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hinnerk April / Mai 2021

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REISE KROATIEN Auf See

REISE KROATIEN Auf See mit Prince Charming FOTOS: DAX, TARAS KORNEV Nein, mit dem gleichnamigen TV-Format hat die im letzten Jahr gegründete Prince Charming Gay Cruise nichts zu tun, auch wenn bei der Premiere im Sommer 2020 ein ehemaliger Teilnehmer der schwulen Kuppel-Show mit an Bord war. Das Konzept der Kreuzfahrt entlang der Dalmatinischen Küste ist aber dennoch äußerst charmant. Mit einem kleinen Boutiqueschiff für maximal 38 Passagiere führt die Route zwischen Split und Dubrovnik zu traumhaften Buchten, einsamen Stränden und romantischen Städtchen wie dem auf der gleichnamigen Insel gelegenen Korčula. Ein Besuch des für seine Wälder und Seen bekannten Nationalparks Mljet steht ebenso auf dem Programm wie ein Stopp am wohl schönsten Strand Kroatiens, dem Goldenen Horn auf der Insel Brač. Die Insel Hvar dagegen lockt mit trendigen Beach Clubs und dem bekanntesten schwulen Strand Kroatiens auf der vorgelagerten Insel Jerolim. Natürlich kommen Spaß und Unterhaltung auf der einwöchigen Tour nicht zu kurz. Neben täglichen Badestopps und Ausflügen stehen gemeinsame Abendessen, Dragshows, Yogastunden und Partys auf dem Programm. Insgesamt drei Termine gibt es im Juli zur Auswahl, vom 17. bis 24. Juli sogar als „Double Week“ mit zwei Schiffen gleichzeitig. Die Schiffe selbst verfügen über moderne Kabinen, einen Whirlpool sowie Sonnendecks mit FKK-Bereich. Im Preis ab 1.490 Euro inbegriffen sind Halbpension, zwei Abendessen und das Unterhaltungsprogramm an Bord. Für alle Reisen gelten aufgrund der aktuellen Situation großzügige Stornoregelungen, sollte sich Kroatien zu diesem Zeitpunkt noch in einem Lockdown befinden oder für das Land eine RKI-Reisewarnung mit Quarantänepflicht gelten. *dax www.princecharming.eu SCHWEIZ Rund ums Matterhorn Das autofreie Bergdorf Zermatt zählt sicher zu den bekanntesten Urlaubsorten in der Schweiz. Vor allem als noble Wintersportregion bekannt, locken ab Frühjahr auch etliche Wander- und Mountainbike-Wege zahlreiche Naturliebhaber und Alpinisten in das nur mit der Bahn zu erreichende Bergdorf. Der knapp 4.500 Meter hohe Gipfel des Matterhorns bildet dabei stets eine spektakuläre Kulisse. Wanderungen ab der Bergstation Schwarzer See führen etwa hinauf zur Hörnlihütte, dem „Base Camp“ für die Matterhornbesteigung. Eine ganz andere Perspektive bietet sich von dem in über 3.000 Meter gelegenen Gornergrat, den man in knapp vierzig Minuten von Zermatt aus mit einer Zahnradbahn erreicht. Neben dem Matterhorn fasziniert auf einem 360-Grad-Loop ein Panorama aus 29 Viertausendern, darunter das Monte-Rosa- Massiv sowie die Dufourspitze, der mit 4.634 Metern höchste Berg der Schweiz. FOTO: PASCAL GERTSCHEN Nicht weniger atemberaubend ist die Fahrt hinauf zum Matterhorn Glacier Paradise. Mit 3.883 Metern ist sie die höchstgelegene Bergstation Europas, umgeben von einer überwältigender Kulisse aus 38 Viertausendern und 14 Gletschern. Ein weiteres Highlight ist der 15 Meter unter der Oberfläche gelegene Gletscherpalast im Eisfeld zwischen dem Klein Matterhorn und dem Breithorn, in dem sich kunstvolle Eisskulpturen befinden. Ein sicher einmaliges Erlebnis ist die Umrundung des Matterhorns in einem Helikopter: Mit Air Zermatt geht es vom Dorf aus mit 170 km/h hinauf in die Berg- und Gletscherwelt der Walliser Alpen mit Blick auf den Theodulgetscher, den Gornergrat, das Monte-Rosa-Massiv sowie den Mont Blanc. *dax www.zermatt.ch www.myswitzerland.com

