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hinnerk Oktober / November 2020

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MUSIK INTERVIEW KATY PERRY: Alles wird gut! FOTO: L. VOLOSHIN Seit 2011 gehört Katy Perry laut Forbes zu den Bestverdienenden unter den Musikerinnen: mit eigener Modelinie, Label und einem Platz in der Jury von „American Idol“. Auch ihre Schwangerschaft und die Corona-Pandemie waren kein Grund für die 35-Jährige, sich zurückzulehnen. Im Gegenteil: Perry entpuppte sich in den letzten Monaten als der am härtesten arbeitende Popstar. Aus gutem Grund: ihr fünftes Studioalbum „Smile“. Wir sprachen mit Perry via Zoom. Katy, für deinen Auftritt bei der LGBTQ*-Benefiz-Veranstaltung „Can’t Cancel Pride“ hast du deine Hits „I Kissed A Girl“, „Peacock“, „Walking on Air“ und „Swish Swish“ zu einem Medley remixen lassen. Bändelst du jetzt mit der Dance- Szene an? Es gab im Laufe der Jahre eine ganze Reihe toller Remixe meiner Songs. Ich habe mit DJs wie Calvin Harris und Zedd kollaboriert. Elektrogrößen wie Tiësto, Oliver Heldens, R3HAB, Benny Bennassi und Kaskade remixten meine Lieder. Und für das Festival war das ein Statement: Vieles wird gerade abgesagt, aber Dance-Remixe kann niemand canceln! Im Übrigen bin ich diesen Sommer auch beim digitalen „Tomorrowland“ aufgetreten, das ein EDM-Festival ist. Ich fand immer, dass die Künstler, die dort auflegen, zu den Coolsten gehören. Ich will auch immer gerne cool sein. Also winselte ich: „Bitte nehmt mich auf in euren Klub!“ Sie haben mein Flehen erhört. David Guetta war auch dabei. Den kenne ich schon lange. Es dürfte fast zehn Jahre her sein, dass David mir seinen Song „Titanium“ schickte. Auf der Demoversion sang bereits Sia das Stück. Ich erinnere mich genau, wie ich es mir im Flugzeug anhörte und dachte: Oh mein Gott, dieser Song ist so gut. Wer ist die Person, die da singt? Das ist ein Hit. David, du musst verrückt sein. Pack nicht mich auf die Platte – behalte Sia auf dem Track! Genau das schrieb ich ihm via E-Mail. Der Rest ist Musikgeschichte. Beim „Tomorrowland“ bist du als Clown mit orangefarbener Perücke aufgetreten. Eine Anspielung auf Trump? An den hab ich dabei nicht gedacht. Ich werde orangefarbene Haare nicht von meiner Palette an Haarfarben streichen wegen dieser einen Person! Meine Schwester hat auch diese Haarfarbe, es wäre eine Beleidigung für sie. Selbst Trump kann die Farbe Orange nicht für sich allein beanspruchen. Du forderst deine Gefolgschaft über soziale Medien auf, von ihrem Stimmrecht bei der US-Wahl Gebrauch zu machen. Bei über 104 Millionen Instagram-Followern dürftest du einen gewissen Einfluss haben. Es ist ein interessantes Jahr, denn uns Millennials und überhaupt allen steht die wichtigste US-Wahl bevor. Das habe ich zwar schon vor vier Jahren gesagt, aber diesmal meine ich es noch ernster. Auf die jungen Menschen kommt es an! Wir leben in Zeiten des Umbruchs. Glaubst du angesichts solcher Bewegungen wie LGBTIQ* und Black Lives Matter an eine bessere Zukunft? Ich bin eine hoffnungsvolle Optimistin. So ungemütlich und intensiv und chaotisch die Zeit gerade auch ist, ist sie dennoch notwendig, damit sich etwas bewegt. Ich bin dankbar, dass dadurch vieles an die Oberfläche kommt. All die schlechten Dinge entblößen sich gerade selbst. Das wirklich Beängstigende ist doch das, was nicht sichtbar ist für alle und unter den Teppich gekehrt wird. Für mich geht es darum, zuzuhören, zu lernen und denen eine Stimme zu geben, die sich auskennen. *Interview: Katja Schwemmers Das ganze Interview gibt es auf männer.media

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.