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GAB September 2017

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8 FRANKFURT FOTO:

8 FRANKFURT FOTO: PHILIPPE HOFMANN gratuliert INTERVIEW 29 JAHRE SWITCHBOARD Im September feiert eine einzigartige Frankfurter Szene- Institution Geburtstag, die diversen Gruppen Unterschlupf bietet: Das Switchboard wird 29! Zum Jahrestag des Info-Cafés der AIDS-Hilfe Frankfurt haben wir mit Martin Franke, dem Switchboard-Koordinator, gesprochen. Martin, wie bist du zum Switchboard gekommen und wann war das? Im Jahr 2000 habe ich hier als Ehrenamtler angefangen. Schon in Osnabrück habe ich mich in einem Café der AIDS-Hilfe engagiert. Dann kam ich für mein Studium nach Frankfurt und wollte diese Arbeit fortsetzen. Ein Freund, der hier schon Stammgast war, machte mich auf das Angebot aufmerksam. Anfangs organisierte ich im Switchboard Partys und half dann später auch an der Bar. Als Norbert (Anm. d. Red.: Norbert Dräger, langjähriger Mitarbeiter der AG 36 und des Switchboards) andere Aufgaben im Haus übernahm, bewarb ich mich auf seine Stelle und arbeite seitdem hauptamtlich hier. Feiert ihr den Geburtstag dieses Jahr? Am 30. September findet abends die SWITCH-Party, das Oktoberfest, bei uns statt, zu der alle herzlich eingeladen sind. Was schätzt du am Switchboard besonders? Ich ziehe den Hut vor den Menschen, die für uns ehrenamtlich tätig sind und ihre Freizeit dafür nutzen, dass im Switchboard alle Zahnräder ineinander laufen. Ehrenamt ist so wichtig. Da fallen mir zum Beispiel Ralf, Hubert und ihr Team ein, die in sechs Jahren SWITCH-Kultur 135 Veranstaltungen auf die Beine gestellt „Ehrenamt ist so wichtig.“ – Die Schaltzentrale der Szene feiert Geburtstag haben. Hierzu zählen auch Angebote und Ideen, die von Gästen initiiert und von uns umgesetzt wurden. Davor habe ich größten Respekt. Als neulich Ralf König zu einer Lesung hier war, ist die Hütte aus allen Nähten geplatzt. Das war wirklich ein Highlight. Welche Angebote gibt es neben SWITCH-Kultur noch? Die Offene Bühne zum Beispiel oder unsere Koch- und Backtruppe, die für die kulinarischen Höhepunkte sorgt. Bei uns treffen sich aber auch unzählige Gruppen. Da wären zum Beispiel die Rainbow Refugees, die hier eine neue Zielgruppe bilden. Bis zu 40 Menschen waren allein innerhalb dieser Gruppe schon auf einmal bei uns. Für die Leute ist es extrem wichtig, eine Anlaufstelle zu haben. Außerdem treffen sich hier zum Beispiel noch die Lederkerle, schwule Väter oder auch die schwulheterosexuelle Gesangsgruppe, die sich aus Menschen zusammensetzt, die in der ganzen Szene verstreut sind und dann für ihr eigenes Hobby bei uns zusammenkommen. Das finde ich sehr schön. Und genau das ist ja auch die Idee hinter einem Switchboard, oder? Richtig. Hier gibt es eben auch noch das Selbstverständnis einer Schaltzentrale. In den Entstehungsjahren wirkten wir als Schaltzentrale ausschließlich für HIV- Positive und Aids-Kranke, die damals auch innerhalb der Szene wirklich komplett ausgegrenzt wurden. Man wollte einen sicheren Treffpunkt haben, wo jeder so sein konnte wie er ist. Das Switchboard diente als wichtiger Ort zur Vernetzung. Mit der Zeit gab es dann Therapien und Medikamente. Wir sind die Entwicklung mitgegangen und sind heute eine neue Schaltzentrale, die eben auch noch für viele andere Gruppierungen geöffnet ist. Ich denke, dass das Switchboard nie stehen geblieben ist und auch nie stehen bleiben wird. Gibt es schon Ideen für den 30. Jubiläumsgeburtstag im nächsten Jahr? Ich fände es ja ganz witzig, wenn wir mal wieder eine Party-Schifffahrt auf dem Main machen würden. Das hatten wir vor einigen Jahren schon einmal gemacht und es war echt toll. Das steht aber noch in den Sternen. Auf jeden Fall möchte Ralf König aber wieder kommen. Das hat er uns schon verraten und das freut mich auch sehr. Ansonsten gibt es noch keine konkreten Pläne. Feiern möchten wir unseren 30. Geburtstag aber auf jeden Fall mit etwas Besonderem. Für einen gastronomischen Betrieb ist das ja wirklich ein langes Bestehen. *Interview: Philippe Hofmann 30.9., 29 Jahre Switchboard, Party unter dem Motto Oktoberfest – Oktoberfestbier und zünftige Musi’ gemischt mit aktuellen Tracks von und mit DJ Tostn, ab 21 Uhr Switchboard, Alte Gasse 36, Frankfurt, www.switchboard-ffm.de

