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Leo September / Oktober 2021

Kunst PERFORMANCE LA

Kunst PERFORMANCE LA WURST IST KUNST Conchita Wurst wurde vom Wahl-Wiener Künstler FJ Baur und der Fotografin Hilde van Mas ikonisch zum Kunstwerk transformiert. FOTOS: HILDE VAN MAS UND FJ BAUR „LE GRAND BLEU“ In „Le grand bleu (Das große Blau)“ erleben wir die Dragqueen, die Sängerin und „Eurovision Song Contest“-Gewinnerin still, optisch hundertprozentig verändert und: blau. Wie auch im wahren Leben erleben wir they als „eine ruhige, besonnene Person, die sich für Akzeptanz, Offenheit und Freiheit einsetzt und diese lebt“, so die beiden Künstler auf Social Media. WURST sei eine „neoneo-humanistische Figur“, auf ein Skulpturenpodest geklettert und mit Michelangelos David als „Marmorikone des Humanismus“ und der menschlichen Freiheit in Dialog tretend. „Die blaue Haut und die textilen Anwendungen [...] bedecken den lebenden Körper; es entsteht eine Oszillation zwischen Kunst und Leben, materiell und transzendent.“ Ein durchaus spannender und queer umgesetzter Denkanstoß, der sicherlich viele provozieren wird. Und genau das kann und soll Kunst ja auch (mal). *rä www.hildevanmas.com, fjbaur.bigcartel.com, conchitawurst.com

FOTOGRAFIE ERIC LANUIT: „MEN MEN MEN“ Kunst Schwule Kunst, die durchaus Referenzen an Größen wie Tom of Finland, Bob Mizer oder auch David LaChapelle aufweist. Körperhaare, Muskeln, Bärte, Glatzen, ein großer Penis ... Jede*r hat andere Dinge, die am Mann als besonders erotisch empfunden werden. Der Franzose Eric Lanuit zeigt uns seine Gedanken zum Thema Mann, umgesetzt in Kunst, verarbeitet in einem prall-prächtigen Bildband. Der Fotograf Eric Lanuit entführt in seinem aktuellen Bildband in eine schwule Welt voller prachtvoll und mitunter auch erotisch inszenierter Männer: Streuner, Machos, Denker und Erleuchtete. „MEN MEN MEN“ fokussiert sich dabei nicht nur auf eine Typart Mann, dem Künstler war es wichtig zu zeigen, wie divers Männlichkeiten leben und aussehen können. Mal fühlt man sich an alte Meister der Renaissance erinnert, mal flirtet Eric Lanuit mit der Fetischwelt von Tom of Finland. Immer auf höchstem Niveau, immer als eigenständige Kunst, nie als Plagiat. Sein Buch kann auch als Statement zur Diskussion über das männliche Rollenverständnis im Jahr 2021 verstanden werden. Muss es aber nicht, man kann diesen Bildband auch einfach genießen. Auf über 160 Seiten und 21 x 21 cm groß, erfüllt dieses fette Ding (der vollständige Name des Buches ist übrigens „MEN MEN MEN AND MORE“) des 1965 in Paris geborenen Fotografen fast alle Erwartungen. Schwule Kunst für 140 Euro – das kann man sich gönnen. Ein Bildband, den man ohne falsche Scham auf dem Wohnzimmertisch liegen lassen kann. Hier bekommt man Kunst, keine Pornografie. *rä www.ericlanuit.fr

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