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hinnerk Oktober 2017

6 HAMBURG präsentiert

6 HAMBURG präsentiert FILMFESTIVAL 28. LESBISCH SCHWULE Das in diesem Jahr in den Duden aufgenommene Wort queer ist gleichermaßen der Aufhänger für die LSF. Wie „queer“ kann Alltag gelebt werden? Was zeichnet „queere“ Ästhetik aus? Um das zu ordnen, hat man sich im Orgateam auf vier Hashtags als Themenüberschriften geeinigt: #struggles steht für ist das Ringen um den Platz im Leben und politische Kämpfe, die oft eng miteinander verwoben sind. Wie beim gleichnamigen Beziehungsstatus auf Facebook geht es in #itscomplicated auf die Achterbahn der Gefühle. Bei #familiesandsecrets geht es um Coming-outs, Liebe, Geheimnisse und all das andere Zwischenmenschliche im engsten und erweiterten Familienkreis. Rückblickend und dokumentarisch sorgt #queerhistory dafür, dass Aktivisten und Aktivistinnen sowie erkämpfte Rechte dokumentiert, verfilmt oder wieder aufgeführt werden. Ausgezeichnet ist natürlich die gesamte Programmauswahl des Festivals, einige Beiträge sind nach der Abschlussgala (21. Oktober, 21:00 Uhr, Metropolis Kino) noch ausgezeichneter, denn dann werden die drei URSULAs, der MADE IN GERMANY sowie die DOKULA, GLOBOLA und der mit 5.000 Euro dotierte JURYPREIS. vergeben. DIE SCHWULEN HÖHEPUNKTE präsentiert FILMTAGE HAMBURG PIHALLA (SCREWED) Drei Beiträge aus Finnland mit schwuler Thematik und damit auch die ersten überhaupt aus dem sympathischen nordischen Land laufen im diesjährigen Festivalprogramm. hinnerk durfte sich den doppeldeutig betitelten Film „Screwed“ herauspicken. Er handelt vom Coming-out des 17-jährigen Miku, der dieses im Rahmen eines erzwungenen gemeinsamen Urlaubs mit seinen Eltern erlebt. Auslöser ist der recht umtriebige Nachbarsjunge Elias, mit dem Miku nicht nur einiges vermasselt, sondern auch reichlich herumvögelt. Nein: Das ist eben gerade nicht die Art von Coming-out-Film, die wir schon so oft gesehen haben, die wir zwar lieben, aber die wir auch immer ein Stück weit voraussehen können. Hier spielen Faktoren wie ein verkorkstes familiäres Umfeld und jede Menge Humor und Spielfreude der Darsteller sowie eine intensive wie glaubwürdige Storyline sich direkt in die Herzen. Wir sind sicher, ihr werdet diesen Film lieben! Mehr aus Finnland übrigens auch in unserer Coverstory „Tom of Finland“ weiter hinten in diesem Heft 21.10., Passage-Kino, 17:30 Uhr THE UNTOLD TALES OF ARMISTEAD MAUPIN Nicht nur Armistead Maupin hat in den letzten 73 Jahren viel erlebt und darüber in seinen Stadtgeschichten geschrieben. Seine eigene Geschichte ist Teil der Entwicklung schwuler und queerer Kultur der letzten Dekaden. „The Untold Tales of Armistead Maupin“ ist ein wunderbarer Rückblick auf die nahe Vergangenheit. 19.10., Passage-Kino, 22:30 Uhr 120 BATTEMENTS PAR MINUTE (120 SCHLÄGE PRO MINUTE) Paris Anfang der 1990er-Jahre: Auch hier bildete sich eine ACT-UP-Gruppe. Sie hatte zum Ziel, den ignoranten Umgang der Mitterand-Regierung und der Pharmakonzerne mit HIV/Aids durch öffentlichkeitswirksame Aktionen und zivilen Ungehorsam zu kritisieren. 20.10., Passage-Kino, 19:45 Uhr A MOMENT IN THE REEDS In diesem romantischen Drama werden gleich mehrere heiße Eisen angepackt: familiäre Spaltung wegen der Homosexualität des Sohnes, Männlichkeitsbilder und nicht zuletzt die Flüchtlingssituation in Europa. Regisseur Mikko Makela ist am Abend der Aufführung anwesend. 22.10., Passage-Kino, 17:30 Uhr Der umjubelte Film „God’s own Country“ läuft am 21. Oktober um 20 Uhr im Passage- Kino. Mehr über den Film auf den Film-Seiten hinten im Heft. Nun aber Film ab! *ck 17. – 22.10., 28. Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg International Queer Film Festival, Kartenvorverkauf bis 14.10. an allen Vorverkaufsstellen und unter www.lsf-hamburg.de

