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hinnerk Juni 2018

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20 NORDDEUTSCHLAND FOTO:

20 NORDDEUTSCHLAND FOTO: ALINA SCHULZE INTERVIEW FOTO: MATTHIAS SIEVERS Die MEHRHEITS- GESELLSCHAFT erreichen Es ist für Queers, die sehr in der Szene vernetzt und aktiv sind, manchmal schwer verständlich, weshalb gerade die Übernahme gesellschaftlicher Bräuche durch Angehörige sexueller Minderheiten für besonders viel Aufmerksamkeit und Zustimmung führt. Schwule oder lesbische Schützenkönige, queere Karnevalsvereine oder schwul-lesbische Fußballfangruppen können sich oft durch einfaches Kopieren ihrer heteronormativen Pendants großer Beliebtheit erfreuen. Ein besonderes Beispiel hierfür ist die jährliche Wahl des schwulen Heidekönigs in Lüneburg. Die Lokalpresse berichtet umfassend über Wahl und Aktivitäten des Königs und so schafft es queeres Leben auch fernab von Fetischen oder Drag Queens auf den CSDs in die Köpfe der Bevölkerung. Wir schnackten mit König Finn I., dem 16. Heidekönig, der besonders den Sport in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellen möchte. Wie ist es dir nach der Wahl ergangen? Wie war im Speziellen die Reaktion in deinem Fußballverein? Beim Fußball haben die Jungs tatsächlich durchweg klasse reagiert! Ich durfte in meinem ersten Spiel nach der Wahl sogar als Kapitän auflaufen, was ich ihnen hoch anrechne. Ein starkes Zeichen der Mannschaft, dass sie mich unterstützen. Als Dankeschön gab es von mir eine Kiste Bier nach dem Spiel, das wir auch noch gewonnen haben. Hast du vorher schon mal schwulenfeindliche Scherze oder sowas erlebt? Ja und zwar beim Fußball. Als ich 16 war, hatte ich den Sport vorerst an den Nagel gehängt, da man mich erfolgreich aus der Mannschaft raus ekelte. Ich war „anders“ und hatte damals noch nicht das Selbstbewusstsein, das ich heute habe. Seit drei Jahren spiele ich nun wieder aktiv im Verein. Auf der Straße wurde ich tatsächlich noch nie negativ angesprochen, obwohl ich mich in der Vergangenheit offen mit einem Partner gezeigt hatte. Was erwartest du von deiner Regentschaft, gibt es ein Hauptthema? So wie schon vor der Wahl angekündigt, würde ich gerne im sportlichen Bereich als Vorbild voran gehen und mich dort entsprechend engagieren und helfen, die Lüneburger Community zu vernetzen. Was das betrifft, gab es sogar schon ein sehr erfolgreiches Gespräch mit verschiedenen LGBTIQ*- Vereinen. Wir werden natürlich auch auf CSDs vertreten sein, der Schwerpunkt soll jedoch auf den Dorffesten liegen, um die Menschen und Generationen zu erreichen, die bisher noch weniger aufgeschlossen gegenüber der Homosexualität sind. Auf dem Blütenfest in Jork vergangenes Wochenende, auf dem der schwule Heidekönig in diesem Jahr das erste Mal geladen war, ist uns das bereits sehr gut gelungen. *Interview: Christian Knuth FLORIAN TSCHERSICH

NORDDEUTSCHLAND 21 SPENDENAUFRUF Der CSD DANZIG braucht euch! Es war ein herzlicher Empfang in der Bremer Bürgerschaft. Bereits Ende April fand dort der Auftakt zu QueerCities 2018 statt, einer Kampagne, die auf die Situation von LGBTIQ* im polnischen Danzig, Bremens Partnerstadt, aufmerksam machen soll und wenn möglich diese auch verbessern soll. Das Video der Reden und Beiträge ist übrigens seit Mai auf www.csd-bremen.de zu sehen. Leider ist von Verbesserung der unter der rechtsnationalen Regierung Polens lebenden Queers nichts zu spüren. Im Gegenteil: Durch die immer weiter vorangetriebenen Maßnahmen gegen Presse und NGOs sinkt die Spendenbereitschaft für queere Projekte wie den Partnerverein des CSD Bremen „Tolerado“, sodass dieser das Demo-Begleitfahrzeug für die Teilnahme am CSD Danzig wieder zurückziehen muss. Im Sinne des Mottos von QueerCities „ES IST AUCH UNSER EUROPA“ bittet der CSD Bremen um Spenden, damit Tolerado doch noch am CSD teilnehmen kann. *ck Jedes Mal, wenn ich übertrage werde ich bezahlt auf CAM4.com www.csd-bremen.org/spenden-danzig/ FOTOS: CSD BREMEN Verdiene tausende Euro pro Monat ohne deine Wohnung zu verlassen. Melde dich kostenlos an auf CAM4.com

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.