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Leo August 2016

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5 FRAGEN AN ... ... Miss

5 FRAGEN AN ... ... Miss Piggy – die Münchner Travestie-Legende feiert 66. Geburtstag FOTO: BERND MÜLLER IM BEKANNTEN SONG VON UDO JÜRGENS FÄNGT DAS LEBEN MIT 66 JAHREN AN. GILT DAS AUCH FÜR DICH? Für mich ist das Alter nicht so wichtig. Jetzt gerade ist mein Leben schön. Ich bin agil, gut drauf, gesund und positiv eingestellt. Gerade rund um diesen Geburtstag mache ich etwas mehr Pausen und genieße mein Leben. NACH SO VIELEN JAHREN IM TRAVE- STIE-BUSINESS: WARUM MACHT DER JOB IMMER NOCH SPASS? Ich liebe es, das Publikum zu unterhalten, dessen Freude an dem, was ich tue, und den Erfolg. Dass die Leute mich noch immer sehen wollen, ist das Wichtigste. VIELE BEKLAGEN DAS SZENESTERBEN – WIE SIEHST DU DIESE ENTWICKLUNG? Ich finde sie alarmierend und sehr schade, aber die Zeiten ändern sich. Einen großen Anteil an der Veränderung haben die Internet-Plattformen, auf denen man sich schnell verabreden kann. Dadurch gehen die schwulen Männer weniger aus, und das wiederum schadet der Gastro sehr. GIBT ES EINEN BERUFLICHEN TRAUM, EINE ROLLE ODER EINEN AUFTRITT, DEN DU DIR ERFÜLLEN MÖCHTEST? Beruflich ist mein Traum eigentlich nur, gesund zu bleiben und noch viele schöne Auftritte zu haben. Darüber hinaus würde ich mir wünschen, dass die Menschen in unserer Szene, egal woher sie stammen, friedlich und respektvoll miteinander umgehen. WAS ERWARTET DIE GÄSTE DEINER GE- BURTSTAGSGALA AM 12. AUGUST? Im Oberangertheater wird es ab 18:30 Uhr ein großes Büfett geben, 14 Künstler treten auf. Von Travestie über Musical bis zu internationalem Schlager wird alles dabei sein. Es wird sicher ein wunderschöner Abend, dessen Erlöse natürlich an meine Stiftung „Help for Kids“ gehen. •Interview: Bernd Müller FOTO: 2015 A.U.G.E. – MASSIMO FIORITO Viehhof-Kino SOMMER FÜR CINEASTEN Von wegen, Sommer ist keine Kinozeit. Gleich mehrere Münchner Open-Air-Events laden zu Filmspaß unter freiem Himmel. Allerdings ist das, was dort gezeigt wird, nicht immer sehr originell, handelt es sich doch meist um publikumswirksame Blockbuster. Nicht so im Viehhof-Kino: Mitten im Schlachthofviertel zeigt man hier Sehenswertes, das es nicht immer in die Spitzen der Kinocharts geschafft hat. Ausnahmen bestätigen die Regel, wenn zum Beispiel am 13. August das Oscarprämierte Transgenderdrama „The Danish Girl“ zu sehen ist. Auch im (überdachten) Programmkino gleich nebenan kommen Cineasten auf ihre Kosten, wo in Zusammenarbeit mit den City Kinos („MonGay“) eine zweite Leinwand mit außergewöhnlichen und extravaganten Filmen bespielt wird. •bm www.viehhof-kino.de

