Aufrufe
vor 11 Monaten

hinnerk Februar / März 2020

  • Text
  • Hamburg
  • Berlin
  • Hannover
  • Menschen
  • Schwule
  • Album
  • Reihe
  • Christian
  • Pulverteich
  • Szene

6 SZENE FOTO: ROMAN

6 SZENE FOTO: ROMAN HOLST / INSTAGRAM.COM/ROMAN_HOLST Peter Tschentscher oder Katharina Fegebank? Wer bekommt den Schlüssel zum Hamburger Rathaus? BÜRGERSCHAFTSWAHL 2020 DIE QUEERE WAHL Bei einer Wahlentscheidung geht es um mehr, als die eigene sexuelle Orientierung oder das Geschlecht. Aber als queeres Stadtmagazin fokussieren wir diesen Aspekt trotzdem und stellen Themen und einige queere Kandidat*innen vor. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder parteipolitische Ausgewogenheit. Gutes Stichwort: Warum ein queerer Kandidat kein Garant für gute Queerpolitik sein muss, zeigen Personen wie Alice Weidel oder Hans- Christian Hansel beispielhaft. Was die Parteien zu Gleichstellungspolitik, HIV-Prävention, Gewaltprävention und anderen queeren Themen zu sagen haben, hat der LSVD Hamburg in seinen Wahlprüfsteinen ausführlich zusammengetragen, die zu Erscheinen dieser Ausgabe unter auf lsvd.hamburg.de und hinnerk.de einsehbar sein werden. SPD Anders als beim Wechsel Ole von Beust zu ... – wir mussten googlen – Christoph Ahlhaus, der nur wenigen und auch nur als Wahlschreck im Gedächtnis blieb, hat sich Peter Tschentscher nach der Amtsübernahme von Olaf Scholz als 1. Bürgermeister einen guten bis hervorragenden Ruf hart erarbeitet und dabei voll auf die hanseatische Schiene gesetzt: Zurückhaltend aber bestimmt im Auftreten, aber auch bürgernah und vor allem wirklich interessiert wirkt Tschentscher, wenn er auf Presse, Verbände und Bürger trifft. Simon Kuchinke (Landesliste Platz 59). Queerpolitik als Hauptgang. Die SPD hat diesmal einen expliziten Que(e)reinsteiger vorgeschickt, um LGBTIQ*-Wähler*innen ein Angebot zu unterbreiten, das sich unterscheidet: Simon ist wohl der einzige Kellner, der fürs Rathaus kandidiert, sicher der einzige, der im Gnosa gelernt hat und heute die Leckereien von Tim Mälzer serviert. Genau diesen Servicegedanken will er in der Politik nutzen, denn er meint, Politik habe sich besser zu erklären. Er will nah vor Ort sein, direkt ansprechbar, plant monatliche Veranstaltungen für die Community, wenn er ins Rathaus kommt. Außerdem schwul und für die SPD Altona auf Listenplatz 8 am Start: Nils Kramar. GRÜNE Ebenfalls ein im städtischen Biotop etwas anders gewachsener Verein als der Bundesmutterbaum. Pragmatischer und bereit, mit Ole von Beust die erste schwarz-grüne Koalition auf Landesebene einzugehen. Mit bitteren Kröten in Sachen Umwelt und Soziales. Mit dem natürlichen Partner SPD klappt’s besser, und mit Farid Müller (Landeslistenplatz 60, Wahlkreis Mitte Platz 1) profiliert voranschreitend, hat die Hamburger Community eine verlässliche Partner*in, die queerpolitisch im bundesvergleich oft die Nase vorn hatte. Ob es erstmals für eine Bürgermeister*in reichen wird? Adrian Hector (Landeslistenplatz 26). Erster transsexueller Mann in der Bürgerschaft? Adrian Hector, trans* männlich, schwul, ist bei den Grünen Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft QueerGrün Hamburg und stellvertretender Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Schwulenpolitik. Von 2018 bis 2019 war er geschäftsführender Vorstand des Bundesverband Trans*. CDU Ole von Beust hat Geschichte geschrieben und der CDU gezeigt, dass man auch schrill und konservativ sein kann. Schrill natürlich nur in der vorurteilsbehafteten Blase der Bonner Republik, aus der sich

