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hinnerk April/Mai 2022

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28 KULTUR FOTO: M.

28 KULTUR FOTO: M. RÄDEL SHOW Musik schafft Zusammenhalt Der seit 1956 zelebrierte „Eurovision Song Contest“ (bis 2001 „Grand Prix Eurovision de la Chanson“) ist ein Wettbewerb, der Einheit beschwört und sie auch erschafft. Sei es, dass man zu Hause vor den Empfangsgeräten mit der (Wahl-)Familie mitfiebert oder dass Europa, Australien und Israel verbunden durch Musik Einheit feiern und sich musikalisch messen – und gegenseitig begeistern. Der ESC ist ein Symbol für ein friedliches Miteinander, der alle Arten Musik und Menschen feiert. Charterfolge wie „Euphoria“, „Love Shine a Light“, „Zitti e buoni“, „Waterloo“, „Ne partez pas sans moi“ und „Diva“ wecken Erinnerungen und sorgen für ein wohliges Gefühl bei den Fans. Dieses Jahr wird der – übrigens 66. – „Eurovision Song Contest“ voraussichtlich vom 10. bis zum 14. Mai 2022 im PalaOlimpico in der italienischen Stadt Turin stattfinden, das Motto ist „The Sound of Beauty“. Ja, Balsam für die Seele ist bitter nötig! Krieg, Pandemie, Dürren und Gewalt belasten. Selbstverständlich wird es die Musik danach auf einem Album zu kaufen geben. *rä www.eurovision.de MUSICAL Uraufführung Das Musical THE PROM begeisterte das Publikum bei seiner Broadway-Premiere 2018. Eine starbesetzte Filmadaption mit Meryl Streep und Nicole Kidman in den Hauptrollen startete Ende 2020 auf Netflix und verhalf dem Musical zu internationaler Bekanntheit. Das First Stage Theater bringt THE PROM ab Mitte Juni erstmals in Hamburg auf die Bühne. Die alternden Bühnen-Stars Dee Dee und Barry sind am Boden zerstört: Sie haben alles gegeben, um in New York eine imposante Broadway-Show auf die Beine zu stellen, doch das Musical floppt. Die eitlen Stars werden von der Presse zerrissen und fallen in ein tiefes Loch. In Edgewater, Indiana, hat die lesbische High-School-Schülerin Emma Nolan derweil ganz andere Sorgen. Emmas Plan, den großen Abschlussball der High-School mit ihrer Freundin Alyssa zu besuchen, hat im konservativen Bundesstaat für große Aufruhr gesorgt. Dee Dee und Barry bekommen die Geschichte zu Ohren und wettern ihre Chance, um ihr gemeinnütziges Engagement unter Beweis zu stellen. Mit ihren ehemaligen Star-Freunden schwärmen sie aus nach Indiana. Mit ihrer neuen Berufung stoßen die exzentrischen Theater-Diven aus New York in der ländlichen Provinz allerdings auf eher wenig Verständnis. Theater FIRST STAGE, Thedestr. 15, www.theprom-musical.de „BREAKING WAVES“ BY DRIFT, ILLUSTRATION: MOKA-STUDIOS SPEKTAKEL „Breaking Waves“ an der Elphi Nicht dass die Architektur der Elbphilharmonie allein schon extravagant genug wäre: Vom 28 April bis 1. Mai wird das Gebäude in der Hamburger HafenCity mit der spektakulären Lichtinstallation „Breaking Waves“ umspielt. Architektur und Musik, Wasser und Licht: Anlässlich des fünften Geburtstags der Elbphilharmonie greift das bewegte Lichtkunstwerk „Breaking Waves“ des niederländischen Künstler*innenduos DRIFT die grundlegenden Elemente des Konzerthauses auf und erweitert sie zu einer um das Gebäude schwebenden Aura. Möglich machen das hunderte beleuchtete Drohnen, die in einer choreografierten Formation zur Musik des zweiten Satzes von Thomas Adès Klavierkonzert tanzen; musikalisch ein berauschendes Werk zwischen Klassik und Jazz, das bereits im Zentrum des Elbphilharmonie-Jubiläumskonzerts am 11. Januar stand. Die beste Sicht auf das Kunstwerk hat man überall dort, wo Westspitze und Südflanke des Gebäudes gut einsehbar sind. Zusätzlich kann man über die Website des Konzerthauses die Musik von Thomas Adès abrufen. *bjö 28.4., Elbphilharmonie, Platz d. Deutschen Einheit 4, Hamburg, 23 Uhr, die Installation auch am 29.4 und 1.5. zu sehen, dann jeweils um 22:30 Uhr, www.elbphilharmonie.de

