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gab September 2021

Buch Azzedine Alaïa &

Buch Azzedine Alaïa & Tina Turner, Paris, 1989, © Peter Lindbergh (courtesy Peter Lindbergh Foundation, Paris) Azzedine Alaïa, Maria Johnson und Peter Lindbergh, Paris, 1984 BILDBAND Role Models treffen auf Kunst und Mode „Azzedine Alaïa“ aus dem Hause Peter Lindbergh ist eine elegante und vor allem spannende Reise in eine Zeit vor Corona: Ikonen wie Tina Turner und natürlich die Mode des tunesischstämmigen Pariser Modedesigners Azzedine Alaïa (1935 – 2017) vereint in einem prallen Bildband. Die Modewelt nimmt ihre Inspiration auch aus der Musik von einflussreichen Künstler*innen wie Madonna und Tina Turner, diese wiederum brauchen avantgardistische Kreationen, um ihr Image, ihre Kunst zu transportieren. Und beide brauchen talentierte Fotografen wie Peter Lindbergh (1944 – 2019). Eine Ménage-à-trois, die für alle Seiten Gutes bewirkt. Und wir, die Fans, kommen in den Genuss solcher Bilder, wie sie dieses im April beim Kölner TASCHEN Verlag erscheinende Buch auf 240 Seiten versammelt. „Azzedine Alaïa“ feiert die Vorliebe beider Künstler für Einfarbigkeit, bei Lindberg war es die Farbe Schwarz in der Fotografie, bei Alaïa konnte es auch mal ein Anzug ganz in Silber sein. Und beide feierten mit Models wie Naomi Campbell auch die Weiblichkeit an sich. „Frauen sind offener, mutiger, haben stärkere Nerven und nehmen im Vergleich zu Männern mehr Risiken in Kauf. Ich betrachte sie als das, was sie wirklich sind, vielleicht ist es das, was sie dazu bringt, sich mir hinzugeben“, so Peter Lindbergh. „Ich wollte immer freie Frauen. Ich hoffe, dass meine Kleider ihnen diese Leichtigkeit verleihen. Das schönste Kompliment, das ich jemals erhalten habe, war, als sie mich anblickten und sagten: ‚Ich fühle mich frei‘“, so einst Azzedine Alaïa. Ein inspirierendes Buch, eine kunstvolle Verbeugung vor den Menschen. *rä Peter Lindbergh „Azzedine Alaïa“, Hardcover, 24 x 32,7 cm, 1,41 kg, 240 Seiten, 60 Euro, TASCHEN Verlag, www.taschen.com RATGEBER Gute Vibes statt erdrückender Sorgen Loslassen ist leichter gesagt als getan, denn der Alltag mit seinen Bürden, negativen Nachrichten, scheinbar bedrohlichen E-Mails und all dem Stress macht es einem nicht einfach. Dieses Buch kann womöglich helfen, damit umzugehen. Die Autorin und Mentaltrainerin Melanie Pignitter veröffentlichte gerade ihren neuen Ratgeber „Federleicht – Wie du loslässt und ein befreites und erfülltes Leben führst“ beim GOLDEGG Verlag, der Leser*innen darin unterstützen soll, sich im Alltag nicht von Sorgen, sondern von positiven Gefühlen leiten zu lassen. „Das regelmäßige Entrümpeln des eigenen Heims ist für viele Menschen ganz normal. Dass sich auch in der Gedankenwelt Altlasten stapeln können, wird jedoch gern übersehen“. Die Autorin beschreibt in dem Buch auf rund 200 Seiten den Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt: „Was du nicht loslässt, lässt auch dich nicht los“. Doch wie geht das? In ihrem Buch gibt die Autorin Ratschläge, die ihr selbst geholfen haben, zudem endet jedes Kapitel mit „Be-free-Tools“, Übungen, die man leicht umsetzen und lernen kann. Positive Gedanken müssen zugelassen und „ausgebrütet“ werden. Man geht davon aus, dass uns rund 60.000 Gedanken jeden Tag durch den Kopf kreisen, positive Reflexionen machen im Durchschnitt nur fünf Prozent aus. Daran kann man arbeiten. *rä www.goldegg-verlag.com, honigperlen.at, www.facebook.com/melanie.pignitter

BLOG Superhelden sind immer „echte“ Männer?! Schaut man auf die Helden der Comicwelt, so sind diese meist trainierte Weiße, muskulös, heterosexuell, dominant, kerlige Macher, die Fakten schaffen. Lässt man die 1941 erfolgreich gelandete Wonder Woman weg, bleiben nicht viel queere Weiblichkeiten übrig. Ein Fest für Freunde toxischer Männlichkeit. In den letzten Jahrzehnten kommt aber mehr und mehr Diversität in die Comicwelt, zum Beispiel Dragman aka August Crimp. Buch Der Autor Arkadiusz Luba widmet ihm auf seinem Blog „Bare Comic Book Art“ ein schönes Feature, auf das wir hiermit hinweisen wollen – und aus dem wir zitieren dürfen. „Auf Dragman bzw. auf seinen Autor, Steven Appleby, bin ich dank der FAZ aufmerksam geworden. Nachdem sein erster Comic Rockets Passing Overhead (mit Captain Star) in Harry Rowohlts Übersetzung im ZEITmagazin erschien und 1994 den Max und Moritz-Preis gewann, zeichnete er 2001 nämlich für die FAZ einen täglichen Comicstrip“, so der Blogger. Dragman- Erfinder Steven Appleby verrät ihm auf FOTO: M. RÄDEL „Bare Comic Book Art“: „Ich bin nicht August Crimp. Ich bin aber, wie August, ein Mann, der Frauenkleider trägt, und wie August fand ich eines Tages einen Damenstrumpf zwischen den Polstern eines alten Sofas und zog ihn instinktiv an. Die Arbeit an Dragman war für mich eine Möglichkeit, Spaß mit dieser Besessenheit zu haben, die ich endlich positiv sehen konnte.“ *rä Hier geht es zum ganzen Feature: https://bookcomicart.wordpress.com/ 2021/05/26/dragman/

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