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hinnerk April / Mai 2021

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FOTO: Z. NER / CC0 14

FOTO: Z. NER / CC0 14 NORDDEUTSCHLAND KOMMENTAR VERBEUTELTE SPENDEN Eigentlich könnte wohl „offener Brief“ statt „Kommentar“ über diesen Zeilen stehen. Aber – und da sind wir auch gleich beim Kern der Sache – wir sind nicht an Befindlichkeiten interessierte PR-Schreiber*innen, sondern eine nach journalistischen Grundsätzen arbeitende Redaktion. Jetzt wird es also persönlich. Ja, auch das darf Journalismus. Muss Journalismus. Dies ist nun die dritte Ausgabe in Folge, in der wir euch, unsere Leser*innen, über unsere Rechercheergebnisse im Fall der CSD-Spenden der Wirte Dennis R. und Johannes Z. informieren. Die Faktenlage hat sich jedes Mal erst nach unseren Veröffentlichungen geändert. Die Darstellung, es hätte keine Kommunikationsversuche unsererseits gegeben, ist schlicht falsch. Richtig ist, dass selbst nach dem ersten Bericht Ende Herbst 2020 von Dennis R. nur der Scan eines Überweisungsbeleges und ehrabschneidende Beschimpfungen gegenüber unserem Mitarbeiter Mathias und meiner Person und eingingen. Johannes Z. reagierte auf meine Fragen zur Banktransaktion ganz offensichtlich so schwammig und weglassend wie möglich, dass uns und insbesondere mir nur die Wahl blieb, gutgläubig klein bei zu geben oder eben – was ich für meinen Job halte: hartnäckig zu bleiben, bis die Faktenlage mich von einer adäquaten Darstellung der Realität überzeugt. Warum er das tat? Spekulativ. Die Folge: Auf einmal sind die Dinge erklärbar. Aber wiederum erst nach einer weiteren Runde Quellenbefragung inklusive Arbeitsaufwand für ehrenamtliche Mitarbeiter*innen beim CSD und der Buchhaltung bzw. Geschäftsführung der Aidshilfe (Dank an dieser Stelle noch einmal!) und der Veröffentlichung der sich daraus ergebenden Sachlage. Ich zitiere aus einem von Johannes Z. und Dennis R. auf den Facebookseiten des Schwarzen Hermann und der Bar Friends nach diesem Bericht geposteten Beitrag vom 4. Februar unter der Zwischenüberschirft „Haben wir Fehler gemacht“: „Ja klar, wir sind Menschen. Wir sind unreflektiert in einen dummen Konflikt gegangen, den Gespräche zur richtigen Zeit hätten vermeiden oder zumindest entschärfen können. Wir haben weder der AIDS-Hilfe noch den Käufer:innen der Pride-Beutel ausreichend kommuniziert, dass ihre Spende einem anderen als dem ursprünglichen Zweck zu Gute kommen sollte. Darüber hinaus wirkte die Verknüpfung mit einer anderen Aktion, dem zuvor benannten Advents-Bingo, und unserer schlechten Kommunikation zu weiteren, sehr wohl vermeidbaren Verwirrungen. Und ja, Dennis hat im Eifer des Gefechts oder sagen wir besser, in den Wirrungen des Konfliktes die Anweisung der zugesagten Spende der Veranstaltung vergessen.“ WIR STELLEN FEST Ein konstruierte Konflikt zwischen meinem Mitarbeiter, einem CSD-Vorstand und den Wirten, hat letztere seit 2018 davon abgehalten eine vertraglich vereinbarte Umsatzbeteiligung weiterzuleiten und dies erst nach mehr als einem halben Jahr intensiver öffentlicher Schadensbegrenzungs-PR in Reaktion auf ganz normale journalistische Berichterstattung getan. Die 550 Euro sind am 2. Februar 2021 beim CSD Verein eingegangen. Schenkt man* zusätzlich der Darstellung der Wirte Vertrauen, dass die Überweisung vom Friends Weihnachtsbingo an die Aidshilfe die Beutelspenden enthielt, obwohl zwei schriftlich vorliegende Aussagen und der Zeitablauf dagegen sprechen, ist der Fall abgeschlossen: Es wurden Spenden umgewidmet und andere verbeutelt. Sie wurden nachgezahlt und man* hat sich zumindest bei den Spender*innen dafür entschuldigt. Dass wir als Redaktion da nicht mitgemeint wurden, ist Berufsalltag: Journalismus heißt schreiben, was andere nicht gedruckt sehen wollen. Alles andere ist PR. *Christian Knuth Hinweis: Wir appellieren an Johannes Z. und Dennis R., ehrenrührige Angriffe auf die journalistische Integrität der hinnerk Redaktion, insbesondere unseres Mitarbeiters Mathias Rätz

