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hinnerk August/September 2020

Seit 1993 ist hinnerk DAS (erst schwule) und heute queere Magazin für Hamburg und Norddeutschland.

FILM DVD Greta Für

FILM DVD Greta Für einen Star zu schwärmen kann helfen, mit dem Alltag umzugehen. Manch einer himmelt (immer noch) Michael Jackson an, andere berufen sich auf Ariana Grande, P!NK, Madonna oder auch Lady Gaga. Bei Krankenpfleger Pedro ist es Greta Garbo. Die Diva ist für ihn ein leuchtender Stern, der ihm Mut macht: Weltflucht, Ikone und Inspiration, Ablenkung von seinem Alltag als Krankenpfleger in seinem tristen Wohnblock, in der überfüllten Klinik oder in der ihn einsam machenden nächtlichen Schwulenszene. Greta Garbo steht für ihn für vermissten Glamour und Unverwundbarkeit – und für den selbst gewählten Rückzug von den Menschen. Als er sich eines Tages auf den wesentlich jüngeren Jean einlässt, kommt sein Leben durcheinander. „Nenn mich Greta Garbo“, flüstert er Jean beim Sex zu – nicht das einzige Mal, dass er Jean irritiert. Nach und nach beginnt sein einsames Leben aufzubrechen, die Festung Greta fällt ... Der Film von Armando Praça lief bei der 69. Berlinale und ist seit Juni bei GMfilms zu haben. Sehenswert! *rä www.gmfilms.de DVD Samuel L. Jackson & Antonio Banderas Der Anfang vom Film „So ist das Leben“ ist schräg, fast nervig. Doch er muss genau so sein, alles macht Sinn. Und am Ende sitzt man gerührt vor dem Monitor. Ein Film fürs Herz mit Starbesetzung. Im Verlauf mehrerer Jahrzehnte kreuzen sich Schicksale verschiedener Menschen an den verschiedensten Orten dieser Erde. Will (Oscar Isaac) und Abby (Olivia Wilde) lernen sich als Studenten in New York kennen, heiraten und freuen sich auf ihr erstes Kind. Nach einer Familientragödie muss sich Irwin (Mandy Patinkin) um seine Enkelin Dylan (Olivia Cooke) kümmern und tut alles, um die verschlossene junge Frau glücklich zu sehen. Und im fernen Spanien entdeckt der verbitterte Plantagenbesitzer Mr. Saccione (Antonio Banderas) sein Herz ... KINO „FREAK & CHIC“: ein knallbunter Abschied Womöglich der schönste Modedokumentarfilm des Jahres: Jean Paul Gaultier will sich aus dem Modetrubel zurückziehen. Einen hinreißenden Film über den Designer gibt es endlich im Kino. FOTO: STUDIOCANAL „Ich glaube an Mode, die man jeden Tag tragen kann und nicht nur auf dem Laufsteg“, verriet das am 24. April 1952 geborene Modegenie einmal. Im Film erlebt man die Vorbereitungen zu seiner „Fashion Freak Show“-Revue im Pariser Varietétheater Folies Bergère. Als Zuschauer im Kino ist man nah dabei bei Meetings mit Freunden des Modedesigners wie Pierre et Gilles und Madonna, ist berührt, wenn er vom Aids-Tod seiner großen Liebe spricht. Und man erlebt sehr gut gelaunte Diven: Naomi Campbell und Amanda Lear (nur einen kurzen Moment lang, ja). Und eine zickige Chefredakteurin der VOGUE. Jean Paul wollte die bebrillte Dame busserln, sie wollte das nicht ... Und das, obwohl er ja auch dadurch berühmt wurde, dass Madonna bei Konzerten und in Talkshows sein BH-Korsagen-Outfit trug. Etwas Mut verlangt der Freund von Pedro Almodóvar und aller „besonderen Menschen“ eben schon. Ein großartiger, intimer und poppiger Film von Yann L'Hénoret. Unbedingt ansehen! *rä www.jeanpaulgaultier.com

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