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GAB September 2020

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16 FRANKFURT In seinem

16 FRANKFURT In seinem Frankfurter Studio „andyoga“ bietet Andreas Gummel neben verschiedenen Workshops für Yoga, Ayurveda und Coaching auch spezielle Yoga-Kurse für schwule Männer an. Was das Besondere daran ist, erklärt er im Interview. FOTO: RALF SCHEIBER Andreas, warum bietest du spezielle Yogakurse für schwule Männer an? Viele, die zu mir kommen, kennen Yoga aus Gruppen, die hauptsächlich aus Frauen bestehen. Viele möchten aber lieber zusammen in einer Männergruppe Yoga machen. Ein weiterer, nicht unwichtiger Aspekt ist, dass man andere, gleichgesinnte Schwule kennenlernen möchte. In den Gruppen harmoniert das ganz gut. Wie meinst du das? Die Männer in meinen Gruppen sind zwar alle ganz unterschiedlich, kommen zum Beispiel aus ganz verschiedenen Berufsgruppen, aber alle haben eine Gemeinsamkeit: Eine gewisse Offenheit und die Bereitschaft, sich auf andere einzulassen. Beim Yoga lernt man eine stärkere Achtsamkeit für den Körper, aber auch wie man andere wohlwollend kennenlernt und ihnen entgegenkommt. Wer Yoga macht, ist auf der Suche nach sich selbst und möchte zur Ruhe kommen – das ist die wichtigste Gemeinsamkeit. Wie groß sind die Gruppen? Relativ klein, zwischen einem und fünf Teilnehmern. Alles in einer schönen Atmosphäre mit angenehmen Menschen und entspannter Stimmung. Da kann ich sehr gezielt auf jeden Einzelnen eingehen. Das ist für Anfänger bestimmt wichtig, auch um zu korrigieren? Ja auch, obwohl jeder seinen eigenen Yogastil entwickelt, mit den persönlichen Eigenheiten. Und wir wiederholen immer wieder einzelne Yoga-Positionen, die Asanas, die wir uns dann intensiv anschauen. Welchen Yoga Stil unterrichtest du? Grundsätzlich Hatha Yoga, das körperliche Yoga. Ich habe die Ausbildung für Sivananda Yoga und Erfahrungen in Power Yoga, Bikram Yoga und Business Yoga gesammelt. Ich bin außerdem ausgebildet als Yoga-Therapeut, ayurvedischer Gesundheitsberater sowie Entspannungs- und Meditationsberater. Erkläre kurz Hatha Yoga Hatha Yoga ist das körperliche Yoga, also mit körperlichen Übungen, Entspannung und Atemübungen. Wir benutzen Hatha Yoga YOGA FÜR MÄNNER hauptsächlich um Stress abzubauen, die Energie besser zu nutzen und insgesamt besser durchs Leben zu kommen. Hatha Yoga ist die Mischung aus Anspannung und Entspannung. In der Entspannung kann der Körper die Anspannung verarbeiten und lernen, anders damit umzugehen. Dem Grundgedanken nach ist Hatha Yoga übrigens lediglich die Vorbereitung für die Meditation, die geistige Stufe des Yoga. Du bietest auch Nackt-Yoga und die sinnlich-erotische Öl-Tantra- Massagen an; findet man das nicht anrüchig? Ich weiß nicht, ob es anrüchig ist. Es hat auf jeden Fall mit Sexualität zu tun. Die Tantra Massage arbeitet mit sexueller Energie, genau wie Yoga auch mit Energie arbeitet. Ich denke, die sexuelle Energie wird oftmals nicht oder nicht richtig genutzt. Das kann man hier lernen. Warum sollte man Yoga machen? Man muss nicht unbedingt Yoga machen, aber man sollte auf jeden Fall den Körper bewegen. Für den einen ist es Joggen, für den anderen Yoga. Das muss jeder für sich herausfinden. Aber Bewegung ist wichtig, um sich besser spüren zu können, leichter durchs Leben zu gehen und glücklich zu sein. Du bietest neben Yoga-Kursen auch Coaching und ayurvedische Kochkurse an; das steht alles im Zusammenhang? Wenn man den Körper fit hält, gehört es auch dazu, auf eine gute Ernährung zu achten. Das muss nicht unbedingt die ayurvedische Küche sein, aber man sollte ein Bewusstsein dafür entwickeln, was man isst. Vegetarische Speisen tun einem besser als, sagen wir mal, Fastfood. Über die ayurvedische Küche lernt man außerdem etwas über die heilende Wirkung von Essen. Bei meinem Coaching geht es hauptsächlich darum, das Verhältnis zum eigenen Körper zu klären und die Verbindung mit dem Geist kennen zu lernen. Darauf muss man sich einlassen können. Ich sage nicht, dass man sich auf alles einlassen muss, aber manchmal schließen wir einige Dinge einfach zu früh aus. andyoga – Yoga für Männer – Andreas Gummel, Petterweilstr. 2, Frankfurt, www.gayandyoga.com

FRANKFURT 17 ABSCHIED Eine Diva sagt Good-bye FOTO: SVEN KLUEGL maincheck_up Mit seinen Travestie-Revuen wurde Bäppi La Belle zur Frankfurter Kultfigur, seine Fans schwärmen noch heute vom „Rosa Bock“ und der legendären Politshow „Angela, du goldisch Maus“. Nach 26 Jahren wandern die Glitzerfummel – und eine Burka – aber endgültig in die Vitrine; die Grande Dame verabschiedet sich in den wohlverdienten Ruhestand und vor dem geistigen Auge sieht man La Belle ein letztes Mal die Treppen des, inzwischen geschlossenen Theatrallalla-Theaters in der Friedberger Landstraße hinabwandeln und die Worte flüstern: „Ich bin bereit für die Großaufnahme, Mister deMille“. Aber Bäppi bleibt seinem Publikum natürlich erhalten! Als Altstadtführer, Kabarettist, Regisseur, Autor und Sänger lässt Bäppi seine Fans auch 2020/21 den Alltag für ein paar Stunden vergessen. Das Theatrallalla tourt bis zur Neueröffnung quer durch Hessen, eine neue Show ist ebenso in Planung wie das große Konzert zum 60. Geburtstag im Mozartsaal der Alten Oper, eine Biografie wird im Herbst 2021 erscheinen, und das Drehbuch zur zweiten James- Bond-Parodie namens „More Time To Drink“ ist auch schon geschrieben. Bei einem derart vollen Kalender bleibt gar keine Zeit für wehmütigen Abschiedsschmerz! *mas Alle Infos zu Bäppis Projekten auf www.theatrallalla.de und www.baeppis-events.de FOTO: BJÖ

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.