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hinnerk Oktober / November 2020

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Seit 1993 ist hinnerk DAS (erst schwule) und heute queere Magazin für Hamburg und Norddeutschland.

eLIFE Liebe Queers, alle

eLIFE Liebe Queers, alle Zeichen stehen wieder auf Neustart. Nachdem das erste halbe Jahr 2020 durch die Corona-Pandemie von Leid, Angst, Stillstand, Tod und Trauer geprägt war, geht es nun darum, wieder ohne Angst und mit neuem Wissen (und neuen Verhaltensweisen) nach vorne zu blicken. Im Januar 2021 lädt dazu die imm cologne in Köln ein, innovatives Wohnen zu entdecken. Aber nicht nur am Rhein, überall tut sich Spannendes und Hilfreiches für einen sicheren, entspannten und veränderten Alltag. Wir haben für dich in unserem Special einen großen Schwung News und Projekte zusammengestellt, die dich einstimmen sollen auf ein smartes 2021. *rä FOTO: ISTSOCKPHOTO.COM/KUPICOO MESSE imm cologne und LivingKitchen Ein interaktives Ideenfestival für die Lebenswelt von morgen in einer digital geprägten Zukunft. Überall auf der Welt sucht man nach innovativen Wegen, um den wirtschaftlichen Neustart zu pushen. Neuester Beitrag der Koelnmesse anlässlich des 2021er Messe- Doppels imm cologne und LivingKitchen ist der Connect Hub. Als Herzstück der neuen Halle Connect soll er ein Katalysator für die Erschließung neuer und branchenübergreifender Geschäftspotenziale für vernetztes Wohnen & Leben werden. Als interaktive Innovationswerkstatt und als Messeplattform für Networking, Wissenstransfer und Teambuilding lädt der Connect Hub Aussteller und Besucher ein, gemeinsame Lösungen zu entwickeln. SCHNITTSTELLE UND PLATTFORM Der Connect Hub bildet das kommunikative Zentrum und pulsierende Herzstück der im Rahmen des Masterplans Koelnmesse 3.0 neu errichteten und pünktlich zur imm cologne 2021 fertigen Halle 1plus. Unter dem Titel Connect dient die Halle während imm cologne und LivingKitchen als Plattform für vernetztes Wohnen & Leben. Hier werden nicht nur innovative Geräte- Technik und smarte Anwendungen zur Vernetzung der Küche und des Hauses präsentiert – Connect ist auch die Schnittstelle zu den Branchen Energiemanagement, Mobilität, Logistik, Telekommunikation, Healthcare, Technology und Kultur. Als weiteres Highlight zeigt das Connected Home eine realistische Umsetzung von Smart-Home-Technologien für Architektur und Einrichtung in inszenierten Wohnwelten. „Die Einrichtungsmessen imm cologne und LivingKitchen haben sich schon immer als Diskussionsplattformen zur Klärung von Zukunftsfragen gesehen und entsprechende Formate initiiert“, führt Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement für die Themen Möbel, Einrichten und Design bei der Koelnmesse, an. 18. – 24.1.2021, www.facebook.com/ immcologne, www.koelnmesse.de

E-SCOOTER MOBILITÄT CANCEL CULTURE: eLIFE Das war wirklich ein grandioser Fehlstart. Kein Wunder, es war ja auch ein Herzensprojekt von Pannenminister Andreas Franz Scheuer von den Christsozialen der Unionsfraktionsgemeinschaft. Die Einführung der überall auf der Welt schon erfolgreich rollenden E-Scooter in Deutschland war so chaotisch, dass sie beinahe eine Totgeburt wurde und den Ruf der kleinen Flitzer nachhaltig zerstörte. Zu unrecht, meint unser Autor. Auf einmal waren sie überall. Nachdem wochenlang über Helmpflicht und Höchstgeschwindigkeiten gestritten wurde, glich es einer Invasion. In den Großstädten machten alienartige, langhalsige und mit seltsam leuchtenden Organen auf Menschenbrusthöhe ausgestattete Stolperfallen, binnen weniger Stunden Spaziergänge zu einem Hürdenlauf. Bereits nach wenigen Tagen dieses Masseneinfalls in die gentrifizierten Innenstädte, hatte die Spezies Mensch sich der Eindringlinge aber bemächtigt und besonders ihre Ausprägung des Partytouristen lief zu halsbrecherischer akrobatischer Höchstform auf, beim Versuch, die von Zauberkraft angetriebenen Metall- und Plastikfolen zu bändigen. Jede Nacht dann das gleiche gespenstische Schauspiel: Eine Armee von Kleintransportern sammelte die E-Scooter genannten Gegenstände ein und spuckte im Tausch neue aus. Besoffene wie besorgte Bürger erklärten dem Treiben umgehend den Krieg, immer wieder sah man schrecklich malträtierte Exemplare der Sorten TIER oder Lime am Straßenrand, in Brunnen oder gleich auf Mülleimern liegen. In der Folge entbrannte über die doch eigentlich ganz unschuldig wirkenden Wesen ein Shitstorm sondergleichen und der Autor dieses Textes stimmte munter mit ein. Ökobilanz, Billiglöhner, Wegwerfgesellschaft – die Kapitalismuskritik einer ganzen Gesellschaft wurde auf dieses unnütz erscheinende und von Andy B. Scheuer(t) geförderte Vehikel projiziert. Vieles davon ist im Grunde auch korrekt, denn ökologisch nachhaltig werden E-Scooter wohl kaum laufen, wenn dieselgetriebene Kleinlaster sie einsammeln und mit konventionellem Kohlestrom füttern. Die Fahrer der Kleinlaster ihren Dienst am Share-Economy-Hype als Soloselbstständige für Centbeträge verdingen zu lassen, ist ebenfalls eine Pervertierung des Gedankens Nachhaltigkeit. Aber. Nein, nicht so ein Aber. Es kam ja Corona. Und da in jeder Krise ... es muss dieser Satz nicht zu Ende geschrieben werden. DIE ZWEITE CHANCE Weil der öffentliche Nahverkehr schon im Wortsinne zu Volksseuchenzeiten noch unattraktiver erscheint, als er es in Autodeutschland eh ist, fingen besonders die eben noch laut fluchenden E-Scooter- Verächter – der Autor wieder inkludiert – an, sich noch mal etwas eingehender mit dem/den kleinen Gefährten zu befassen. Und was soll man sagen: 20 Kilometer pro Stunde ist ungefähr das, was ein geübter Radler in der Stadt schafft, nur, dass jener ziemlich verschwitzt am Ziel ankommt. Zudem ist ein Rad viel pflegebedürftiger, als zum Beispiel so ein TIER von Roller, das mit rund 600 Euro aus dem zerstörerischen Ausleihzirkus herausgekauft werden kann und dann mit gesundem Ökostrom aufgepäppelt, seine Dienste nur noch einem Herrn (m/w/d) andient und dies nahezu unkaputtbar. Mit einer Reichweite von rund 30 Kilometern ist eigentlich jedes innerstädtische Ziel gut errollerbar und zumindest der Autor tut exakt dies inzwischen täglich – mit steigender Freude. Probiert es mal aus. *ck FOTO: MAREK RUCINSKI / UNSPLASH / CC0

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.