die Hamburger Adenauer-Nachfolger als erste befreien konnten. Heute stimmt die CDU in der Bürgerschaft für queere Projekte und hat mit ihrem Landesvorsitzenden Roland Heintze (Landeslistenplatz 3), Dietrich Wersich (Landeslistenplatz 6) und Jörg Meyer (Landeslistenplatz 14) drei schwule Kandidaten gesetzt. Aber damit nicht genug. Annette Etezadzadeh (Wahlkreis Eppendorf Platz 2). Weiblich, lesbisch, aufklärerisch. Sie ist profilierte Kommunalpolitikerin und Lehrerin. Und sie ist an ihrer Schule die einzige geoutete lesbische Lehrkraft. Sie kämpft also an vorderster Front gegen besorgte Eltern und deren erzieherische Folgen. Alerta QueerFeminista! Welche Rechte wir verteidigen müssen und worüber wir hinaus gehen wollen Diskussion mit den Bürgerschaswahlkandidatinnen und der LAG queer von DIE LINKE zu Feminismus und queerer Politik SZENE 7 DIE LINKE „Alerta Queerfeminista! Welche Rechte wir verteidigen müssen und worüber wir hinaus gehen wollen“, überschreiben die Hamburger Linken ihre zentrale queerpolitische Wahlkampfveranstaltung mit Cansu Özdemir (Landeslistenplatz 1, Wahlkreis 4 Platz 1) Maya Klasen (Landeslisteplatz 17, Wahlkreis 3 Platz 6) und Lara Scheunemann (Landeslistenplatz 19 und Wahlkreis 12 Platz 1) im MHC am 18. Februar. Die LAG queer von DIE LINKE diskutiert mit euch dort ihre Haltung und ihre Forderungen zu Feminismus und queerer Politik und will einmal mehr beweisen, dass Bürgerlichkeit und linke Politik zwar oft anecken, aber besonders in einer Metropole wie Hamburg zusammengehören. FDP Im Programm heißt es, die Gleichstellung der Geschlechter sei eine Querschnittsaufgabe mit dem Ziel, dass jede und jeder frei von Diskriminierung, Klischees und eingestaubten Rollenbildern sein bzw. ihr Leben selbstbestimmt gestalten kann. Die Diskriminierung von Homo- und Transsexuellen genauso wie Rassismus, Antisemitismus und Sexismus seien der Boden, auf dem Ausgrenzung und Gewalt gedeihen. Ewald Aukes (Landeslistenplatz 8, Wahlkreis Mitte Platz 1) Ewald Aukes ist leidenschaftlicher Unternehmensberater und Unternehmer. Diese Sachkenntnis hat ihn zur Politik und zur FDP gebracht, für die er gerne auch in einer neuen Bürgerschaft und eventuell mit einem Koalitionspartner eintreten will. Offen für neue Partnerschaften zu sein, ist eine urliberale Idee, für Ewal Aukes jedenfalls politisch selbstverständlich. AFD Wir haben das Programm gelesen. Noch jemand einen Schnaps? Mit Cansu Özdemir (Kandidatin) Maya Klasen (Kandidatin) MHC, Borgweg 8 18.2. 20-22Uhr WIR SIND WIE WIR SIND. UND WÄHLBAR. ANNETTE ETEZADZADEH Platz 2_Wahlkreis Eppendorf – Winterhude Zugewählte Bürgerin Bezirk Hamburg-Nord Stellvertretende Landesvorsitzende LSU Hamburg JÖRG MEYER Platz 14_CDU-Landesliste Bezirksversammlung Hamburg Wandsbek Mitglied Landesvorstand LSU Hamburg In der Zeit der CDU-Regierung in Hamburg hat die CDU viel zur Gleichstellung von Lesben und Schwulen umgesetzt. Der Hamburger CDU-Spitzenkandidat Marcus Weinberg gehört zu den Wilden 13 in der CDU/CSU Bundestagsfraktion – jenen Abgeordneten, die sich erfolgreich für die steuerliche Gleichstellung von Lebenspartnerschaften eingesetzt und auch durchgesetzt haben. Wir wollen uns für Eure LSBTI*Themen einsetzen. Lara Scheunemann (Kandidatin) Anna Rinne (LAG DIE LINKE.queer Hamburg) Moderation: Kersten Artus ROLAND HEINTZE Platz 3_CDU-Landesliste Landesvorsitzender der CDU Hamburg. DIETRICH WERSICH Platz 6_CDU-Landesliste Vizepräsident der Hamburgischen Bürgerschaft ALLE STIMMEN CDU! Wer trotz allem nicht so genau weiß, was er wählen soll, dem kann vielleicht der Wahl-O-Mat unter www.hamburg.de/wahl-o-mat eine Hilfestellung sein. Nichtwählen ist keine Alternative! *ck www.lsu-nord.de

Magazine

rik Dezember 2020 / Januar 2021
hinnerk Dezember 2020 / Januar 2021
blu November/Dezember 2020
Leo November/Dezember 2020
blu November/Dezember 2020
blu September / Oktober 2020
blu Juli / August 2020
blu März / April 2020
DU GEWINNST. HCV VERLIERT. KENNE DEINEN STATUS
blu Gesundheit 2017
blu Juli 2016
blu Mai 2015
hinnerk Dezember 2020 / Januar 2021
hinnerk Oktober / November 2020
hinnerk August/September 2020
hinnerk Juni/Juli 2020
hinnerk April/Mai 2020
hinnerk August 2016
hinnerk Hamburg Juli 2016
hinnerk Bremen/Hannover Juli 2016
gab Oktober 2020
GAB Juni 2020
GAB April/Mai 2020
gab Juli 2016
Leo November/Dezember 2020
Leo Juli / August 2020
Leo März / April 2020
rik Dezember 2020 / Januar 2021
rik Oktober / November
rik August/September 2020
rik Juni/Juli 2020
rik April/Mai 2020
Regionalseiten
männer* – das queere Nachrichtenportal

Unsere News

About us

blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.