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GAB September 2020

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gab – das Gaymagazin

4 FRANKFURT Kolumne

4 FRANKFURT Kolumne FOTO: BJÖ INTERVIEW ILLUSTRATION: JANIS CIMBULIS „Panta rhei“ – „alles fließt“ ist einer der bekanntesten Lehrsätze des griechischen Philosophen Heraklit. Nicht zuletzt in Bezug auf die Zapfhähne und Cocktailshaker in queeren Bars ist das derzeit zutreffend. Noch. Wer aber weiß, ob nicht demnächst doch wieder eine zweite Corona-Welle die vielen Party-Bilder von den sich ungezwungen in den Armen liegenden Menschen aus meiner Instagram-Timeline schwemmt und für Monate wieder durch Lockdown- Selfies bei der Wohnzimmergymnastik ersetzt. Für viele Bereiche des Bar-, Club- und Kleinkunstlebens, die kaum ein Wellental gespürt haben, wäre es der Untergang. Umso mutiger und bemerkenswerter ist, dass in der Frankfurter Szene Heraklits Sinnspruch des fortwährenden Formwechsels trotz Pandemie mit praktischer Bedeutung beladen wird. Denn hier vollzieht sich ein gelungener Generationenwechsel, bei dem Jung-Gastronom Max sowohl die „Autographs Bar“ als auch die „Blue Bar“ übernimmt. Erstere erhält wieder ihren Mädchennamen „Tangerine“. Letztere verschiebt er farblich ins wärmere Spektrum, so dass sie nun als „Pink Bar“ reüssiert. Szene-Veteran Norbert weiß die über Jahre von ihm geführten Szene-Läden damit in guten Händen und eröffnete mir seine Übergabe- Entscheidung, wie es seine Art ist, leichthin mit einem Vers von Hermann Hesse: „Abschied nimmt die bunte Welt, Die so lieb mir ward. Hab ich auch das Ziel verfehlt, Kühn war doch die Fahrt.“ ... ... weiterlesen auf www. männer.media/regional/gab Seit Ende vergangenen Jahres ist Roland Marzinowski der neue Projektkoordinator im Switchboard. Dort kümmert er sich um das ehrenamtliche Barteam und ums Geschäftliche. Im Interview stellen wir Roland vor. Roland, du bist mehr oder weniger kurz nach deinem Start im Switchboard in den Corona-Shutdown geraten. Wie war das für dich? Ich fand es sehr schade: Da startet man gerade, und dann muss alles heruntergefahren werden. Stattdessen musste ich ein Hygienekonzept erstellen. Aber nun schaue ich gerade, wie sich unsere Gruppen wieder treffen können. Ab September sollte das wieder möglich sein. Das ist eine komplexe Aufgabe mit großer Verantwortung – denn gerade die AIDS-Hilfe hat ja eine Expertise in der Gesundheitsvorsorge. Wie habt ihr es für’s Switchboard generell gelöst? Momentan können maximal 27 Leute im Gastraum sein. Das kommt auch ganz gut hin, weil derzeit weniger Gäste als sonst kommen. Der Hof ist derzeit für die Ehrenamtlichen reserviert; sie müssen ja während der Dienstzeit Masken tragen und nutzen den Hof als Pausenort. Es funktioniert, weil alle Gäste mitmachen. Zumindest haben wir die Zeit genutzt und den Hof renoviert, und er ist jetzt viel schöner als vorher. Die Veranstaltungen der SwitchKultur und die Partys können momentan gar nicht stattfinden? Leider nein, aber immerhin gibt es die SwitchKultur virtuell, einen YouTube-Kanal, der mit ganz viel Herzblut und tollen Ideen von den Machern der SwitchKultur betrieben wird. Es ist irre aufwändig diese Videos zu erstellen. Das Programm kann sich sehen lassen: Der Krimiautor Dieter Kaufmann hat bei uns gelesen, die Offene Bühne und Jo van Nelsen sind zu erleben. Man merkt aber auch: Gewisse kulturelle Darbietungen leben von der Begegnung, also zur gleichen Zeit am gleichen Ort zu sein. Das macht ein kulturelles Erlebnis aus. Wenn man für sich allein ein Video anschaut, fehlt diese direkte Kommunikation. Trotzdem finde ich es wichtig, dass die SwitchKultur das anbietet und so in den Köpfen der Leute bleibt. Wie bist du zum Switchboard gekommen? Ich habe Theaterwissenschaft, Kulturwissenschaft und Publizistik studiert und habe dann 15 Jahre an verschiedenen Stadt- und Staatstheatern als Dramaturg für Schauspiel gearbeitet. Bei meinem letzten Engagement habe ich gemerkt, dass ich nicht länger in der „Theatermühle“ bleiben möchte. Denn ich wollte die Diskrepanz nicht mehr mitttragen, die es ganz häufig an Theatern gibt: Auf der Bühne werden große demokratische und emanzipatorische Werte postuliert, und innerhalb der Häuser sieht es ganz anders aus. Dort herrschen krasse Hierarchien. Manche Intendant*innen agieren wie neofeudale Machthaber, und die politischen Entschei-

