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hinnerk Juni 2018

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14 ESSEN & TRINKEN

14 ESSEN & TRINKEN Ricardo M. im Bootshaus AFTER-SHOW- DINNER Also wenn die Hamburger HafenCity neben zugigen Plätzen, Kreuzfahrtschiff-Abgasproblemen, dieser überteuerten Elbdingsmanie und völlig durcheinander gewürfelter Beton-Glas-Klötzchen-Architektur ja eines hat, dann ist es Gastronomie. Meine hochjournalistische Neugierde und mein unermüdlicher Einsatz, euch Gastro-Journalismus de luxe bieten zu können, treiben mich also in diese karge Plattenbau-Siedlung. Ich ziehe die Glastür auf und bin – baff! Nicht nur der, wie er sich selbst nennt, „Patron“ Tristan Mißner hat mich sofort mit seiner charmant-putzigen und sehr gastfreundlichen Art um den Finger gewickelt, sondern das Bootshaus ist bereits optisch ein echter Leckerbissen. Zwei Haupträume, der eine mit Blick in die offene Küche, der andere mit toller Bar und einem sensationellen Blick auf den Hamburger Hafen – beide wirklich stilvoll und gemütlich und eben mit einem Touch Bootshaus-Flair. Echter Holzkohlegrill, große Bar und Außenplätze, alles inklusive Hafenblick. Ich setze mich direkt an die Fensterfront, mein Blick schweift vom Hamburger Hafen auf die trendy Bartträgerjungs am Gruppentisch nebenan und bekomme plötzlich unbändigen Appetit! Bootshaus Grill & Bar, Hamburg, Am Kaiserkai 19, U Baumwall / U Überseequartier, www.bootshaus-hafencity.de FOTO: ROMAN HOLST / INSTAGRAM.COM/ROMAN_HOLST FOTOS: ALINEA.DESIGN ESSEN Ich sage es gleich vorweg: eines der besten Restaurants, die ich bislang testen durfte! Vom Brot vorweg mit kostbarem, 15 Jahre gelagerten Balsamicodressing, das Ceviche mit Kokosmilch, der zarte Spargel und saftige Heilbutt. Der hausgemachte Cheesecake bringt mich um den Verstand! Zugabe! TRINKEN Dem Wort Barchef macht Sascha Thieben alle Ehre! Der Cocktail mit Brombeere und Champagner vorweg ist nicht nur unfassbar instagrammable und haut leicht rein. Nein, er schmeckt göttlich. Spannende Weinkarte, die alkoholfreien Cocktails lassen das Prozentige nicht im Geringsten vermissen. SITZEN Richtig schön! Die riesigen Fenster – ja, ein Plus muss diese Glas-Architektur hier ja haben! – geben den Blick frei auf die HafenCity, die Elbe und den Hafen. Innen 46, außen 40 Plätze. Edle Samtsessel, Holz. Und man kann – ganz wie in New York zum Beispiel – auch gemütlich an der Bar zum Essen sitzen. BEDIENT WERDEN Man verwöhnt mich! Wirklich reizend, auch der Name natürlich: mein Tristan, um die Ende 20, der das Bootshaus seit letztem November neu eröffnet hat. Locker, nett, trendy aber nicht so albern angestrengt wie in Berlin. FEIERN Bei dem fantastischen Essen? Nä! Ich genieße hier wirklich jeden Bissen und Schluck und denke für einen kurzen Moment mal nicht ans Tanzen und Singen. Das schafft sonst keiner! FLIRTEN Ich versuche es jetzt sein anderthalb Stunden bei der trendy Bartträgerjungstruppe. Vergeblich. Die übrigen Mann- Frau-Pärchen senden auch keine sexuellen Signale. Hat der HafenCity-Wind etwa derart meine Frisur ruiniert?! RICARDO M. IM JUNI 1.6., Pub-BINGO! mit RICARDO M., Klähblatt Pub, Schiffbrücke 11, Flensburg, 20 Uhr 30.6., Club-BINGO! mit RICARDO M., Club 20457, Osakaallee 8, Hamburg, U Überseequartier, U Meßberg, 20 Uhr www.ricardo-m.com

ESSEN & TRINKEN 15 FOTOS: GEMEINFREI / CC0 HANNOVER Chili & Barbecue Festival Nach dem CSD im Mai lohnt es sich, bereits am 9. und 10. Juni wieder die Reise nach Hannover anzutreten bzw. für Hannoveraner sich dort ins Fössebad zu begeben. Es wird gegrillt! Zum fünften Mal gibt es jede Menge Rauchig- Würziges sowohl für den Magen als auch für den Kopf. Das Chili & Barbecue Festival will nämlich nicht nur die Vielfalt der amerikanischen wie deutschen Grilltradition erschmeckbar machen, sondern will auch Wissen vermitteln. Neben der Verkostung von leckeren handgemachten Saucen von regionalen Manufakturen und Herstellern aus aller Welt sowie allem, was Grill und Smoker so durchgaren, gewähren in der BBQ Corner die Teams und Köche Einblick in ihre Kunst. Eine Art offene Grillschule, die jeden Besucher erwartet. Außerdem kann hier jeder etwas dazulernen und auch mitmachen – Fachvorträge zum Thema Grillen, Chili-Anzucht oder Smoker- Grundlagen geben einen tieferen Einblick in die Chili & Barbecue Welt. Und für die ganz Mutigen: Bei der Pfefferhaus Chili Challenge kann jeder Besucher ganz spontan seine Schärfe- Resistenz austesten. Tipp der Redaktion: Der Stoff, der Chilis scharf macht, das Capsaicin, ist nicht wasser- oder fettlöslich, weshalb die Hausmuttertricks Milch oder kaltes Wasser nicht helfen, wenn es mal zu scharf im Mund wurde. Was aber hilft, ist der Pfeffi, der Jägermeister oder sonstig möglichst Hochprozentiges. Capsaicin löst sich in Alkohol. Prost! *ck 9. + 10.6., Chili & Barbecue Festival, Fössebad, Hannover, Liepmannstraße 7B, 11 Uhr, Tickets und Infos unter www.chili-bbq-festival.de TIPP Bodenständig, hip, queer Wer einen guten Burger oder einen leckeren Leberkäse genießen will, der ist hier richtig. FOTO: M. RÄDEL Mitten im Szenekiez, genau gegenüber vom bundesweit bekannten schwul-lesbischen Szene-Café Gnosa, lädt das Restaurant „Frau Möller“ zum Essen und Klönen ein. In rustikalem, aber dann doch coolem, Vintage-Ambiente trifft sich eine illustre Schar an Menschen, aller Gesellschafts- und Szenesubkulturen: Von der tätowierten Butch bis zum Hipster mit rosa Haaren und der Muddi von nebenan, speist man hier Deftiges. Wie es sich in einer Hafenstadt gehört! Sehr zu empfehlen ist hier der mit einem Spiegelei gekrönte „New York Burger“ und reichlich Pommes frites oder auch der Leberkäse, der von gleich zwei Spiegeleiern begleitet wird. Saulecker! *rä Frau Möller, Lange Reihe 96, Hamburg, www.fraumoeller.de

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.