REISE ÖSTERREICH FOTOS: EDERTOM.COM Hip am Hochkönig Hüttenwirte Tom (l.) und Mario Die Region um den knapp 3.000 Meter hohen Hochkönig im Salzburger Land gehört sicher zu einem der schönsten Wander- und Skigebiete Österreichs. Dank eines hippen Boutiquehotels und der wohl einzigen von einem schwulen Paar geführten Almhütte Österreichs ist das Dorf Maria Alm eine echte Alternative zum traditionell eher urigen Urlaub in den Bergen. Schafgarbe, Baldrian und Mädesüß – wer mit Mario über blühende Almwiesen wandert, kommt der Natur der Alpen ganz nah. Als „Kräuterbua“ bietet der 34-jährige Österreicher Kräuterwanderungen auf dem Natrun an. Der Berg erhebt sich gut 1.200 Meter über dem im Salzburger Land gelegenen Dorf Maria Alm und lässt sich entweder zu Fuß oder mit einer Gondelbahn erreichen. „Die Berge und die Natur sind ein idealer Stressausgleich“, so Mario. Der gelernte Friseurmeister war neun Jahre lang mit einem eigenen Salon selbstständig, bevor er der Liebe wegen seinen Job aufgab und auf den Natrun zog. Seine Verbundenheit mit der Natur sowie das Interesse an Kräutern und deren Wirkung machte er zu seinem neuen Beruf. Mit einer Ausbildung für Traditionelle Europäische Heilkunde im Rücken gibt er sein Wissen an interessierte Urlauber weiter. Eine Kräuterwanderung mit Mario dauert etwa zwei bis drei Stunden, während der er viel erklärt, Pflanzen sammelt und im Anschluss verarbeitet. „Für jedes Wehwehchen ist ein Kraut gewachsen“, weiß Mario und ist froh, dieses Wissen auch vermitteln zu können. Was er auf den Almwiesen nicht findet, aber für seine Tinkturen, Salben und Tees braucht, zieht er in seinem eigenen Kräutergarten gleich neben der Tom Almhütte groß. Heimatverbunden Die 2018 eröffnete Hütte ist der eigentliche Grund, warum es Mario nach Maria Alm verschlagen hat, denn Marios Verlobter Tom wurde in dem gut 2.000 Einwohner zählenden Dorf geboren. Wer mit Tom ins Gespräch kommt, merkt schnell, dass man es hier nicht mit einem typischen Hüttenwirt zu tun hat. Der 35-Jährige, dessen Namen die Hütte trägt, stammt aus einer in Maria Alm etablierten Hoteliersfamilie und kam während seiner Ausbildung zum Hotelfachmann und in der Zeit danach viel herum. „Dennoch bin ich ein sehr heimat- und familienverbundener Mensch geblieben, und als sich mir die Chance bot, in meinem Heimatdorf auch unternehmerisch Fuß zu fassen, hab ich die Gelegenheit genutzt.“ Der kreative Kopf hat die Entscheidung nicht bereut. „Mir war klar, dass, wenn ich in Maria Alm bleibe, ich so leben will, wie ich bin.“ Seit seinem Comingout mit 19 gehe das Dorf entspannt mit seinem Schwulsein um. Hundehütte Wer die Tom Almhütte sieht, dem wird schnell klar, dass die Hütte nicht dem alpenidyllischen Klischee einer Skihütte entspricht. Schon vor dem Eingang werden die Gäste von einer überlebensgroßen Holzfigur eines Mopses begrüßt. Choupette heißt das bei Tom und Mario lebende Tier, das zugleich als Maskottchen der Hütte fungiert. Die Hütte selbst verbindet modernes Design wie das riesige Glasdach, das sich bei schönem Wetter zur Seite fahren lässt, mit natürlichen Elementen wie Holz und Stein. Die Küche setzt auf frische regionale Speisen und Produkte. „Die Kühe auf der Wiese unterhalb der Hütte sehen quasi schon, wo sie einmal enden“, scherzt Tom. Gipfelstürmer „Mit der Eröffnung des Boutiquehotels Sepp unten im Dorf und unserer Hütte hat sich das Publikum in Maria Alm spürbar verändert“, so Tom. „Die Gäste sind jünger und hipper geworden.“ Dabei ist die Region rund um den Hochkönig ohnehin ein attraktives Urlaubsziel für Wanderer, Mountainbiker und Wintersportler. Von leichten Wanderungen bis zu anspruchsvollen Hochgebirgstouren gibt es für jedes Fitnesslevel die passende Möglichkeit, das grandiose Bergpanorama des Steinernen Meeres zu genießen. *dax www.hochkoenig.at www.edertom.com

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