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LEO Mai / Juni 2019

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10 SZENE BAVARIAN MR.

10 SZENE BAVARIAN MR. LEATHER 2019 „ARSCH HOCH, PACK MER’S!“ Stefan Modschiedler aus Erlangen ist der neue Bavarian Mr. Leather. Der 46-jährige technische Angestellte wurde im Rahmen des MLC-Starkbierfests zum obersten Repräsentanten der bayerischen Leder- und Fetischszene gewählt. Stefan, wie hast du den Moment deiner Wahl auf der Bühne des Oberangertheaters erlebt? Das war natürlich ein toller Glücksmoment, zumal ich es nicht erwartet hatte, weil ich in meiner Rede ein bisschen herumgestolpert war. Aber das war offenbar nicht schlimm, sondern wirkte authentisch. In den Tagen danach glühte das Handy und Freunde aus der ganzen Welt gratulierten – das war noch mal sehr emotional. Warst du schon immer ein engagierter Mann der Szene? Erst nachdem ich mit 23 von zu Hause ausgezogen war, ging mein schwules Leben los. Neben meiner Vorstandstätigkeit im Nürnberger Lederclub NLC bin ich auch im Pride-Netzwerk meines Arbeitgebers Siemens engagiert, denn gerade am Arbeitsplatz kann man viel bewegen, zum Beispiel Integration und Verständnis fördern. Außerdem unterstütze ich den Nürnberger CSD und bin bei den „Norisbengeln“, dem schwulen Fanklub des 1. FC Nürnberg, aktiv. Jetzt bist du auch Bavarian Mr. Leather – was qualifiziert dich für dieses Amt? Zunächst bin ich ein Typ, der mit beiden Beinen im Leben steht, kontaktfreudig und einfühlsam ist. Neben meiner Liebe zum Leder möchte ich die Fetischszene inner- und außerhalb der queeren Community stärken, Vermittler sein und Brücken bauen. Als PrEP-User liegt mir zudem die Aufklärung über Safer Sex 3.0 am Herzen. Was bedeutet dir der Fetisch persönlich? Er bedeutet Freiheit. Er bedeutet, aus dem Alltag auszubrechen und man selbst sein zu können. Dazu gehören auch meine Tattoos und Piercings, die mir eine gewisse Sicherheit geben. Was sind die Pläne für die ersten Wochen deiner Amtszeit? Erster Höhepunkt ist natürlich der International Mr. Leather Contest in Chicago, danach wartet die komplette CSD-Saison inklusive des EuroPride in Wien. FOTO: IWAN VALENTIN Hast du ein Motto für deine Amtszeit? Ja, freilich! Streng genommen sind es zwei, denn beide Aussagen sind mir wichtig: „Better together“ und „Arsch hoch, pack mer’s!“ *Interview: Bernd Müller

SZENE 11 QUEERE DOKUS DOK.fest München FOTO: THOMAS LADENBURGER FILMPRODUKTION Vom 8. bis 19. Mai findet Deutschlands größtes Dokumentarfilmfestival in München statt. Beim „DOK.fest 2019“ werden wieder rund 45.000 Gäste 150 neue Filme zu sehen bekommen, darunter auch vier Streifen mit queerem Inhalt, auf die wir euch hier gern kurz aufmerksam machen möchten. *bm I AM ANASTASIA: Auf dem Höhepunkt seiner Bundeswehr- Laufbahn entscheidet ein Oberstleutnant (Foto), sich als Transgender zu outen. Der Film erzählt die Geschichte von Anastasia, der ersten Transgender-Person bei der deutschen Armee. NO BOX FOR ME. AN INTERSEX STORY: Die intersexuelle Deborah reflektiert für ihre Abschlussarbeit überkommene gesellschaftliche Vorurteile und eröffnet sich und anderen eine hoffnungsvolle Identitätsfindung. EYE CANDY: Yasmin Lander ist Wrestlerin. Unter dem Namen Charlie Morgan tritt sie im Ring als Mann an und erkämpft sich den Respekt der Fans. Werden sie Charlie noch feiern, wenn sich zeigt, wer sie wirklich ist? DRAW A LINE – RICHARD SIEGAL AND THE BALLET OF DIFFERENCE: Tänzer und Choreograf Richard Siegal dringt mit seinem in München und Köln beheimateten Ensemble „Ballet of Difference“ in neue Dimensionen vor – und inspiriert die internationale Tanzszene. 8. – 19.5., diverse Spielstätten, www.dokfest-muenchen.de Gemeinschaftspraxis am Isartor Innere Medizin · Allgemeinmedizin · Infektiologie · Männermedizin Dr. med. Werner Becker · Dr. med. Ramona Pauli · Dr. med. Marcel Lee Wir testen alles. Wir behandeln alles. Anonymer HIV-Test. STI-Screening. PrEP. Tel. 0 89 - 22 92 16 Labortermine zu allen unseren Zeiten möglich Telefonsprechstunde täglich von 12-13 Uhr Isartorplatz 6 · 80331 München · www.isarpraxis.de

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.