OLDENBURG CSD verschoben NORDDEUTSCHLAND 15 Der CSD Nordwest ist nach dem Hamburger CSD die größte Pride- Veranstaltung im Norden. Die Demonstration findet zwar in Oldenburg statt, hat aber, wie der Name andeutet, ein weites Einzugsgebiet. Beim 25. Geburtstag 2019 demonstrierten rund 11.000 Menschen. *vf FOTO: M. RÄTZ Letztes Jahr konnte der CSD in Oldenburg aus Infektionsschutzregelungen nicht wie gewohnt stattfinden. Das Organisationsteam ließ sich jedoch nicht entmutigen und plante viele kleine Aktionen, wie eine Fahrraddemo, Plakataktion und einer Mahnwache. Dieses Jahr wünschen sich die Organisator*innen, dass ein größerer CSD wieder möglich sein wird. Aus diesem Grund wird der traditionelle Termin im Juni auf dem 18. September verlegt. Die Veranstalter*innen erhoffen sich von der Verschiebung mehr Planungssicherheit, als der Sommer während der Corona-Pandemie bieten könnte. Im Herbst freuen sie sich auf rege Beteiligung an der Demonstration. „Wir rufen alle Bürger*innen und Organisationen, denen die Vielfalt und Gleichberechtigung von Menschen am Herzen liegen, auf, sich zu beteiligen und einzubringen.“ www.csd-nordwest.de BREMEN Rettet die Zone: Fetisch muss leben! Das Community-Zentrum „Zone283“ ringt ums Überleben, der Bremer Klub bittet jetzt um Spenden. „Liebe Freunde, Fördermitglieder und Fans der Zone283, im Rahmen der aktuellen Entwicklung mit dem erneuten Lockdown für die Gastronomie, muss selbstverständlich auch die Zone283 bis auf Weiteres geschlossen bleiben.“ Quelle: Facebook Der 1996 gegründete schwule Safe Space war seit den 1990ern für Fetisch- Kerle diverser Spielarten eine wichtige Anlaufstelle, Ort für Spaß, Lust und Vereinsleben. Dann kam Corona. 2021 braucht er die Unterstützung der Community! Der (Männer-)Verein betreibt einen nicht kommerziellen Klub und finanzierte sich vor Corona vor allem durch niedrige Eintrittspreise. Und wie alle anderen Veranstalter*innen treffen die Corona-Schutzverordnungen zur Bekämpfung der Pandemie auch das Team der Zone283 sehr hart. Um in der Zukunft für die Leder-Community ein Treffpunkt sein zu können, bittet der Verein um finanzielle Unterstützung. *vf/rä Wer spenden möchte, kann dies direkt über Paypal tun: paypal.me/Zone283, www.zone283.de FOTO: CHRISTIAN BUEHNER / UNSPLASH / CC0 LÜBECK MenCheck-Woche FOTO: GNACIO MARES / UNSPLASH / CC0 Die Lübecker AIDS-Hilfe lädt mit der Beratungsstellle für sexuelle Gesundheit und HIV und der AIDS-Pflege zur nächsten MenCheck-Woche ein. Vom 19. bis 22. April kann man sich kostengünstig auf HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten testet lassen. Die Beratungsstelle weist daraufhin, dass wegen der Pandemie eine Telefonanmeldung erforderlich ist. Wer einen männlichen Berater möchte, soll dies bei der Anmeldung vermerken. Für einen Hepatitis- Test muss der Impfpass mitgebracht werden. *vf 19. - 22.4. Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und HIV, Gesundheitsamt Lübeck, Sophienstraße 2 – 8, Lübeck, Anmeldung unter 04511225327

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.