Aufrufe
vor 1 Jahr

Leo März / April 2020

  • Text
  • Reise
  • Liste
  • Kunst
  • Augsburg
  • Stadt
  • April
  • Blitz
  • Queere
  • Konzert
  • Musik
Leo – queeres Stadtmagazin für München

KUNST AUSSTELLUNG

KUNST AUSSTELLUNG #POPART: Sonderausstellung des Kupferstichkabinetts Andy Warhol „Marilyn“, 1967, Farbsiebdruck aus dem 10-teiligen Portfolio, © 2019 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Artists Rights Society (ARS), New York, Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders Roy Lichtenstein „Brushstroke“, 1965, Farbsiebdruck, © Sammlung Hans + Uschi Welle / VG Bild- Kunst, Bonn 2019 / Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Dietmar Katz Die Kunst Andy Warhols und Roy Lichtensteins, der Mitbegründer der Pop-Art-Bewegung, ist Teil der Ausstellung im Berliner Kupferstichkabinett. Kaum eine Kunstrichtung hat so massiv unser aller Leben verändert wie Pop-Art. Knallbunte Porträts, Kinderspielzeug- Skulpturen, Neon-Zebras an der Wand, scheinbar zu stark vergrößerte Comics samt Sprechblasen in edlen Rahmen an der Wand, Videoinstallationen oder auch Street-Art-Bananen und Metallobjekte, die aussehen wie Luftballons, gehören zur weltweiten Design-, Wohn- und Lebenswirklichkeit. Die massenhafte Vervielfältigung scheinbar trivialer Produkte half, Marken groß zu machen (etwa die Cola-Dose), unterstrich die Wichtigkeit (und baute sie medial aus!) von Politikern, Despoten und auch Künstlern wie Michael Jackson, Diana Ross, Madonna oder Prince. Kunst wurde Massenware. Und das war gewollt. Kitsch und Kunst, Provokation und Triviales wurden zur Kunst jenseits des elitären Kunstmarkts. Für jeden zu haben. Populär. Pop-Art. Von April bis Ende Juli zeigt die Ausstellung „Pop on Paper. Von Warhol bis Lichtenstein“ in Berlin-Mitte die Kunst wichtiger Vertreter wie Andy Warhol, Allen Jones, Sigmar Polke, Roy Lichtenstein sowie Elaine Sturtevant und Claes Oldenburg. *rä 3.4. – 26.7., Pop on Paper. Von Warhol bis Lichtenstein, Kulturforum, Berliner Kupferstichkabinett, Matthäikirchplatz, Berlin, Di + Mi + Fr 10 – 18 Uhr, Do 10 – 20 Uhr, Sa + So 11 – 18 Uhr

KUNST AUSSTELLUNG Kunst zum Thema GENDER Und vor allem zur Debatte darüber! In der Biologie spricht man meist von zwei Geschlechtern**, das eine kann Nachwuchs austragen, das andere nicht. Eine von vielen Wahrheiten. Unlängst nahm sich sogar das Nachrichtenmagazin FOCUS des Themas an, wies darauf hin, dass diese Debatte – also, wer darf was wie sagen und fordern und sich wie bezeichnen – vor allem in den USA und in Deutschland geführt werde. Sinngemäß war dort zu lesen, dass die Vertreter der Gendertheorien es ähnlich anstellen wie die der Homöopathie: Einige Netzwerke würden dieselben Thesen immer wieder wiederholen und damit zur Wahrheit machen. Das Thema erhitzt die Gemüter. Es gibt Positionen, die besagen, dass jeder sein Geschlecht frei wählen können sollte, dass es durchaus geschlechtsspezifische Merkmale gibt, dass es mehr Geschlechter gibt als Mann und Frau, dass man sein Geschlecht angleichen lassen kann, dass dies nicht geht, dass Medikamente bei Frauen anders wirken als bei Männern, dass es ohnehin keine Geschlechter gibt, daher sollten Trans* sich auch nicht dem Zwang unterwerfen, sich mithilfe medizinischer Eingriffe operieren zu lassen und sich zu kleiden, wie es die Gesellschaft erwarten würde, dass das eine oder das andere Geschlecht aussieht. Und, und, und ... Manch einer hat Angst, mit seinen Fragen Mitmenschen zu verletzen, in die rechte Ecke gedrängt zu werden, als „links-grün-versifft“ zu gelten oder sich schlichtweg als Hinterwäldler zu blamieren. Im Museum im Lagerhaus in St. Gallen in der Schweiz nahm sich vor Kurzem eine Doppelausstellung dieses wichtigen Themas an. „Crazy, Queer and Lovable – Ovartaci“ und „ICH DU ER SIE XIER: Transidentität“. Zu sehen war Kunst von Louis Marcussen, genannt Ovartaci (1894 – 1985). Der künstlerische Output, welcher sich heute im Museum Ovartaci im dänischen Århus befindet, thematisiert Gendergedanken und Transidentität. Schon in den 1930er-Jahren wählte Louis Marcussen den Künstlernamen Ovartaci (jütländisch für Ober-Patient) und vollzog später durch Selbstkastration seinen Wunsch auf Anpassung vom Mann zur Frau. 1957 wurde die Dänin dann einer endgültigen Geschlechtsumwandlungsoperation unterzogen. *rä www.museumimlagerhaus.ch **Wenn man es an der Fortpflanzung festmacht.

Magazine

Regionalseiten
männer* – das queere Nachrichtenportal

Unsere News

About us

blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.