11 Magnus' München FOTOS: OLIVER HAAKER Auf Kul(t)-Tour mit WINNIE UND MUTTI BÄREN, SEEFAHRER UND KLEINE BILDER Die Kultur geht in die Sommerferien und wir gehen mit: Aber erst schauen wir noch einmal zurück, was die Bühnen und Museen in München so geboten haben in der vergangenen Spielzeit. Und wo wir nicht überall waren: in der Bayerischen Staatsoper, im Gasteig, im Prinzregententheater, im Gärtnerplatztheater, im Deutschen Theater und im Lenbachhaus. Ein ganz schön straffes Programm hatten wir uns da aufgeladen, aber eines können wir jetzt schon sagen: es hat sich gelohnt! Barock ging es rein ins Jahr 2016, mit Bach und Händel bei den Münchner Philharmonikern im Gasteig, die unter der Leitung von Dirigent Ton Koopmann die Ohren verwöhnten. Aber auch die Augen kamen dabei nicht zu kurz: Dieser adrette junge Notenumblätterer beschert uns heute noch den ein oder anderen warmen Gedanken. Das war natürlich nicht unser einziger Besuch im Gasteig: Bruckner gab es noch und Prokofiev. Großartig, zischend, prustend, wippend und schnaubend, geleitet von Valeri Gergiev und seinem sehr kleinen Taktstock. Den Maestro – oder heißt das bei Russen Maestroijka? – durften wir im Anschluss noch in seiner Umkleide besuchen und ein Foto machen. Deutlich mehr Bewegung mit genauso schöner Musik gab es dann in der Staatsoper, wo wir einen Ballettabend von Georges Bizet, Jerome Robbins und Aszure Barton angeschaut haben. Ein toller Abend mit einem noch tolleren Bühnenbild, einem, grob geschätzt, mindestens 500 Kubikmeter großen Plüschbären auf der Bühne. Ob das dann Adam war? Jedenfalls scheint er seine Größe auf Kosten des Ensembles erreicht zu haben: die waren nämlich alle ein bisschen dürr. Da sie das aber nicht vom Springen und Tanzen abgehalten hat, wollen wir mal nicht so sein. Aber als Mutti sorgt man sich halt immer um die jungen Dinger! Mit Illusionen – wie Schwanensee haben wir die Ballett-Saison für uns beendet und können das nächste Ballett gar nicht mehr erwarten. Vielleicht versuchen wir uns im Sommer auch an der ein oder anderen Hebefigur, zum Beispiel die Klassiker „Schwebender Prosecco“ oder „Tänzelnde Champagner-Flöte“. In der Staatsoper gab es aber natürlich nicht nur Ballett sondern auch – wer hätts gedacht – Oper; genauer gesagt: Richard Wagners „Der Fliegende Holländer“ und „Manon Lescaut“ von Giacomo Puccini. Ein schönen Gegensatzpaar, da der brausende, wuchtige, großartige Holländer; auf der anderen Seite, der verspielte, etwas verkitschte Puccini. Gefallen hat uns aber beides, vor allem die Solisten waren hüben wie drüben hervorragend und auch die Chöre, ob als Astronauten-Pumuckl oder als bärbeißige Seefahrer, waren toll. Wirklich schmachten durften wir dann bei „Viktoria und ihr Husar“ am Gärtnerplatz und bei „Carmen Assassinée“ im Prinzregententheater. Was wurde dort geliebt und gelitten und wir mitten drin. Vor allem das Husarenstück hat uns gefallen: Dieser schneidige Rittmeister, die schöne Gräfin und die wunderbaren Kostüme und Bühnenbilder haben uns wirklich begeistert. Vielleicht schauen wir da jetzt öfter vorbei. Ins Deutsche Theater haben wir es in der letzten Spielzeit auch geschafft, wo u.a. ein Kreuzfahrtschiff vor Anker lag, das Udo Jürgens-Musical „Ich war noch niemals in New York“, aber auch das Musical „Chicago“. Es waren schöne und unvergessliche Abende. Wir freuen uns auf die nächsten Shows. Um unseren Ohren mal eine kleine Pause zu gönnen haben wir auch mal im Lenbachhaus vorbeigeschaut. Der Blaue Reiter war angeblich zurückgekommen – gesehen haben wir ihn nicht. Eine gelbe Kuh, ein blaues Pferd und überhaupt viele Tiere, aber weit und breit keine Reiter und schon gar kein blauer, nur Stadträte und auch die alle nüchtern! Schön war es trotzdem, auch wenn die Bilder für unsere alten Augen fast ein bisschen zu klein waren. Jetzt verabschieden wir uns aber endgültig in die wohlverdienten Ferien. Wir müssen ein bisschen Kraft tanken, damit wir uns im Herbst für euch wieder in den Münchner Kulturdschungel stürzen können. Darauf freuen wir uns jetzt schon wieder, und sind sehr gespannt was uns in der nächsten Spielzeit geboten wird. Eure Winnie& Mutti

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