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hinnerk Juni / Juli 2021

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26 SZENE OTO: INSTAGRAM

26 SZENE OTO: INSTAGRAM WISSEN Dani Coyle ist eine intersexuelle Aktivist*in, die auch trans* ist. Wie wahrscheinlich bist du trans*? Zwei Gruppen sind besonders oft trans* und/oder nicht-binär: inter oder autistische Personen. Die Wahrscheinlichkeit unter ihnen geschlechtsdivers zu sein, ist bei beiden Gruppen stark erhöht. Mit mehr Forschung können zukünftig sicherlich weitere Überschneidungen gefunden werden. INTER UND TRANS* SIND ZWEI SCHUH’, DOCH VIELE TRAGEN BEIDE Intersexualität beschreibt den Körper und Trans*geschlechtlichkeit das Geschlecht eines Menschen. Dieser Unterschied ist für viele schwer begreifbar. Wir erinnern uns an die schändlichen Bemerkungen von Annegret Kramp- Karrenbauer zum Karneval 2019. Ihr „Witz“ machte sich über die Transition von trans* Menschen lustig, doch wurden Kramp-Karrenbauers Kommentare hauptsächlich unter Interfeindlichkeit in der Öffentlichkeit diskutiert. So falsch ein Zusammenwerfen dieser beiden Eigenschaften ist, so wäre eine komplette Trennung der Communitys falsch: Neun Prozent von intersexuellen Menschen sich auch trans*geschlechtlich. Diese Ergebnisse wurden in einer Studie der Berliner Charité und einem schwedischen und niederländischen Institut gefunden, die 2018 veröffentlicht wurde. Ein Grund für diese hohe Zahl ist sicherlich, dass trans* Menschen die einzige Gruppe der Bevölkerung sind, die häufig während einer medizinischen Transition auf Intersexualität getestet werden. Viele Bereiche einer Diagnose der Variante der Geschlechtsentwicklung (Fachwort für Intersexualität) sind mit dem bloßen Auge nicht erkennbar. Aus diesem Grund wissen viele Menschen nichts über ihre Intersexualität. Ein weiterer Grund kann in den körperlichen Entwicklungen von inter Menschen stecken: In unserer Gesellschaft wird das Geschlecht so sehr mit einem bestimmten Körperform in Verbindung gebracht, dass körperliche Abweichungen ebenso Einfluss auf die eigene Geschlechtlichkeit nehmen. GESCHLECHT IST KEIN HIRNGESPINST, DOCH ES SPIELT SICH AUCH IM KOPF AB Autistische Menschen erleben sich und ihre Umwelt anders als neurotypische Menschen. Nicht verwunderlich, dass auch ihr Verständnis von Körpern und Geschlechtern von der Mehrheitsgesellschaft abweicht. In einer 2020 erschienen britischen Studie wurden über 600.000 Menschen zu diesem Thema befragt. Damit ist es bis heute die größte Studie, die eine Überlappung zwischen autistischen und geschlechtsdiversen Menschen beforscht. Unter den Befragten identifizierten sich 36 Prozent der trans* und/oder nicht-binäre Personen als autistisch, im Gegensatz zu 16 Prozent der cis Männer und 14 Prozent der cis Frauen. Die Zahlen spiegeln den Umstand wider, dass viele Beschreibungen, was einen Mann oder eine Frau ausmacht, nur für neurotypische Menschen Sinn ergeben. Autistische Personen schütteln bei vielen vermeintlich geschlechtsbasierten Verhalten den Kopf und finden sich häufig in den typischen Geschlechterrollen und -Erwartungen nicht wieder. *vf

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.