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Leo Januar/Februar 2020

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4 SZENE JAHRESBERICHT

4 SZENE JAHRESBERICHT Abtei Bavaria: Umtriebige Schwestern Sie sind nicht nur bunt und fröhlich, sondern auch ungemein engagiert: Die „Abtei Bavaria zur Glückseligkeit des Südens“ hat soeben ihren Jahresbericht 2019 vorgelegt – und der kann sich sehen lassen. FOTO: MARK KAMIN Auf rund 100 Veranstaltungen waren die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz unterwegs und sammelten dabei ca. 6.000 Euro für gute Zwecke. Höhepunkte in ihrem Kalender waren die Verleihung der Bayerischen Ehrenamtskarte, das Pride-Opening in Barcelona, der Besuch des ersten CSD in Niederbayern sowie die Weihe der Schwestern Greta von Breitenbach und Ada Europa. In der Münchner Abtei, die Missionen in Basel, Regensburg, Karlsruhe und Nürnberg unterhält, sind mittlerweile 14 Schwestern und Gardisten aktiv. Für das kommende Jahr steht die Anerkennung als gemeinnütziger Verein ganz oben auf der Agenda. Wir freuen uns über so viel Energie und wünschen ein glitzerndes 2020! *bm MUSIKALISCHE SPENDENAKTION 3.000 Euro für das Queer Home Kiev Münchens LGBTIQ* zeigten sich großzügig und spendeten im November 3.000 Euro für die (Wieder-)Eröffnung eines neuen Queer Home in Münchens Partnerstadt Kiew. FOTO: STANISLAV MISHCHENKO Zu der Aktion aufgerufen hatten die Sänger von den Isartonics und den Philhomonikern sowie das Rainbow Sound Orchestra. Die beiden Chöre traten am 10.11. in der Kultur- Etage Riem auf und sammelten über 2.500 Euro. Den Rest steuerten die Musikerinnen und Musiker des Rainbow Sound Orchestra im Rahmen eines Auftritts am 24.11. bei. Die Gesamtsumme kommt dem Queer Home, einem Kommunikations- und Kulturzentrum, wie es München von Sub oder LeTRa her kennt, zugute. Auch wenn sich die Situation in der Ukraine dank der Pride- Bewegung in den vergangenen Jahren verbessert hat, werden LGBTIQ*-Aktivisten und -Aktivistinnen sowie -Events häufig Opfer nationalistischer Gruppen, die „traditionelle Familienwerte“ gefährdet sehen und eine offene Gesellschaft ablehnen. Um die Community zu mobilisieren und ihr eine Heimat zu geben, sind die Queer Homes umso wichtiger. Mit den 3.000 Euro kann die Gay Alliance Ukraine in Kiew eine Jahresmiete bestreiten. *bm AUSSTELLUNG Café Regenbogen – Junge Perspektiven auf HIV Zum Welt-AIDS-Tag rückt die Münchner Aids-Hilfe die Jugendarbeit in den Mittelpunkt. So launchte die Münchner Aids-Hilfe Anfang Dezember die von ihr neu gestaltete Webseite www.jungundpositiv.de. Die Seite sammelt Informationen über Gruppen und Initiativen, die sich bundesweit für junge Menschen mit HIV einsetzen. Begleitend zum Relaunch ist bis Ende Januar die Ausstellung „Junge Perspektiven auf HIV“ zu sehen. Hier berichten junge FOTOS: MARK KAMIN/CO LAGE: FRANK ZUBER Menschen über ihre Erfahrungen und ihren Blick auf HIV und Aids. Welche Rolle spielt dieses Thema in ihrem Leben, wird es in der Schule oder Im Freundeskreis diskutiert, verbreitet die Infektion noch Schrecken oder ist alles cool im Umgang mit HIV? Diese und andere Fragen beantworten junge Menschen, die in Lebensgröße an den Wänden des Café Regenbogen abgebildet sind. *bm Bis 31.1., Café Regenbogen, Lindwurmstr. 71, München, www.muenchner-aidshilfe.de

SZENE 5 GASTBEITRAG QUEERE WÜSTE BAYERN Die 42-jährige trans* Frau Tessa Ganserer ist Landtagsabgeordnete und fordert einen bayerischen Aktionsplan für LGBTIQ* FOTO: KUNTERBUNT AMBERG E.V. „Vor neun Jahren hat der Landtag Expert*innen zum Thema Queeres Leben in Bayern geladen. Passiert ist seitdem nichts. Wir wollen aber, dass alle LGBTIQ*-Menschen in Bayern frei und sicher vor Diskriminierung leben können. Söder ist in der Pflicht, endlich einen Aktionsplan für Akzeptanz vorzulegen – so die einhellige Meinung der Expert*innen bei der Anhörung am 14. November. Außer Bayern haben alle Bundesländer einen Aktionsplan. Bildung spielt dabei eine wichtige Rolle. Nur wenn es gelingt, sexuelle Vielfalt in den Unterricht zu integrieren, kann Homophobie und Transphobie nachhaltig bekämpft werden. Im Bereich Sicherheit ist Berlin spitze, leistet sich sogar zwei Staatsanwält*innen. Feste Ansprechpersonen fördern Vertrauen und das Anzeigeverhalten bei queerphoben Hassdelikten. Statistik macht Bayern für Queers nicht sicher, sondern offenbart nur das größte Dunkelfeld. Unisono kritisierten alle Sachverständigen das dramatische Stadt-Land-Gefälle in der Beratungsinfrastruktur. Außerhalb der Ballungsräume gibt es nichts. Besonders dramatisch ist die Situation für trans* Personen. Trans* Jugendliche warten gegenwärtig über ein Jahr auf einen Termin beim Kinder- und Jugendpsychologen. Die queerpolitische Opposition aus Grünen, SPD und FDP wird die Ergebnisse der Anhörung nutzen, um die Staatsregierung 2020 weiter unter Druck zu setzen.“ Tessa Ganserer ist queerpolitische Sprecherin der Grünen im Bayerischen Landtag Dietmar Holzapfel und Josef Sattler, gut vernetzt Wir vernetzen München seit 157 Jahren. Jetzt Mitglied werden! muenchner-bank.de

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.