Aufrufe
vor 1 Jahr

Leo Januar/Februar 2021

  • Text
  • Frauen
  • Christian
  • Opfer
  • Wirklich
  • Schwule
  • Album
  • Zeit
  • Musik
  • Deutschland
  • Menschen

4 MÜNCHEN

4 MÜNCHEN MEDIENNETZWERK OFFLINE Sendeschluss bei „Queerelations“ Nach über acht Jahren stellt „Queerelations“ seine Arbeit im Internet ein. Das „Mediennetzwerk jenseits der Heteronorm“ wurde als freier Verbund von Laien und Profis gegründet und hat seit 1996 zahlreiche Projekte in der Community umgesetzt: Vor allem Dokumentationen, aber auch Filme, Reportagen, Podcasts oder Hörspiele waren dabei. „Queere Beziehungen waren und sind ein Herzensanliegen von uns“, so Wolfgang Fänderl, Mitbegründer des Netzwerks. Dennoch schien eine Fortführung der Arbeit dem Redaktionsteam aus mehreren Gründen nicht mehr lohnenswert: Zum einen habe sich die kommerzielle Medienlandschaft immer mehr queerer Themen angenommen, zum anderen seien die Anforderungen an Medienarbeit beispielsweise aufgrund der Datenschutzrichtlinien mit immer mehr Formalia belastet gewesen. Hinzu käme, dass sich die LGBTIQ*-Szene immer weiter ausdifferenziert und viele eigene Projekte abseits des Netzwerkes umgesetzt habe. Da auch die Likes und Zuschauerzahlen rückläufig waren und die Motivation der Ehrenamtlichen nachgelassen habe, sei es nur konsequent, das Projekt Ende des Jahres vom Netz zu nehmen. „Deutschland und Bayern ist ein bisserl LGBTIQ*-freundlicher geworden“, so die Redaktion in einer Pressemitteilung. „Dafür danken wir allen, die dafür gesorgt haben!“ Kleiner Trost: Einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Netzwerks werden sich weiterhin in LGBTIQ*-Projekten engagieren. *bm GRAFIK: QUEERELATIONS.NET CSD MÜNCHEN 2021 Online-Voting zum Motto Der Münchner CSD soll im kommenden Jahr wie üblich am zweiten Juli-Wochenende stattfinden. Ob er in gewohnter Form abgehalten wird, ist allerdings offen. „Das hängt sehr von der Entwicklung der Corona-Pandemie ab“, sagt CSD-Geschäftsführer Alexander Kluge. Er und sein Team gehen deshalb davon aus, dass der 2021er-Pride als eine Mischform aus analogen und virtuellen Elementen daherkommt. Erstmals lassen die Veranstalter öffentlich über Motto und Themenschwerpunkt des kommenden CSD abstimmen. Diese Mitmachaktion will in der LGBTIQ*-Community gerade jetzt ein Gemeinschaftsgefühl vermitteln. „Corona macht es allen Menschen schwer, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten“, so Thomas Niederbühl, politischer Sprecher des CSD und Stadtrat der Rosa Liste. „LGBTIQ*, deren Mitglieder oft auf Schutzräume angewiesen sind, leiden aber besonders darunter.“ Daher soll die Community mit dieser Aktion zusammenrücken. Nachdem im Dezember bereits inhaltliche Schwerpunkte diskutiert wurden, erarbeitet das CSD-Team zurzeit gemeinsam mit Szenevertreterinnen und -vertretern mögliche Mottos, die vom 18. bis 31. Januar in einem Online-Voting zur öffentlichen Abstimmung ins Netz gestellt werden. Wer über das Motto 2021 mitentscheiden möchte, klickt sich rein! *bm www.csdmuenchen.de Erst kürzlich wurde das Einrichtungshaus Casa Idea GmbH in Ottobrunn als neuer Fachhandelspartner in das modulare Möbelbausystem USM Haller aufgenommen. USM Haller ist seit 1885 ein Familienunternehmen, das heute in der vierten Generation geführt wird. Es steht für Flexibilität, Qualität, Nachhaltigkeit und vor allem Langlebigkeit. Wer sich auf die Experimentierfreudigkeit mit insgesamt 14 Farben und das kreative Denken des Hauses einlässt, wird mit einem individuellen und vollkommen persönlichen Möbelstück belohnt. Vom einzelnen Sideboard bis zum wandfüllenden Bücherregal können die idealen Aufbewahrungs- und Präsentationsmöbel gestaltet werden. In der Putzbrunner Straße 75 in Ottobrunn kann noch bis zum Jahresende die Sonderausstellung „Selection“ besichtigt werden. Hier werden einige der beliebtesten und kompaktesten Lösungen des bewährten Möbelklassikers gezeigt, die innerhalb von 14 Tagen lieferbar sind. www.casa-idea.de MELODIVA SAMMELT 3.100 EURO Sportliche Spende Schon im fünften Jahr radelten engagierte Sängerinnen des Münchner Lesbenchors „Melodiva“ für einen guten Zweck. Diesmal strampelten 14 stramme Damen- Wadeln den Kocher-Jagst-Radweg 332 Kilometer rund um die Stadt Aalen ab. Wie immer wurde jeder Kilometer von treuen Fans finanziell unterstützt. So konnten die Sängerinnen nach der Tour 3.100 Euro an Casa Idea Ottobrunn die Lesbenberatungsstelle LeTRa übergeben. Die wiederum setzt das Geld für geflüchtete Lesben ein und finanziert damit unter anderem Medikamente und Fahrt- oder Anwaltskosten für ihre Klientinnen. *bm GRAFIK: FRANK ZUBER FOTO: MELODIVA

