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hinnerk Oktober / November 2020

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Seit 1993 ist hinnerk DAS (erst schwule) und heute queere Magazin für Hamburg und Norddeutschland.

26 NORDDEUTSCHLAND

26 NORDDEUTSCHLAND Community QUEERFILM FESTIVAL BREMEN Corona sei Dank, steht das Queerfilm Festival Bremen (6. – 11.10.) dieses Jahr unter dem Motto: Wir machen‘s mal anders! Altbekannte Termine und Strukturen wurden über den Haufen geworfen. Freut euch auf sechs queere Perlen der diesjährigen Filmauswahl. Da die Kinosäle aus den bekannten Gründen nicht voll besetzt werden können, werden alle Filme im CITY 46 gleichzeitig in Kino 1 und 2 und einige Filme doppelt an unterschiedlichen Tagen gezeigt. Neben dem Programm im CITY 46, habt ihr die Möglichkeit, den Eröffnungsabend und einen weiteren Film im Kunst- & Kulturverein Spedition mit dem Teamzu feiern. Maske und Vorhang auf! www.queerfilm.de PERLEN HANNOVER Das Queer Film Festival Hannover zeigt vom 16. bis 24. Oktober 2020 erstmals an 9 Tagen insgesamt 26 Vorstellungen mit Spielfilmen, Dokumentarfilmen und Kurzfilmprogrammen im Kino im Künstlerhaus Hannover. Das Orga-Team hat sich bewusst entschieden, die 24. Ausgabe des Queer Film Festivals Hannover trotz Pandemie live und im Kinosaal auszurichten. Die PERLEN weichen nicht vollständig in ein Online- Format aus, wie es ja viele Filmfestivals während des Lockdowns tun mussten oder noch für den Herbst planen. www.filmfest-perlen.de FOTO: JEREMY YAP /UNSPLASH FOTO: M. RÄTZ BREMEN EVANGELIKALE UMTRIEBE Der CSD Bremen hat in diesem Jahr ganze Arbeit geleistet und einen ganzen Sumpf fundamentalchristlicher Homo- und Transphobie offengelegt. Neben der inzwischen von der Staatsanwaltschaft angenommenen Anzeige wegen Volksverhetzung gegen Pastor Olaf Latzel, machte der Verein bei seiner Demonstration auf das Schicksal von Max aufmerksam, der davon berichtet, an der „Freien evangelischen Bekenntnisschule Bremen (FEBB)“ als wegen seiner Transsexualität aufs Übelste gemobbt worden zu sein. Auch hier ermitteln nun Polizei und Staatsanwaltschaft. Besonders die Schulbehörde und ihre politische Leitung muss sich unangenehme Fragen gefallen lassen. Sie konnte gegenüber dem CSD keine Angaben über Vorfälle von Homound Transphobie machen, weil es dazu schlichtweg weder anlasslose Kontrollen, noch eine Statistik gibt. Dies sei auch „dem Selbsverständnis nach“ keine Aufgabe der Schulbehörde, sie verweist auf Informationsmaterial für Lehrkräfte, Eltern und Schüler, dass sie herausgiebt. Der CSD Bremen ruft daher dazu auf, sich als mögliches weiteres Opfer solcher Vorgänge vertrauensvoll an ihn zu wenden: „Wir rufen deshalb alle, die etwas dazu zu sagen haben, auf, sich bei uns zu melden. Du kannst uns eine E-Mail an schule@csd-bremen.org schreiben oder uns unter 0421 / 40 888 050 anrufen.“ Ein prominentes Opfer von evangelikaler Transphobie ist Julia Monro. Sie ist Trans*aktivistin bei der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e. V. (dgti), kümmert sich bei Transkids.de um Jugendliche und ist gefragte Gesprächspartnerin, wenn es um Konversionsverfahren mit evangelikalem Background geht. hinnerk erreichte die studierte Theologin zu Hause in Koblenz und fragte nach, warum „40 Jahre TSG“ kein Jubeljubiläum ist. Was steht in puncto Geschlechterbilder, Abstammungs- und Familienrecht noch alles auf der Agenda? Auch zu Pastor Olaf Latzel hat Monro eine eindeutige Meinung, die sie auch aus ihrer persönlichen Lebensgeschichte in einer evangelikalen Gemeinde ableiten kann. *ck Zum Interview: www.maenner.media/ topics/evangelikale/

AUSSTELLUNG Queere Kunst in Hannover Die womöglich queersten VIPs der Musikwelt treffen hier auf von der Community heiß geliebte Sterne. Stefan Merkt zeigt gerade seine „Musikbox“ im Café Konrad in Hannover. NORDDEUTSCHLAND 27 Mit dabei ist natürlich die Künstlerin, die Disco groß machte, Donna Summer, der queere Rock-Popper Freddie Mercury von Queen, DIE Schock-Dragqueen Divine (großes Bild ganz oben, ihre Filme mit John Waters sind legendär ...), „Mother Christmas“ Mariah Carey und auch David Bowie – um nur einige der von Stefan Merkt mithilfe von Briefmarken zu Pop-Art veredelten Größen zu nennen. Seit 1989 sammelt, klebt und pinselt Stefan Merkt fleißig Briefmarken und eigene Kunst zu einem bunten Ganzen namens Stampagen (diese Bezeichnung wurde 1991 für seine Kunst erfunden). In Köln gründete Stefan Merkt die Galerie „Kölner Bilder- Schreck“, 1992 organisierte er die „Artists Against AIDS“ (vierzig Kunstveranstaltungen zum Kölner Welt-AIDS-Tag). Den Wahlberliner Künstler aus Spaichingen interessieren dabei weniger die Informationen der Marken als deren Farben, Formen und Strukturen. Die Ausstellung „Musikbox“ ist seit Ende Juli im Café Konrad in der Knochenhauerstraße 34 in der Altstadt der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover zu sehen. Noch bis Ende des Jahres wird hier die Welt ein bisschen bunter und schwuler. *rä

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.