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Leo November/Dezember 2020

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Leo – das queere Magazin für Bayern

4 SZENE NEU: GAYZE.DE

4 SZENE NEU: GAYZE.DE Queere Orte online erfahren FOTO: SPI-BAVARIA.DE Das neue Projekt „gayze – Queere Orte in München“ will Spuren queeren Lebens in München online sichtbar machen und zum Leben erwecken. ABTEI BAVARIA Glitzernd durch die Krise Auf einer interaktiven Karte können die unterschiedlichsten Spuren der Münchner Community erkundet und die verborgenen Geschichten dahinter entdeckt werden. Die Orte sind auf einer Stadtkarte markiert und mit Bild- Ton- oder Videoaufnahmen hinterlegt. „Das Projekt ist ein offener Prozess“, so Initiator Jonas Peter. „Es soll im Laufe der Zeit um weitere Stationen ergänzt werden, Gäste der Webseite sind gern aufgerufen, Vorschläge dafür zu machen.“ Bislang sind dort beispielsweise das Gasthaus Schwarzfischer, der Verein für Sexuelle Gleichberechtigung, der Buchladen Max und Milian, aber auch die Bar Ochsengarten oder die Diskothek Together verzeichnet. „Längerfristig soll so die Basis für ein digitales Archiv queerer Stadtgeschichte(n) in München gelegt werden“, ergänzt Stefan Gruhne vom Forum Queeres Archiv München, das gayze.de zusammen mit dem Kulturprojekt PLATFORM ins Leben gerufen und mit Grafikdesigner Fabian Karrer umgesetzt hat. Wer Beiträge zu diesem Archiv machen möchte, ist jederzeit willkommen! *bm www.gayze.de GRAFIK: FABIAN KARRER Trotz Corona konnten die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz (Abtei Bavaria) in diesem Jahr bereits über sechzig Events in Bayern begleiten. Der größte Teil davon musste natürlich online stattfinden. Doch mit pfiffigen Ideen wie dem Quiz „Schwestern- Dingsda“, diversen Kochshows, Auftritten bei Spendengalas oder Grußworten zu bayerischen CSDs hielten sich die Schwestern im Gespräch. Und nicht ADVENTURE PUPPYS Bayern bellt Der Deutsche an sich hat Hunde ja schon immer gemocht. Und auch in der schwulen Gemeinde erfreut er sich größter Beliebtheit – nicht nur als klassische Fellnase, sondern gerade in den letzten Jahren auch als „Dog“ oder „Puppy“, einer spielerischen Art des menschlichen Kontrollverlusts. Wer Spaß an diesem Pupplay hat, kann jetzt auf neue Begegnungen hoffen. Der Verein „Adventure Puppys Germany“, heuer zuerst in Baden-Württemberg gestartet, will 2021 in Bayern Fuß fassen. Initiator Ian-W. Graham alias „Wetiwoof“ setzt dabei ganz auf Agility nur das: Auch Spenden haben sie gesammelt, sodass zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember jeweils 333 Euro an die Münchner Aids-Hilfe, das Sub und LeTRa überwiesen werden. So machen sie ihrem Beinamen „Abtei zur Glückseligkeit des Südens“ einmal mehr alle Ehre! Wer sich für die Schwesternschaft interessiert, mitmachen oder sie fördern möchte, findet alle Infos unter www.spi-bavaria.de *bm Training, also sportlich-abenteuerliche Veranstaltungen im Freien. Im Winter soll es aber auch Indoor-Aktivitäten wie Tischtennis, Lasertag oder Gokartfahren geben, außerdem will man Stammtische für Puppys, Owner oder Handler initiieren. Nicht zuletzt soll durch die Zusammenarbeit mit lokalen Aidshilfen Beratung und Aufklärung der Interessenten gewährleistet sein. Wer sich für die bayerischen Events interessiert, findet alle Infos auf der Webseite. *bm www.adventure-puppys.com FOTO: IAN-W. GRAHAM

STRASSE NACH „QUEEN“-SÄNGER BENANNT München ehrt Freddie Mercury SZENE 5 Kürzlich beschloss der Münchner Stadtrat, dem berühmten Leadsänger der Band Queen eine Straße zu widmen. Die „Freddie-Mercury-Straße“ wird im Kreativquartier Neuhausen liegen und die Dachauer Straße mit der Heßstraße verbinden. Sie ehrt den schwulen Sänger und verdeutlicht seinen Bezug zu München. Mercury hatt zwischen 1980 und 1986 in den Musicland Studios vier Alben aufgenommen, aber auch in München gelebt und gefeiert. Daher hätte man die Straße im Glockenbachviertel erwarten können, schließlich wohnte Freddie Mercury im schwulen Kiez Münchens und cruiste durch dessen Bars, Klubs und Saunen. Aber so wenig der Rainer- Werner-Fassbinder-Platz in der Nähe der Deutschen Eiche liegt, so wenig haben die 150 Meter Asphalt, die an den britischen Rocksänger erinnern, ihren Platz im queeren Viertel gefunden. Schade, aber nicht tragisch, denn Freddie befindet sich im Kreativquartier zumindest in schillernder Gesellschaft: Die ebenfalls neuen Nachbarstraßen sind nach Romy Schneider und Ruth Leuwerik benannt. Die Idee einer solchen Ehrung rumort übrigens schon lange im Stadtrat. Bereits vor Jahren hatten die queeren Stadträte Thomas Niederbühl (Rosa Liste) und Lydia Dietrich (Grüne) einen entsprechenden Antrag gestellt. Die Ehrung ist also auch für sie ein Erfolg, der allerdings ziemlich plötzlich kam. „Das städtische Ehrungswesen kann manchmal recht kurzfristig für Überraschungen sorgen“, so Niederbühl. Wie auch immer: Diese Überraschung ist geglückt! *bm FOTO: UNIVERSAL MUSIC Dietmar Holzapfel und Josef Sattler, gut vernetzt Wir vernetzen München seit 157 Jahren. Jetzt Mitglied werden! muenchner-bank.de

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.