen man bald noch hören muss und wird. „Die Realisierung einer Frankfurt Fashion Week bietet für die Stadt Frankfurt eine einmalige und internationale wirtschaftliche Chance“, zitiert ntv den Frankfurter SPD-Oberbürgermeister Peter Feldmann. Und für Berlin ist es die Chance, etwas Neues zu starten. Eines ist klar: Wie in Deutschland üblich, wird es hämisch begleitet werden. Die Designer werden ihre Schauen übrigens weiterhin in Berlin haben, viele begrüßen sogar den Umzug der Messe. Wir sind sehr gespannt – und wir freuen uns für unsere Teamkollegen unseres Stadtmagazins „gab“. *rä COMEBACK MIT POP-ART-COVER Die Pretenders melden sich zurück. Mitte Juli gab es ein neues Album, im Juni schon die Single „Didn’t Want to Be This Lonely“. Eine rockige Pop-Nummer, die etwas an Blondie erinnert. Klasse! „Hate for Sale“, das 11. Studioalbum der Pretenders mit Sängerin Chrissie Hynde, erscheint als LP, CD und Download. *rä DER AUGUST WIRD ERASURE Erasure sind wieder am Start, „Hey Now (Think I Got a Feeling)“ war der Comeback-Hit. Ein Lied, das klingt, wie Erasure eben klingen. Und dafür liebt sie die Szene! Erasure, das sind Keyboarder Vince Clarke, früher Teil der Band Depeche Mode und des Duos Yazoo, sowie Sänger Andy Bell, Letzterer schon immer ein queerer Aktivist. Ihren Durchbruch in Deutschland hatten die beiden 1985 mit „Oh L’amour“, weitere große Erfolge ließen nicht lange auf sich warten, unter anderem „Always“, „Sometimes“, „A Little Respect“, „Breathe“, „Love to Hate You“ und die „ABBA-esque“-EP, mit der sie 1992 das ABBA-Revival einläuteten. Bis heute sind Andy und Vince vor allem in den internationalen Albumcharts erfolgreich, im August erscheint das neue Werk „The Neon“. *rä JEDEN DONNERSTAG EINE PREMIERE Salzgeber streamt jeden Donnerstag einen Film als Streaming-Premiere. Und auch Klassiker wie „Taxi zum Klo“ sind hier zu sehen. Oder auch „Oma & Bella“: Der Film von Alexa Karolinski nimmt dich mit in die WG der beiden miteinander befreundeten Jüdinnen Bella Katz (1923 – 2014) und Regina Karolinski (1927 – 2019) in Berlin-Charlottenburg. Und während die beiden liebenswerten Energischen dann so eine Hühnersuppe kochen, erzählen sie von ihrer Kindheit in Vilnius und Katowice, den Ghettos und ihren Männern ... Eine schöne Erinnerung an zwei tolle Frauen. *rä www.salzgeber.de/club

INTERVIEW Fantasy: Die Welt ist bunt KULTUR 19 Fantasy singen sich und uns mit „10.000 bunte Luftballons“ in fröhlichere Welten. Ist Schlager queer? Freddy: Ich glaube, es war immer ein Thema. Zumindest intern wussten natürlich die Kollegen von den Kollegen die anders Liebend waren. Es wurde nur nicht nach außen getragen. Damals war es offensichtlich ein Problem, was mir schon immer unverständlich war, weil ich meine, dass die Zeit schon viel länger reif für ein offenes Leben war. Natürlich ist es aber jetzt um so schöner, dass sich viele outen. Das Wort finde ich allerdings nach wie vor blöd. Es ist negativ belastet. In meinem Fall habe ich meine Zeit gebraucht, um mit mir über mich und mein Lieben im Klaren zu sein und dann habe ich es halt gesagt. So wie man der Mama sagt, ‚ich heirate jetzt’. In der heutigen Zeit ist es wie gesagt alles Gott sei Dank kein Problem mehr, obwohl ich glaube, dass wir immer noch Kollegen haben, die anders Lieben, die sich nicht trauen. Das ist schade. Habt ihr das Album eh geplant, oder ist es eine Reaktion auf Corona? Freddy: Das war tatsächlich nicht geplant. Martin: Nee. Aber als Corona kam, haben wir uns ganz schnell gedacht, dieses Album zu machen, bevor wir sinnlos zuhause rumsitzen! Auch, um den Menschen eine Freude zu machen. So schnell hintereinander haben wir noch nie zwei Alben veröffentlicht. Und das ist nicht das einzige, was in diesen Monaten entstanden ist. Gegen Ende des Jahres gibt’s noch eine ganz große Überraschung für die Fans. Wir waren sehr fleißig. Freddy: „10.000 bunte Luftballons“ ist außerdem nach längerer Zeit endlich mal wieder ein Album, dass wir selber geschrieben haben. Also eines, das direkt aus unseren eigenen Emotionen entstanden ist und diese dadurch vielleicht noch anders transportiert. Die bunten Luftballons und das Lied sollen auch ganz gezielt und bewusst Farbe in diese dunkle Zeit bringen. Auch ganz speziell für die Zielgruppe der Homosexuellen ... Gibt es ein besonders queeres Stück? Freddy: „Wild Boys“. Eine sehr 1980erlastige Nummer. Die ganz großen dieser Zeit wie Duran Duran oder die Pet Shop Boys werden da mit einer großen Freude und auch Sehnsucht besungen. Textlich geht es halt komplett um Boys. Wir singen, dass sich die ganze Welt um sie dreht. Das ist schon eine total queere Nummer. Wann sieht man euch live? Martin: Bisher stehen die Termine unserer ersten richtig großen Arena-Tour ab November noch. Aber sie stehen auch gleichzeitig in den Sternen. Wir hoffen einfach, dass sie stattfinden werden können. *Interview: Christian Knuth Glamour, Glitzer und Glacee: Erfolgsshow DIVAS in Malentes Theater Palast Eine Show der Extraklasse mit extra Klasse kehrt zurück auf die Bühne von Malentes Theater Palast in Bonn. Vergangenes Jahr sorgte die kunterbunte Travestie- Revue "DIVAS" für Begeisterung und ein ausverkauftes Haus. Ungezählte Kostümwechsel, schwindelerregende High Heels, atemberaubende Choreografien und umwerfender Parodien lassen glauben, das Pariser Lido sei an den Rhein verlegt worden. Im Zentrum von Federboas und Netzstrumpfhosen steht Loco Flanel, die "ungekrönte Königin der B9" und das verblüffende Alter Ego von Knut Vanmarcke. Perfekt gestylt und scharfzüngig erfüllt sie das historische Spiegelzelt von 1935 mit Glitzer, Glamour und Glacee. Ihre Entourage: Marlene Dietrich und Josephine Baker, Helene Fischer und Andrea Berg, Hildegard Knef und Zarah Leander. Selbst Karl Lagerfeld steigt aus dem Fashionhimmel herab, um festzustellen, dass es in Bonn modetechnisch aussieht wie in Bitterfeld. Doch neben allem Spaß ist "Divas" auch ein Plädoyer für Toleranz und Akzeptanz in einer Zeit, wo der Ton rauer geworden ist. "Verrückt, ernst, lustig und sexy", urteilte Radio Bonn/ Rhein-Sieg über die Show, die ab 10. September bis November wieder gespielt wird. www.theaterpalast.de

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