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LEO August/September 2019

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20 POLITIK FOTO: ANDREAS

20 POLITIK FOTO: ANDREAS GREGOR KOLUMNE VON FELIX MÜLLER WAHL 2020: Rosa Liste für Katrin Habenschaden AZ-Lokalchef Felix Müller schreibt in seiner kommunalpolitischen Kolumne über die Wahlempfehlung der Rosa Liste für die OB-Wahl, die Forderung nach einer zentralen Unterkunft für queere Geflüchtete – und einen überraschenden Neuzugang in der SPD. „Christian, Christian“, riefen die Leute am Straßenrand, als Christian Ude 2013 das letzte Mal als Oberbürgermeister den CSD anführte. Der Mann war in der Community beliebt. Und wurde bei seinen Wahlen auch explizit von der Rosa Liste unterstützt. Die trat zwar für den Stadtrat stets mit eigener Liste an (und arbeitete dann mit den Grünen in einer Stadtratsfraktion zusammen), rief aber bei der OB-Wahl dazu auf, für den SPD-Mann zu stimmen. 2014 reichte es im Rathaus nicht mehr für die rot-grün-rosa Koalition. Rosa-Liste- Stadtrat Thomas Niederbühl drohte, die Fraktionsgemeinschaft mit den Grünen aufzukünden, wenn die mit der CSU koalieren würden. Dazu kam es letztlich aber nicht. Dafür schmiedete der neue SPD-OB Dieter Reiter ein Bündnis mit der CSU. Und 2020? Kann er nicht mehr auf Wahlhilfe der Rosa Liste hoffen. Die war sich recht schnell einig, keinen eigenen OB-Kandidaten aufzustellen. Thomas Niederbühl sagt, er fände es nicht sinnvoll, weil man damit ernsthaft aussichtsreichen Kandidaten Stimmen wegnehme. Aussichtsreich findet die Rosa Liste dieses Mal aber die Grüne Katrin Habenschaden – und ruft nun explizit zu deren Wahl auf. „Katrin Habenschaden steht als Stadträtin und grün-rosa Fraktionsvorsitzende authentisch und kompetent für ein buntes und queeres München“, heißt es in einer Mitteilung der Rosa Liste. Niederbühl betont, die Empfehlung richte sich nicht gegen Dieter Reiter. Mit dem komme er gut klar. Aber man habe sich für Habenschaden entschieden. Die Grüne selbst betonte kürzlich in der AZ, sie wolle auch nach der Wahl 2020 die Fraktionsgemeinschaft mit der Rosa Liste fortführen. „Und das sehr gerne mit einer noch stärkeren Rosa Liste.“ In München gäbe es in der Queerpolitik immer noch viel zu tun, sagte sie. Als ein wichtiges Thema nannte sie die Situation schwuler und lesbischer Flüchtlinge. Auf die will in den kommenden Monaten auch ihr Münchner Grünen-Parteichef Dominik Krause verstärkt aufmerksam machen. Ein paar Wohnplätze eigens für queere Geflüchtete hat die Stadt (in Wohnungen) eingerichtet. Doch das findet Krause nicht genug. So wie das SUB, das eine eigene Online-Petition an die (eigentlich für das Thema verantwortliche) Staatsregierung gerichtet hat. „Geschützte Unterkünfte für LGBTI*-Geflüchtete in Bayern" heißt die Petition. Krause sagt: „In den Flüchtlingseinrichtungen gibt es weiter homophobe Vorfälle. Natürlich gibt es die Sorge, dass man in zentralen Unterkünften für queere Geflüchtete die Leute angreifbarer macht. Aber es gibt solche Einrichtungen sogar in Sachsen. Das wird doch in München auch möglich sein.“ Krause sagt, man dürfe die Staatsregierung nicht aus der Pflicht lassen. „Aber wenn sie nichts machen, dann sollte die Stadt in München ein Pilotprojekt schaffen.“ Unterdessen hat die SPD, die in diesen Zeiten ja selten Grund zur Freude hat, einen überraschenden Neuzugang verpflichtet. CSU-Stadtrat Marian Offman, der wie kaum ein anderer Münchner CSUler für eine bunte Stadt stand, ist im Rathaus zur SPD-Fraktion übergelaufen. Zuvor war er in seinem Ortsverband in Bogenhausen nicht mehr für die nächste Stadtratsliste vornominiert worden. Nun also tritt der Sozialpolitiker für Dieter Reiters SPD an. FOTO: PRIVAT

KULTUR 21 SHOW Circus Theater Roncalli – Storyteller 2018 gestartet, gastiert Bernhard Paul's neuestes Werk „Storyteller – Gestern, Heute, Morgen“ vom 17.10 bis zum 17.11. in München. Bereits über eine halbe Million Zuschauer erlebten das faszinierende Programm zwischen Nostalgie und Moderne, das in die Circus-Geschichte entführt. So spannt „Storyteller“ den Bogen von der Entstehung des Circus vor 250 Jahren bis zum Einsatz moderner Technologie – und verzichtet dabei völlig auf den Einsatz von Tieren. Mit einer 360°-Holographie präsentiert das Circus-Theater Roncalli eine Weltneuheit in der Manege: Mit Hilfe von 11 Laserbeamern werden stimmungsvolle Bilder in das Zelt projiziert und eine perfekte Illusion kreiert. Der Roncalli-Zauber entfaltet dadurch neue Facetten und bleibt dennoch seiner poetisch-nostalgischen Form treu. Clowns, Akrobaten und internationale, preisgekrönte Artisten bilden das Herzstück der Roncalli- Inszenierung. Eine absolute Premiere feiert Ulik Robotic (Foto) mit seiner faszinierenden Symbiose von Mensch und Maschine. Die mechanischen Bewegungen verschmelzen mit der Akrobatik des Künstlers in einem harmonischen Rhythmus und sind eine Hommage an Charlie Chaplin’s „Modern Times“. Eine weitere Neudeckung von Bernhard Paul, dem Roncalli-Gründer und -Direktor, ist Antonio Vega aus Mexiko, der als „Chistirrin“ einen Clown aus einer Mischung von Till Eulenspiegel sowie Max und Moritz verkörpert. Bereits in der vierten Generation Clown, spielt er zwölf Instrumente, fährt Einrad, schlägt Flicflacs, tanzt, singt und saust als Trapezakrobat durch den Zirkushimmel. Ein großes Spektakel! Wer staunen und sich verzaubern lassen möchte, sollte sich jetzt Tickets sichern. *mp FOTO: CIRCUS-THEATER RONCALLI Ulik Robotic – eine Zeitreise in die Zukunft der Akrobatik. Ein Roboterarm und ein Artist zeigen ein Pas de Deux der modernen Neuzeit. 17.10. – 17.11., Circus Theater Roncalli – Storyteller, München (Ort bitte der Website entnehmen, wenn bekannt gegeben), Circuskasse ab Premiere tägl. von 10 – 20 Uhr geöffnet, Tickets und Infos über 089 21231944 und www.roncalli.de Bei uns finden Sie alles rund um die Tracht für den Mann Dirndl Truhe München Lindwurmstraße 15 | 80337 München Tel. 089 26 54 54

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.