FRANKFURT 9 Spurt zum Lauf für mehr Zeit! FOTOS: SÖREN MACHEMEHL FOTO: ELHIT Knapp 4.300 Läufer und Läuferinnen waren es im vergangenen Jahr – „am 10.9. wollen wir die 5.000er Marke knacken“ – Anika Pilger, Organisatorin des Lauf für mehr Zeit, ist zuversichtlich. Der Fünf- und der Zehn-Kilometer-Lauf durch Frankfurts Innenstadt – zwei von mehreren Lauf- Möglichkeiten – bilden den sportlichen Rahmen des Benefiz-Fests auf dem Opernplatz. Mit den Erlösen werden vor allem Präventionsprojekte der AIDS-Hilfe Frankfurt finanziert. „Die Wege des sich Schützens bleiben trotz der medizinischen Erfolge ein Thema“, meint Christian Setzepfandt, Vorstand der AIDS-Hilfe. „Außerdem gibt es in Deutschland immer noch geschätzte 10.000 Menschen, die nichts von ihrer HIV-Infektion wissen“. Dr. Gaby Knecht vom Infektiologikum Frankfurt ergänzt: „Die Behandlungsmethoden für HIV werden sich weiterentwickeln, aber eine Heilung wird es vorerst nicht geben“. Das Infektiologikum steuert als einer der Sponsoren die Läufer-T-Shirts bei. Mit Sachspenden, Werbung und finanzieller Unterstützung ist auch die Frankfurter Verkehrsgesellschaft VGF seit 15 Jahren ein Hauptsponsor. Auch als Teilnehmer hilft man die Arbeit der AIDS-Hilfe zu sichern: Spendenläufer sammeln im Vorfeld Geld im Freundes-, Kollegen- und Familienkreis, und auch mit den Startgeldern als Einzelläufer unterstützt man beim Lauf für mehr Zeit. Online-Anmeldeschluss ist der 2.9., nachmelden kann man sich am Lauf-Wochenende an Ständen auf dem Opernplatz. 119.000 Euro kamen im vergangenen Jahr zusammen – auch das kann 2017 gerne übertroffen werden, meint Anika Pilger. *bjö 10.9., Opernplatz, Frankfurt, 13 – 20 Uhr Straßenfest, 16 Uhr Startschuss zum 5-Kilometerlauf, 17 Uhr Startschuss zum 10-Kilometerlauf, Infos und Anmeldung über www.lauf-fuer-mehr-zeit.de Ohne uns läuft nichts... Duales Studium Ausbildung oder in der Hessischen Finanzverwaltung 3 Jahre Studium Diplom Finanzwirt/in [FH] 2 Jahre Ausbildung Finanzwirt/in 1.203 € brutto im Studium ca. 11.000 Kolleginnen und Kollegen 35 Finanzämter 1.150 € brutto in der Ausbildung grundsätzlich 100 % Übernahmegarantie 1 „Jobticket“ für ganz Hessen Bewirb Dich jetzt! www.finanzverwaltung-mein-job.de

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