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Leo Juli 2018

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12 SZENE „Ungemein

12 SZENE „Ungemein viel positive Erfahrung“ FOTO: PRIVAT Robert Heckmann wurde im März zum Bavarian Mr. Leather 2018 gewählt. Schon zwei Monate später wartete auf ihn die vermutlich größte Herausforderung seiner Amtszeit: die Wahl zum International Mr. Leather (IML) in Chicago, das Hochamt der internationalen Leder- und Fetischszene. Wir haben kurz nach seiner Rückkehr mit ihm gesprochen. Robert, hat sich die Woche in Chicago gelohnt? In jedem Fall! Ich nehme eine ganze Menge an Motivation, Inspiration und Erfahrung FOTO: PRIVAT mit, die mir sowohl in meinem Amt als auch im Leben weiterhelfen wird. Ich habe fleißig Kontakte zu meinen „Brüdern“ aus der IML- Klasse geknüpft und in vielen Gesprächen zahlreiche Eindrücke von der Lederszene in den USA, Europa aber auch Israel, Brasilien oder Mexiko gewinnen können. Und: Unser Team vom Münchner Löwen Club hat dort guten Eindruck hinterlassen und Werbung für München gemacht. Was hat bei dir die größten Eindrücke hinterlassen? Zum einen die Perfektion, mit der dieser riesige Event mit 71 Kandidaten und 15.000 Besuchern organisiert wurde. Wir als Kandidaten wurden nahezu rund um die Uhr intensiv betreut und versorgt. Zum anderen die „Brotherhood“. Das ist die intensive Bindung zu anderen Teilnehmern, der herzliche und respektvolle Umgang miteinander, die vielen emotionalen Ausbrüche und letztendlich das Gefühl, Freunde fürs Leben gefunden zu haben und Teil einer Gemeinschaft zu sein, in die nur wenige aufgenommen werden. Die meisten Kandidaten kommen aus den USA. Fühlt man sich da als einziger Bayer ein wenig alleine? Anfangs kam ich mir schon etwas verloren vor, aber man findet sehr schnell Kontakt zu den anderen Teilnehmern. Insbesondere nach dem Auftritt in der bayerischen Tracht kam ich schnell ins Gespräch. Allein ist man also beim IML nicht – außerdem waren ja noch Werner, Raymund und Lutz aus München dabei und einige Schärpenkollegen aus Europa, die ich schon kannte. Wie hast du bei der Wahl abgeschnitten? Ich bin nicht in die Finalrunde mit den zwanzig besten Kandidaten gekommen. Mein Ergebnis habe ich in einem Umschlag erhalten, den ich bis heute nicht geöffnet habe. Spielt dieses Ergebnis für dich eine Rolle? Mir ist die Platzierung nicht wichtig. Viel wichtiger ist, was man darüber hinaus mitnimmt: Erfahrung, Kontakte, Brüder, Freunde, Geschichten und das Gefühl, über seine eigenen Grenzen gegangen zu sein. Ungemein viel positive Erfahrung. Vielleicht öffne ich den Umschlag in einem oder in zehn Jahren und lache dann herzlich … Der Münchner CSD steht vor der Tür: Was planst du, und was sollte der Fetisch-Kerl dort auf keinen Fall verpassen? Natürlich werde ich den farbenfrohen Wagen des MLC mit seinem Motto „Fetisch ist bunt“ auf der Parade begleiten. Dabei möchte ich mit den Besuchern des CSD in Kontakt kommen. Ich lade alle Fetischkerle aus der Umgebung herzlich ein, gemeinsam mit uns auf der Parade Gesicht zu zeigen und gemeinsam zu feiern. Samstagabend steht der Fetischabend im UnderGround auf dem Programm, am Sonntag werde ich am Aktionsstand der Safety Aktionsgruppe (S‘AG) dabei sein. Was bringt die zweite Jahreshälfte 2018? Die ersten drei Monate waren ja schon abwechslungsreich: Besuche diverser Fetischtreffen und CSDs, Aktionen, Fetischabende oder Teilnahme an Straßenfesten und anderes. So wird es weitergehen: Geplant sind die Ledertreffen in Hamburg und Frankfurt, Folsom Europe, die Wahl zum Mr. Fetish Germany und natürlich das Oktoberfesttreffen des MLC. Der Kalender ist ziemlich voll geworden! *Interview: Bernd Müller

Grün fahren und fordern POLITIK 13 FOTO: ANDREAS GREGOR Parteien auf dem CSD sind für einige Aktivisten und Aktivistinnen ein rotes Tuch. Dabei sind in unserer parlamentarischen Republik sie es, die gesellschaftliche Wünsche und Anregungen sammeln, diskutieren, Kompromisse finden und dann schließlich in die Parlamente tragen. Also: Parteien auf dem CSD? Natürlich! Besonders, wenn sie sich so deutlich auf die Seite von LGBTIQ* stellen wie die Grünen dies seit Gründung tun. Noch schöner ist es, wenn sozusagen themenübergreifend Leitmotive politischen Handelns sichtbar werden. Bei den Grünen ist dies die Umweltpolitik und so wird der Münchener CSD von ihnen mit einem emissionsfreien Elektro-LKW befahren, selbst auf ein Dieselaggregat für die Stromversorgung auf dem Truck wird verzichtet. Queerpolitische Forderungen bringt die begleitende Fußgruppe passend zum Wahlkampf mit: „Die Ehe für Alle ist für uns nicht das Ende des Kampfes. Er geht jetzt erst los! Die rechtliche Gleichstellung kann nur die Basis sein für Akzeptanz und völlige Sicherheit in der Gesellschaft und im öffentlichen Leben. Die schrecklichen Vorfälle nach dem CSD 2016 und vergangenes Jahr in der Theklastraße haben gezeigt, dass es viel zu tun gibt, insbesondere in den Schulen im Aufklärungsbereich. Diese Aufklärung findet aktuell freiwillig und zivilgesellschaftlich statt. [...] Ohne jede Förderung durch das Land,“ schrieb uns Arne Brach im Auftrag der Fraktionsvorsitzenden im bayrischen Landtag. Tatsächlich hatten die Grünen dort versucht, über einen Antrag die Erfassung und Veröffentlichung homo- und transphober Straftaten durchzusetzen (nur die SPD stimmte mit zu) und über eine kleine Anfrage herausgefunden, dass die Staatsregierung von Bayern staatliche Förderung von LGBTIQ*-Einrichtungen für „nicht erforderlich“ hält. Wenn das kein Grund ist, auf die Straße zu gehen, was dann? *ck RABATTAKTION 20% * Dirndl Truhe München Moderne Trachtenmode Für Mann und Frau! am 06.07.18 und 07.07.18 20% Rabatt auf Ihren Einkauf * +++ Special-Guests +++ Drag Queen Sally O´Neil , DJ James Munich & Basti Fantasti Freitag 06.07.18 10:00 – 20:00 Uhr Samstag 07.07.18 10:00 – 16:00 Uhr * (ausgenommen reduzierte Ware und Artikel der Firmen Kirschner sowie Hofer Tracht) Lindwurmstr. 15 | Telefon 089 26 54 54

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