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Leo März / April 2020

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Leo – queeres Stadtmagazin für München

4 SZENE FOTO: ALEXANDER

4 SZENE FOTO: ALEXANDER DEEG / IWAN VALENTIN 15 JAHRE MÜNCHNER MAIKÖNIGIN GOD SAVE THE (DRAG) QUEEN Drags stehen derzeit hoch im Kurs und sind auch auf allen Bildschirmen ... zu Recht! Kreativ, abwechslungsreich, frech und manchmal auch ein wenig peinlich – so soll es sein! Doch lange bevor der aktuelle Drag-Hype über das Land zog, gab es in München schon 2006 die erste Wahl zur „Seligen Münchner Maikönigin“ auf der Hans-Sachs-Straße. Initiiert vom damaligen „Selig“-Betreiber Günter Kastner, der noch heute, zusammen mit „Nil“-Wirt Sebastian Roos, als Organisator hinter dem einzigen Straßenfest mit Krönungszeremonie steht. Dessen Konzept hat sich seit der Gründung kaum verändert: Zur Einstimmung gibt’s Freibier am Nachmittag, am frühen Abend präsentieren sich die Kandidatinnen, von denen eine am späten Abend zur Maikönigin gekürt wird. Was die mit ihrem Titel anstellt, bleibt ihr überlassen. Doch der Hang zu Glanz und Glamour-Auftritten während des ganzen Jahres ist nicht zuletzt durch das Engagement des Hauptsponsors KARE ungebrochen. Wer wird am 30. April die zweifache Titelträgerin Carmen G. Aiss vom Thron stoßen und zur 15. Maikönigin werden? Erlebt es selbst! Bewerbungen können jederzeit eingereicht werden im Nil oder beim Facebook-Account: Selige Münchner Maikönigin. *bm 30.4., Hans-Sachs-Straße, 15 – 23 Uhr Die Szene trauert um Guido Vael FOTO: BERND MÜLLER Am 13. Januar verstarb Guido Vael. Die Münchner Community trauert um einen rastlosen Kämpfer, einen beispielhaften Aktivisten und einen guten Freund. Der gebürtige Belgier kam 1977 nach München und wurde schnell zu einer der prägenden Gestalten der Münchner Schwulenbewegung. Guido war 1984 Mitbegründer und langjähriger Vorstand der Münchner Aids-Hilfe sowie einer der Initiatoren der Wählerinitiative Rosa Liste München. 1995 übernahm er das „Projekt Prävention“ im Sub-Zentrum und war dort bis 2012 für zahlreiche Aktionen und beispielhafte Initiativen rund um schwule Gesundheit und schwules Selbstbewusstsein verantwortlich. Für sein leidenschaftliches Engagement wurde er 2009 vom damaligen Oberbürgermeister Christian Ude mit der Medaille „München leuchtet“ in Silber ausgezeichnet. Die Trauerfeier fand am Aschermittwoch unter großer Anteilnahme auf dem Westfriedhof statt. Seine Verdienste für die Community sind von unschätzbarem Wert. Guido Vael wird der Szene unvergessen bleiben. *bm

ERSTMALS ZUSCHUSS VOM LAND Anti-Gewalt-Projekt jetzt bayernweit SZENE 5 Das Anti-Gewalt-Projekt im Sub-Zentrum gibt es für München schon seit über zwanzig Jahren. Jetzt stellt der Freistaat Gelder zur Verfügung, um bayernweit Beratung für queere Männer, die Opfer von Gewalt wurden, zu ermöglichen. Homo- und transfeindliche Gewalt ist präsenter denn je, das hat auch München im vergangenen Jahr zu spüren bekommen. „Dabei spiegeln die Zahlen die Realität nicht wider“, so Sub-Zentrumsleiter Michael Plass (Bild). „Der Sicherheitsbericht der Polizei meldete 2019 sechs Straftaten, im Sub sind 56 eingegangen – die Dunkelziffer ist vermutlich extrem.“ Bisher gab es vom Freistaat Bayern keine Gelder für LGBTIQ*-Projekte. Im Ländervergleich ist Bayern trauriges Schlusslicht als einziges Land ohne breit angelegtes LGBTIQ*- Förderprogramm. Mit den Mitteln, die das Bayerische Ministerium für Familie, Arbeit und Soziales jetzt für die Anti-Gewalt-Arbeit zur Verfügung stellt, setzt es ein historisches Zeichen und hat einen entsprechenden Antrag des schwulen Zentrums aufgenommen. Neben der Ausweitung dieses Projekts soll es künftig auch zwei in Augsburg und Nürnberg geben sowie weitere auf Männer spezialisierte Hilfsangebote, die auch häusliche Gewalt umfassen. Die Vollzeitstelle im Sub wird ab sofort zunächst für ein Jahr finanziert, um Beratung vor Ort, per Mail, via Hotline und Live-Chat zu ermöglichen. „Es ist ein Anfang“, freut sich Michael Plass. „Doch schon jetzt können wir sagen, dass wir künftig mehr Personal brauchen, denn die Stelle ist allein mit der Beratung ausgelastet.“ *bm Betroffene und Interessierte können sich beim Anti-Gewalt-Projekt informieren: agp.subonline.org oder unter der Hotline 089 8563464-27. FOTO: SUB E. V. Dietmar Holzapfel und Josef Sattler, gut vernetzt Wir vernetzen München seit 157 Jahren. Jetzt Mitglied werden! muenchner-bank.de

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.