OB REITER STÄRKT QUEERE SZENE LGBTIQ* wird Chefsache MÜNCHEN 5 Oberbürgermeister Dieter Reiter (im Bild rechts bei der Vorstellung der „Respekt. Los!“-Kampagne) erklärt die Münchner Koordinierungsstelle zur Gleichstellung von LGBTIQ* zur Chefsache: Künftig ist sie als Stabsstelle direkt bei ihm angesiedelt und erhält so mehr Einfluss auf die Stadtpolitik. „Dadurch wird die Arbeit der Koordinierungsstelle deutlich gestärkt und die Bedeutung des Themas in der Stadtverwaltung und der Stadtgesellschaft betont“, so der OB in einem Schreiben an die Gruppen und Vereine der Münchner Szene. Eine starke LGBTIQ*-Community sei ein wichtiger Pfeiler für eine demokratische, friedliche und weltoffene Stadtgesellschaft, so Reiter weiter. „Gerade in Zeiten, in denen Gewalt gegen Lesben, Schwule, bi, trans* oder inter* Menschen zunimmt, ist diese Entscheidung ein Signal von großer Bedeutung“, weiß auch Andreas Unterforsthuber, Leiter der Koordinierungsstelle (im Bild links). Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich vor allem um Aufklärung, sind aber auch fachpolitisch tätig, beraten öffentliche Stellen, bilden fort und treten mit ihrer Expertise überall dort auf, wo Gleichberechtigung für LGBTIQ* angemahnt und umgesetzt werden muss. „Das ist eine wirklich gute Nachricht für die queere Community!“, freut sich auch Rosa-Liste-Stadtrat Thomas Niederbühl. „Es ist ein weiteres Zeichen dafür, wie wegweisend München im Umgang mit LGBTIQ* ist.“ Übrigens: Dieser Umgang wurde 2020 mit dem Max-Spohr-Preis des schwulen Arbeitgebernetzwerks „Völklinger Kreis“ belohnt. *bm FOTO: MICHAEL NAGY/LH MÜNCHEN A scheene Weihnachtszeit muenchner-bank.de

Unsere Magazine

Regionalseiten
männer* – das queere Onlinemagazin

Unsere News

About us

blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.