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Leo November 2018

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6 SZENE FOTO: MARK KAMIN

6 SZENE FOTO: MARK KAMIN 30 JAHRE SUB-BERATUNGSSTELLE EIN OFFENES OHR für jedes Thema Das Team der Sub-Beratungsstelle 2018 Am 20. November feiert das Sub-Zentrum das 30-jährige Bestehen seiner Beratungsstelle für schwule, bisexuelle und trans* Männer. Diplom-Psychologe Christopher Knoll ist dort (fast) von Beginn an als Berater tätig. Wir sprachen mit ihm über immerwährende Themen und neue Herausforderungen. Welchen Platz nimmt die Beratungsstelle im umfangreichen Angebot des Sub ein? Mit ihren sechs Mitarbeitern ist die Beratungsstelle nach wie vor das Kernangebot des schwulen Zentrums und entwickelt sich mit den aktuellen Herausforderungen immer weiter. Welches sind diese Herausforderungen? Derzeit die größte ist sicherlich die Beratung für schwule Geflüchtete, die wir seit 2014 anbieten. Aber auch Regenbogenväter, also Männer, die in ihrer schwulen Partnerschaft eine Familie gründen wollen, haben wir verstärkt im Blick ebenso wie Transmänner. Haben sich die Themen in der Beratung seit 1988 verändert? Nicht wesentlich. Früher hatten die Themen Coming-out und Akzeptanz in der Gesellschaft höheres Gewicht. Doch im Grunde geht es auch heute noch um das gesamte Spektrum individueller psychischer Schwierigkeiten und um das Leiden des Einzelnen: von Einsamkeit über Beziehungsprobleme bis hin zu psychischen Störungen wie Depressionen. Was zeichnet die Sub-Beratungsstelle im Gegensatz zu anderen psychologischen Angeboten aus? Zum einen war das Sub immer eine Anlaufstelle von schwulen Männern für schwule, bisexuelle und trans* Männer. Doch unsere Kompetenz ist nicht das Etikett „schwul“, das ist nur der Türöffner. Wir sind ein neutraler, niedrigschwelliger Ort, an dem man problemlos ein offenes Wort über alle Anliegen sprechen kann und dessen Kompetenz von den Klienten anerkannt wird. Nicht zuletzt sind wir mit anderen Anbietern extrem gut vernetzt und bieten ein gutes Navigationssystem durch die psychosoziale Versorgungslandschaft der Landeshauptstadt. Du selbst berätst seit 29 Jahren. Wird man der immer gleichen Themen nicht überdrüssig? Ganz und gar nicht, denn jede Person, jede Geschichte ist einzigartig. Auch nach fast dreißig Jahren möchte ich immer noch verstehen: Was steckt hinter einem Problem und was braucht dieser Mensch im nächsten Schritt? Insofern ist jeder neue Klient für mich spannend. *Interview: Bernd Müller Beratungsstelle im Sub, Müllerstr. 14, Termine nach Vereinbarung, Abendberatung: Montag bis Freitag, 19 bis 22 Uhr, Tel. 19 446 LEO GRATULIERT Ja-Wort FOTOS: JÜRGEN WIESMAYER Berchtesgaden unterm Regenbogen. Über das etwas museal wirkende Städtchen rollte am 1. September eine „Regenbogenwelle“ aus München: Markus Wittig, Macher der LuxusPop, und Maxi gaben sich das Jawort vor dem Traualtar – das ist wörtlich zunehmen, denn das ist in der evangelischen Kirche möglich. Herzlichen Glückwunsch! *jg

Junges queeres Kino auf den Hofer Filmtagen Ferdi steckt fest – mit seinen High Heels im Kuhstallmist und generell im bayerischen Hinterland. Vergebens sucht er zwischen Dosenbierpartys und Holzarbeit nach einem Ventil für sein queeres Wesen. Die einzige Gleichgesinnte ist seine beste Freundin Tschackie, die ihn ins Training für eine Model-Castingshow einspannt. FOTOS: GEORG NIKOLAUS DANCE Was wie die Blaupause für das Leben eines jeden schwulen jungen Mannes auf dem Land klingt, ist der neue Kurzfilm „Fame“ der beiden queeren Münchner Filmstudenten Chris Hödl und Lene Pottgießer. Ende Oktober feierte der Film bei den Hofer Filmfesttage seine Premiere und versetzte die Zuschauer in Verzückung – besonders Chris Hödl, der im Film auch die Hauptrolle spielte, wurde frenetisch vom Publikum gefeiert. NEVER Während schwule Themen und Figuren ihren festen Platz im Repertoire der Filmfestivals haben bzw. eigene Filmfestivals ausrichten, sieht es im deutschen Mainstream-Kino dagegen mager aus. Nur selten schaffen es queere Filme aus der Arthouse-Nische heraus wie 2016 der Spielfilm „Die Mitte der Welt“. Im seriellen Erzählen sind queere Charaktere mittlerweile vereinzelt vorhanden, dienen aber oft nur als überspannte Stichwortgeber und Paradiesvögel. Mitte Oktober drehte das Webserien-Format „FETT UND FETT“ im NY.Club. Ob das Motiv eines Schwulenklubs dabei wieder nur zur exotischen Kulisse samt ebenso exotischer Klientel verkommt oder sich die Macher tiefgehender auf die queere Subkultur einließen, erfahren wir bei Veröffentlichung im nächsten Jahr. Weitere Screening-Termine von „Fame“ waren zum Redaktionsschluss noch nicht bekannt, werden aber alsbald nachgereicht. *jb DIES ROMEO UND JULIA Musik von Sergej Prokofjew Choreografie Erna Ómarsdóttir, Halla Ólafsdottir Musikalische Leitung Daniel Huppert, Oleg Ptashnikov AB 22. NOVEMBER 2018 Tickets I Tel +49 (0) 89 2185 1960 www.gaertnerplatztheater.de

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