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gab September 2021

34 KULTUR Popkonzert

34 KULTUR Popkonzert ANIKA LIVE Die ehemalige Journalistin Annika Henderson ist heute Dichterin, Radiomoderatorin, Filmemacherin und Sängerin. 2010 landete sie mit ihrem Debüt-Album „Anika“ einen Überraschungserfolg – auch wegen der Singleauskopplung „I go to sleep“, einem Cover eines alten Kinks Songs. 2021 erscheint nun ihr zweites Album „Change“ und verspricht wieder eine atmosphärische Reise in experimentelle Post- Punk-, Dub-und Psychedelic- Soundwelten. 10.9., Hafen2, Nordring 129, Offenbach, 19:30 Uhr (Konzertstart 20 Uhr), www.hafen2.net, www. anikainvada.tumblr.com FOTO: SVEN GUTJAHR Man Ray „Érotique voilée”, Refoto aus dem Archiv von Meret Oppenheim, Courtesy LEVY Galerie, Hamburg AUSSTELLUNG ES IST DIE IDEE, Impression der letzten Live Night DIE ZÄHLT FOTO: DIRK MASBAUM LIVE AUF DER SOMMER- WIESE: APPARAT Melancholisch, manchmal minimalistisch und immer atmosphärisch dicht: Seit fast 20 Jahren erforscht der Berliner Künstler Sascha Ring alias Apparat elektronische Sounds, ergänzt sie mit klassischen Instrumenten und komponiert hymnische Songs fürs Kopfkino, den Club, Filme und Theaterstücke. Im September kann man auf der Sommerwiese vor der Jahrhunderthalle in fluffigen Soundwolken versinken. *bjö 13.9., Sommerwiese vor der Jahrhunderthalle, Pfaffenwiese 301.Frakfurt-Höchst, 20 Uhr, Tickets über www. centralstation-darmstadt.de FOTO: STUDIO LORD Z Die Aschaffenburger Kunsthalle Jesuitenkirche widmet sich in ihrer aktuellen Ausstellung einem der einflussreichsten Künstler des Surrealismus, Dadaismus und der Moderne: Man Ray ist der „Magier auf Papier“. Am Anfang steht eine Idee – erst dann folgt eine der Idee entsprechenden künstlerischen Umsetzung. So simpel ist die Maxime des amerikanischen Künstlers Emmanuel Radnitzky alias Man Ray. Und das ist auch der Grund, wieso der Künstler, der von 1915 bis zu seinem Tod 1976 aktiv war, so viele verschiedene Medien für seine Werke verwendet: Es gibt Fotografien, Malerei, Zeichnungen, Bronzen, Objekte und Filme. Mit dieser offenen Herangehensweise hat er nachfolgende Künstler*innen- Generationen nachhaltig beeinflusst. Am bekanntesten sind heute seine Portraitaufnahmen zeitgenössischer Künstler*innen aus der Hochphase der Pariser Literatur- und Kunstszene der 1920er und 30er. Zum Beispiel Meret Oppenheim, die für Man Ray das Model für die Akt- Fotoserie „Érotique voilée“ gab. Die Kunsthalle Jesuitenkirche stellt im Bereich der Fotografie besonders die sogenannten „Rayographien“ in den Fokus. Man Ray war experimentierfreudig und entwickelte diese eigene Technik, die man als Fotografie ohne Kamera bezeichnen kann; dafür werden Objekte auf Fotopapier gelegt und anschließend belichtet. Die zum Teil verschwommenen Ergebnisse faszinierten den Künstler, weil gerade sie die Elemente des Automatismus, des Zufalls und ein spielerisches Element in seine Werke miteinbezogen. Die Rayographien stellen gleichzeitig eine Verbindung zu Aschaffenburg: Bereits vor Man Ray hat der bayerische Künstler Christian Schad mit entsprechender Fotografie ohne Kamera experimentiert – die sogenannte „Schadographie“, um die Man Ray wusste und die als Ausgangspunkt für Man Rays eigene Experimente gesehen werden können. Der Nachlass von Christian Schad ist heute in Aschaffenburg beheimatet und in einem eigenen Museum unweit der Kunsthalle Jesuitenkirche zu sehen. *bjö „Man Ray. Magier auf Papier … und der Zauber der Dinge“ ist noch bis 24.10. zu sehen, Kunsthalle Jesuitenkirche, Pfaffengasse 26, Aschaffenburg, www.museen-aschaffenburg.de

KULTUR 35 BALLETT TRACES SPUREN ZEITGENÖSSISCHEN TANZES FOTOS (PORTRAITS): DOMINIK MENTZOS Sam Young-Wright Jacopo Godanis Dresden Frankfurt Dance Company eröffnet die neue Spielzeit mit einem Special: Fünf Ensemblemitglieder choreografieren gemeinsam den Tanzabend „Traces“. Michael Ostenrath FOTO: COSTIN RADU Der Titel „Traces” ist Programm: Felix Benning, Kevin Beyer, Anne Jung, Michael Ostenrath und Sam Young-Wright begeben sich auf Spurensuche und verbinden ihre Erfahrungen aus der gegenwärtigen choreografischen Forschung eines Jacopo Godani mit ihren bisherigen tänzerischen Einflüssen und eigenen choreografischen Handschriften. Und an Erfahrung mangelt es den fünf Spitzentänzern nicht: Zum Beispiel der in Greifswald geborene Kevin Beyer, der als Standardund Lateinamerikanischer Tänzer startete, ins Musical-Fach schnupperte, um schließlich beim zeitgenössischen Tanz zu landen. Oder der Australier Sam Young-Wright, der in seiner Heimat bereits für die Sydney Dance Company arbeitete, als Stipendiat des Nederlands Dance Theater Summer Intensive tanzte, bevor er 2018 zur Dresden Frankfurt Dance Company kam. „Traces“ ist ein vibrierendes, experimentelles Stück, das auch die architektonischen Besonderheiten des Open-Air-Logentheaters Sommerbau mit seiner Stahlrohrkonstruktion und der arenaartigen Bühne miteinbezieht. Fresh! *bjö 14. – 16.9., Sommerbau, Kaiserleipromenade Offenbach, 20 Uhr, www.dresdenfrankfurtdancecompany.com, Tickets über www.sommerbau.net Kevin Beyer Anne Jung Felix Benning Exclusive by Men´s Lifestyle & Fetish Store Brückenstraße 36 60594 Frankfurt Di.-Sa. 11.00 - 19.00 Tel.: 069 / 200 23 940 Online-Shop:www.RUFFonline.de

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