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Leo Dezember 2017

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12 KULTUR FOTO: PRIVAT

12 KULTUR FOTO: PRIVAT Rückzug mit Zukuft? FOTO: MARK KAMIN In seiner kommunalpolitischen Kolumne erklärt AZ-Lokalchef Felix Müller diesen Monat den Rückzug von CSU-Bürgermeister Josef Schmid. In offiziellen Statements lassen Politiker manchmal Fragen offen. „Kein Kommentar“, heißt es dann – zum Beispiel, weil sie öffentlich nichts gegen jemanden sagen wollen, der ihnen nochmal nützlich sein könnte. Sind die Mikrofone aus, bleiben eigentlich nie Fragen offen. Politiker werden dann oft sehr deutlich – auch über Parteifreunde. Eine Ausnahme war in den letzten Jahren die Frage nach der Zukunft Josef Schmids. Auch höchste Münchner CSUler zuckten da oft mit den Schultern. Sie alle glaubten, er würde noch einmal OB-Kandidat werden. Verstehen konnte das aber kaum jemand. Warum sollte Schmid es sich auch antun, noch einmal in den chancenlosen Kampf gegen Dieter Reiter zu ziehen? Jetzt wissen wir: Er tut es gar nicht. Auch für Vertraute überraschend erklärte Schmid in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz, 2018 für den Landtag kandidieren zu wollen. Er sei Lokalpolitiker aus Leidenschaft, die Entscheidung sei ihm schwergefallen,. „Mit 48 ist es jedoch Zeit, noch einmal ein neues politisches Kapitel aufzuschlagen.“ Aber vom Bürgermeister und Wiesn- Chef zum Landtags-Hinterbänkler? Geht man diesen Schritt wirklich freiwillig? Viele Beobachter glauben, dass Schmid sich nicht lange mit einem einfachen Landtags-Mandat aufhalten wird. Vertraute versichern allerdings, es gebe keine Absprache mit Vielleichtbald-Ministerpräsident Markus Söder, dessen erklärter Unterstützer Schmid ist. Und ohnehin: Schmid würde hoch pokern, wenn er nur auf die Söder- Karte setzte – schließlich weiß in diesen Wochen keiner so genau, wie es an der Spitze der CSU weitergeht. Doch Schmid hat seinen Rückzug aus dem Rathaus angekündigt – und ein Zurück ist nicht vorstellbar. Zwar hat er erklärt, sollte es mit dem Landtag doch nicht klappen, bis zur Kommunalwahl 2020 Bürgermeister bleiben zu wollen. Doch er wäre ein geschwächter Bürgermeister. Und sicher nicht noch einmal OB-Kandidat. Doch Schmid wird eh ins Maximilianeum einziehen. Selbst eine geschwächte CSU hievt einen Bürgermeister im schwarzen Münchner Westen locker in den Landtag. Bleibt die Frage, wer dann Bürgermeister wird. Nach Schmids überraschendem Rückzug fiel in der CSU ernsthaft immer wieder der Name Hans Podiuk. Das Rathaus-Schlachtross, mittlerweile jenseits der 70, könne doch nochmal einspringen, hieß es. Doch inzwischen ist klar: Das geht nicht. Auch für Zweite Bürgermeister gilt eine Altersgrenze von 65. Damit läuft wohl alles auf CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl hinaus, den Chef des Jagd- und Fischereimuseums. Schmid hat sich in seinen Jahren im Amt durchaus glaubwürdig für die Community eingesetzt, kam nicht nur regelmäßig zum CSD, sondern forderte etwa auch relativ früh öffentlich ein volles Adoptionsrecht für Schwule und Lesben. Pretzl wird sicher nicht demonstrativ hinter diese Politik zurückfallen, er ist Schmid-Schüler, hat den liberalen Kurs immer mitgetragen. Trotzdem ist denkbar, dass er sich dem Thema weniger annimmt als Schmid, für den die Szene durchaus zu einer Herzensangelegenheit geworden war. So trug die CSU auch eine sichere Unterbringung für LGBT-Flüchtlinge mit. Doch umgesetzt ist das Projekt immer noch nicht. „Es geht nicht voran“, schimpft etwa Grünen-Stadtrat Dominik Krause dieser Tage. Schon jetzt sei außerdem klar, dass mit viel zu wenigen Plätzen geplant worden sei. Es gibt weiter viel zu tun für die Szene-Politiker im Rathaus.

Das Deutsche Theater München, Howard Panter für Rocky Horror Company Limited und Ralf Kokemüller für BB Promotion GmbH präsentieren FOTO: WILFRIED HÖSL STAATSOPER Es werde Licht Während der Theaterferien hat sich viel bei der Bayerischen Staatsoper getan. Es wurden jedoch nicht nur im Inneren neue Stücke geprobt, sondern die Freunde des Nationaltheaters e. V. und Osram haben sich zusammengeschlossen und die Außenbeleuchtung erneuert. Durch die neue LED-Fassadenbeleuchtung erstrahlt das klassizistische Gebäude in bislang ungekanntem Glanz. „Eine gute Beleuchtung ist wie die Maske im Film oder im Theater: Sie ist ein Verwandlungskünstler und weckt Emotionen“, so Dr. Olaf Berlien, Vorsitzender von Osram. Auch laut Staatsintendant Nikolaus Bachler werde mit der Beleuchtung ein Beitrag zur Verschönerung des Max-Joseph-Platzes erreicht. *ml 20.02. - 18.03.18 www.deutsches-theater.de | www.rocky-horror-show.de * Änderungen vorbehalten

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.