FRANKFURT 5 EIN ANGEBOT, JAHRE GARANTIE Der Kia Sportage. Überrascht immer wieder. AKTIV MITZU- MACHEN Kia Sportage 1.6 CRDi 136 VISION für € 26.990,– Jetzt auch mit Mild-Hybrid- Technologie dungsträger dulden das stillschweigend. Ich bin 2018 der Liebe wegen in die Rhein-Main-Region gekommen und kannte vom Switchboard nur die CreamTime und einige Veranstaltungen. Aber Stammgast war ich keinesfalls. Als die Stelle ausgeschrieben war, dachte ich mir, dass das Anforderungsprofil perfekt zu mir passt. Hier zu arbeiten ist eine ganz neue Erfahrung für mich. Die Arbeitsatmosphäre ist sehr respektvoll und partnerschaftlich und fördert den Gruppenzusammenhalt. Was ist für dich das Besondere am Switchboard? Das Switchboard unterscheidet sich in einem Punkt von anderen Kneipen. Denn neben dem Zuspruch von Gästen ist es auf das Engagement von ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen angewiesen. Und das macht seine eigentümliche Atmosphäre aus. Einfach nur konsumieren, zahlen und nach Hause gehen würde auf Dauer nicht funktionieren. Denn das Switchboard lebt vom langfristigen Engagement seiner Mitglieder und der Community. Es bietet die Möglichkeit, sich einzubringen mit seiner Humanpower und seinen Ideen. Wir haben Leute, die Lust haben, im Barteam zu arbeiten, andere, die das Veranstaltungsprogramm gestalten, und noch andere, die sich handwerklich bei Umbauarbeiten betätigen. Dabei sind wir immer auch auf Neueinsteiger angewiesen. Das Switchboard ist ein doppeltes Angebot für Frankfurt. Zum einen, sich hier abends an der Bar zu amüsieren, und zum anderen, hier aktiv mitzumachen mit hoffentlich dem gleichen Spaß. Interview: Björn Berndt Switchboard, Alte Gasse 36, Frankfurt; derzeit Do, Fr, Sa ab 19 Uhr, So 14 – 18 Uhr CreamTime mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen; In Zukunft kommen eventuell weitere Öffnungstage hinzu, Infos über www.switchboard-ffm.de Checkt „SwitchKultur virtuell“ bei YouTube unter „Switchboard Bar.Café.Kultur“ Abbildung zeigt kosten pflichtige Sonderausstattung. Lassen Sie sich überraschen: vom innovativen 1.6 CRDi EcoDynamics+ Dieselmotor im Kia Sportage. Der smarte Mild-Hybrid-Antrieb nutzt zusätzlich zum Dieselaggregat die Kraft einer eingebauten 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie. Das Ergebnis: • Bis zu 8 % weniger Kraftstoffverbrauch 1 • Bis zu 8 % weniger Emissionen 1 • Beibehaltung der vollen Dynamik Die 7-Jahre-Kia-Herstellergarantie*, das Kia Qualitätsversprechen, ist selbstverständlich ebenfalls mit an Bord. Kraftstoffverbrauch Kia Sportage 1.6 CRDi 136 VISION (Diesel, Manuell (6-Gang)), 100 kW (136 PS), in l/100 km: innerorts 4,6; außerorts 4,3; kombiniert 4,4. CO 2 -Emission: kombiniert 117 g/km. Effizienzklasse: A+.² Gern unterbreiten wir Ihnen Ihr ganz persönliches Angebot. Besuchen Sie uns und erleben Sie den Kia Sportage bei einer Probefahrt. Häusler Automobile GmbH Am Kirchplatz 41–43 • 65779 Kelkheim Tel.: 06195/97 96 30 • www.kia-häusler-kelkheim.de * Max. 150.000 km Fahrzeug-Garantie. Abweichungen gemäß den gültigen Garantiebedingungen, u. a. bei Lack und Ausstattung. Einzelheiten unter www.kia.com/de/garantie 1 Im Vergleich zum Kia Sportage 1.6 CRDi (Diesel, Automatik) MJ 19, 100 kW (136 PS), ohne 48-V-Batterie. Kraftstoffverbrauch in l/100 km: innerorts 5,2; außerorts 5,3; kombiniert 5,2. CO 2 -Emission: kombiniert 138 g/km. Effizienzklasse: A. Ersparnis ausstattungsabhängig zwischen 6,0 % und 8,2 %. 2 Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen.

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.