BÜHNE 7 COMEDY Irmgard Knef wankt an Bord Kaum ein Travestie-Projekt hat die Kulturlandschaft in den letzten Jahren so revolutioniert wie Irmgard Knef: Ulrich Michael Heissig ist Irmgard Knef, die noch lebende Schwester von Hildegard Knef. Quasi die Wiedergeburt der größten deutschen Sängerin ohne Stimme. Und die ertönt Ende Oktober auf dem Theaterschiff. Worauf legst du Wert, wenn du ein Lied von Hilde umsetzt? Dass der Text völlig anders ist. Ich spiele ja die erfolglose Zwillingsschwester, die sie nun schon seit 15 Jahren überlebt hat und die durch ihre Knef-Brille die Welt sieht. Und ich mache auch Eigenes im Stile von Hilde. Sie ist meine Inspiration. FOTO: ROBERT RECKER Wenn sie im Publikum sitzen würde, was würde sie dir danach wohl sagen? Sis, du bist zwar unverschämt, aber meinen Segen haste … dann würde ein herzliches Raucherlachen folgen und ich würde ihr einen Whiskey spendieren – weil ich ihr nicht das Wasser reichen kann … *rä 27.10., Ein Lied kann eine Krücke sein, Theaterschiff Hamburg, Nikolaifleet, Holzbrücke 2, U Rödingsmarkt, 19:30 Uhr. www.theaterschiff.de FOTO: MARKUS ROCK CHANSON Désirée Nick singt Blandine Ebinger Sie war im Berlin der Goldenen Zwanziger die Ehefrau und Muse Friedrich Hollaenders. Sie war das Role Model für große Diseusen nach ihr wie Lotte Lenya, Margo Lion oder Marlene Dietrich. Und sie war einer der schillerndsten Popstars ihrer Zeit. Heute ein fast ausgestorbenes Genre, nur noch durch Georgette Dee formvollendet dargebracht, wagt sich Désirée Nick mit ihrer unverwüstlichen Kehle an die Wiederauferstehung dieser Kunstform, die zwischen Cabaret und Chansons vibriert und speziell im Fall Ebinger mit Krächzen, Gurren, Flöten, Fiepen und Kreischen viel mehr als Gesang bot. Begleitet wird die Nick von Volker Sondershausen am Flügel, und hinnerk erwartet einen wirklich lohnenswerten Abend. *ck 13.10., „Die letzte lebende Diseuse – Blandine Reloaded“, Theater Haus im Park, Gräpelweg 8, Hamburg-Bergedorf, 20 Uhr, www.theater-bergedorf.de OH HAPPY DAY 10. OKTOBER 1 TAG – TAUSENDE ANGEBOTE! ENTDECKE CAFÉS, RESTAURANTS UND VIELES MEHR IN DEINER NÄHE! Jetzt Angebote finden: www.own-business-day.de Mit dem Own Business Day unterstützt METRO selbstständige Unternehmer und bietet ihnen eine Plattform, auf der sie zeigen können, was sie besonders macht. Lernt eure Local Heroes kennen und freut euch auf einen Tag, der sich richtig lohnt!

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.