KULTUR 29 FOTOS: KERSTIN SCHOMBURG THEATER Wiedersehen in Howards End Nein, „Das Vermächtnis“ des international gefeierten amerikanischen Dramatikers Matthew Lopez ist keine Adaption des wahlweise kitschiglangweiligen, in Mehrheit aber als meisterliche Filmkunst rezipierten Kostümschinkens von 1992. Das mehrfach ausgezeichnete Stück basiert frei auf dem auch dem Film zugrunde liegenden Literaturklassiker „Howards End“ (E. M. Forsters, 1910). Das Stück spannt einen Bogen von der HIV-Pandemie Ende der 1980er Jahre bis zur Wahl von Donald Trump – und ist ein Epos der LGBTQ*-Community in Amerika. Der Daily Telegraph bezeichnete das mit drei Tony-Awards ausgezeichnete Werk als das „bedeutendste amerikanische Stück des Jahrhunderts“. Regisseur Ronny Jakubaschk inszeniert Das Vermächtnis jetzt für das Schauspiel Hannover. Die etwa fünfstündige Aufführung wird zwei längere Pausen enthalten, in denen die Besucher:innen ein umfangreiches gastronomisches Angebot nutzen können. Das exklusive Vermächtnis-Menü muss online vorbestellt werden. Wir sind gespannt, inwiefern Vergleiche zu „Pose“ oder „Queer As Folk“ zu ziehen sind. Schreibt uns gerne! *ck Ab 22.4., Das Vermächtnis, Schauspiel Hannover, Prinzenstraße 9, Hannover, www.staatstheater-hannover.de KABARETT Emmi & Willnowsky und Georgette Drei Künstler*innen – zwei Highlights: im April gastieren Emmi & Willnowsky sowie die unverwüstliche Georgette Dee in Schmidt’s Tivoli auf der Reeperbahn. FOTO: LOHSE FOTO: PAUL SCHIMWEG Unverwüstlich gilt im Übrigen auch für das Duo Emmi & Willnowsky: Die feiern mit ihrem Programm „Silberne Hochzeit“ ihr 25-jähriges Jubiläum. Dabei blickt das quirlige Paar zurück auf ihr liebevolles, zum Brüllen komisches Eheleben und zeigt einen Querschnitt durch ihre beliebtesten Lieder und Sketche aus ihrem schier unerschöpflichen Repertoire genüsslicher Gemeinheiten. Das recht musikalisch von französischem Chanson bis zur Wiener Operette und von Stevie Wonder bis Udo Jürgens. Ein Wiederhören gibt es außerdem mit dem Klassiker „Schwarzer Ritter auf dem schwarzen Pferd“ und ein ultimatives Evergreen-Potpourri der schönsten Titel ihrer Bühnengeschichte darf da natürlich auch nicht fehlen. Hoch die Gläser! Ebenso freudig begrüßt Georgette Dee den herannahenden Frühling und nimmt das Sprießen der ersten Knospen zum Anlass, Liebeschansons und -lieder zu einem üppigen Blumenstrauß zu binden. Duftende Seelenwärmer, frischer Schwung für’s Gemüt, garniert mit Geschichten und Märchen von Fern- und Heimweh, vom Ankommen und Loslassen und natürlich von der Liebe. Zum Schwelgen, Träumen und Wegdriften – ein Genuss! *bjö 11.4., Georgette Dee „Dees Frühlingslieder, 17. und 18.4., Emmi & Willnowsky „Silberne Hochzeit“, Schmidt’s Tivoli, Spielbudenplatz 27 – 28, Hamburg, www.tivoli.de

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