Aufrufe
vor 1 Jahr

hinnerk Oktober/November 2021

  • Text
  • Menschen
  • Hamburg
  • Zeit
  • Musik
  • Oktober
  • Maske
  • Wirklich
  • Album
  • Gesundheit
  • Mann
  • Hinnerk
  • Wwwmaennermedia

34 GESUNDHEIT FOTO:

34 GESUNDHEIT FOTO: TORSTEN SCHWICK SEX WÄHREND CORONA Das Coronavirus wird vorwiegend durch eine Tröpfcheninfektion übertragen. Schon beim Anhusten, Anhauchen, Anniesen oder Ansprechen kann es zu einer Ansteckung kommen. Daher ist weiterhin Vorsicht geboten, besonders beim Sex. Worauf wir dabei achten sollten, fragten wir Dr. Christoph Spinner, Oberarzt und Pandemiebeauftragter im Klinikum rechts der Isar. Hallo Herr Dr. Spinner, seit über einem Jahr hat uns Corona nun fest im Griff. Leider auch unser Sexualleben. Was raten Sie sexuell aktiven Männern? Vor allem besonnen zu bleiben. Sex ist und bleibt auch in der Pandemie ein Grundbedürfnis. Hierbei muss jeder Mensch für sich selbst entscheiden, wieviel Risiko in Bezug auf sexuelle übertragbare Infektionen, HIV oder Covid- 19 eingegangen werden soll. Gerade aus sozialen und psychologischen Gründen ist es wichtig, sich aus dem sozialen und sexuellen Leben nicht vollständig zurück zu ziehen. Erfreulicherweise bieten viele Behandlungszentren auch in der Pandemie weiterhin Beratung und Therapie an. Wie können wir uns am Besten vor Corona beim Sex schützen? Sex ist ein intimes Unterfangen - und das ist auch gut so. Deshalb kann man sich bei intimen Kontakten auch nicht restlos vor einer SARS-CoV-2 Übertragung schützen. Dennoch lässt sich das Risiko minimieren, indem man zum Beispiel auf Kontakte verzichtet, während Symptome einer Covid-19 Erkrankung bestehen oder während ein Risiko einer Infektion in den letzten 14 Tagen vorlag. Es lohnt sich auch, mit seine*m Sexualpartner*in offen über Covid-19 zu sprechen. Am besten ist es natürlich sich rasch gegen Covid-19 impfen zu lassen, soweit das möglich ist. Wenn wir alle geimpft sind, ist dann der Weg wieder frei für ein ausschweifendes Sexualleben? Die Impfung reduziert sowohl das Risiko einer SARS-CoV-2 Übertragung als auch das Risiko schwerer Verläufe. Wir werden nach Erreichen der Herdenimmunität, also der Impfung von über 70% der Bevölkerung nicht sofort auf alle anderen Maßnahmen zur Pandemiekontrolle verzichten können. Aber je schneller und je mehr Menschen geimpft sind, desto schneller wird die Rückkehr zur gewohnten „Normalität“ möglich sein. In Berlin und Köln sprachen wir mit einigen HIV-Schwerpunktpraxen am Anfang der Pandemie, die Ansteckungen von Geschlechtskrankheiten sind, entgegen der Erwartungen, nach oben gegangen. Wie ist die Situation in München? Wir haben in der gesamten Pandemie versucht, Diagnostik und Therapieangebote für STI, PrEP und HIV aufrechtzuerhalten. Auch wir haben beobachtet, dass die Infektionszahlen mit STIs stabil geblieben sind. Dieser Umstand zeigt aber auch, wie wichtig sexuelle Gesundheit und medizinische Angebote gerade in der Pandemie sind. Entstigmatisierender Umgang mit Covid-19 ist aus meiner Sicht genauso wichtig wie mit HIV. Die beiden Pandemien haben in diesem Punkt vieles gemeinsam. Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, Ismaninger Str. 22, 81675 München, www.mri.tum.de

www.männer.media immer aktuell informiert

Unsere Magazine

Regionalseiten
männer* – das queere Onlinemagazin

Unsere News

About us

blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.