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gab Oktober 2020

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4 FRANKFURT Kolumne

4 FRANKFURT Kolumne AKTION ILLUSTRATION: JANIS CIMBULIS Es war mehr als Schall und Rauch, als im Jahr 1815 der Vulkan Tambora im heutigen Indonesien ausbrach und 150 Kubikkilometer schwefelige Asche hoch in die Atmosphäre schleuderte, die sich in der Folge als schmutziger Aerosol-Schleier rund um den ganzen Erdball legte und das darauffolgende Jahr 1816 in der Geschichtsschreibung zum „Jahr ohne Sommer“ mit kaltem Wetter und Missernten werden ließ. Dem Sommer im Corona-Jahr 2020 kann man meteorologisch hingegen kaum Vorwürfe machen. Dürre herrschte jedoch in gesellschaftlichen Lebensbereichen, deren Verfügbarkeit wir bisher dahin als selbstverständlich angesehen hatten. Der monatelange Shutdown von Kunst, Konzert und Bühnenspiel bescherte uns weitgehend einen „Sommer ohne Kultur“, wie ihn niemand von uns bisher gekannt hatte. Dort, wo es möglich ist, unternehmen Künstler*innen nun wieder erste zaghafte Gehversuche, um ihrem Publikum ihr Schaffen und Können zu zeigen. Allein die Organisation von Kulturveranstaltungen setzt dabei schon viel Kreativität voraus. Ohne Frage werden die Kulturveranstaltungen der kommenden Monate ungewohnt und umständlich erscheinen und wir sollten uns klar sein, dass sie nicht um der mageren staatlichen Alimentation willen stattfinden, sondern für den Applaus und Zuspruch des Publikums. So treu wie unsere Künstler*innen uns sind, sollten wir deshalb auch ihnen bleiben ... ... weiterlesen auf www. männer.media/regional/gab FOTO: BJÖ SOLIDARITÄT mit Polen Die Regenbogencrew der AIDS-Hilfe Frankfurt und das Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt luden Ende August auf der Hauptwache Frankfurt zu einer Soli- Veranstaltung für die polnische LGBTIQ*-Community. Das Postulat von LGBTIQ*-freien Zonen, staatliche Repressionen und polizeiliche Verfolgung von LGBTIQ*-Aktivist*innen, Anti-Queer-Demos und Angriffe auf LGBTIQ*-Veranstaltungen und der offen homofeindliche Präsident Duda: Die Lage für LGBTIQ*-Menschen in Polen hat sich in den vergangenen Monaten dramatisch zugespitzt. Unter dem Motto „Die Welt gehört uns allen“ wollten die Regenbogencrew der AIDS-Hilfe Frankfurt zusammen mit dem Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt bei einer Mahnwache ein Zeichen setzen – nicht nur gegen Homophobie in Polen, sondern gegen die massive Unterdrückung. Rund 100 Zuschauende konnte die Veranstaltung unter Einhaltung der geltenden Hygieneanforderungen zählen – und 15 Redner*innen wiesen auf Missstände hin; unter anderem forderte Verena David, die queerpolitische Sprecherin der CDU im Frankfurter Stadtparlament, die Stadt Frankfurt dazu auf, bei Auslandsbesuchen der Frankfurter Partnerstädte die schlechte Menschenrechtslage offensiv anzusprechen und die Möglichkeit nutzen, um zum Beispiel in Kontakt mit LGBTIQ*- und anderen Oppositionsgruppen zu treten. Frankfurt pflegt partnerschaftliche Verbindungen zu Krakau und Budapest. „In Deutschland genießen wir das Privileg, frei unsere Meinung äußern und für unsere Rechte einstehen zu können“, ergänzt Franziska Zahoransky von der Regenbogencrew der AIDS-Hilfe Frankfurt in einer Mitteilung der Gruppe. „Ich möchte mich solidarisch mit denen zeigen, die Mut haben, sich für eine offene und gleichberechtigte Gesellschaft einzusetzen – gerade in Ländern, in denen Aktivist*innen mit teils massiven Repressionen zu rechnen haben. Intoleranz und Ungerechtigkeit gehen uns alle an und dürfen nicht einfach akzeptiert werden.“ *bjö www.vielfalt-frankfurt.de, www.facebook.com/RegenbogenCrew/

FRANKFURT 5 AKTION Das war der LAUF FÜR MEHR ZEIT 2020 Das 25-jährige Jubiläum des Lauf für mehr Zeit, dem Benefizlauf zu Gunsten der AIDS-Hilfe Frankfurt AHF, hatten sich alle anders vorgestellt. AUCH ICH IN ARKADIEN! GRUPPE ASCHAFFENBURGER KÜNSTLER 12.9. – 11.10.2020 FOTOS: ELHIT Pandemiebedingt gab es statt Volkslauf und Opernplatz-Straßenfest die Aktion „#anders(ge)laufen“ mit dem „jeder-läuftfür-sich“-Konzept: Die angemeldeten Läufer*innen absolvierten ihre Strecken individuell zwischen dem 16. August und dem 13. September; die so gesammelten Kilometer wurden vom Titelsponsor VGF mit jeweils 2 Euro als Spende vergütet. Mit dabei waren auch wieder Spendenläufer, die zusätzlich zu ihren gelaufenen Kilometern im privaten Freundes- und Bekanntenkreis Spenden für die AHF gesammelt hatten. Trotz der Ausnahmebedingungen konnten 1.264 Läufer*innen für den Lauf für mehr Zeit 2020 aktiviert werden, die gemeinsam 12.600 Kilometer sammelten; mit der VGF ergab dies eine Spendensumme von 25.320 Euro – zusammen mit den Anmeldegebühren und dem Geld der Spendenläufer konnten insgesamt 50.296 Euro erzielt werden. Mit einer kleinen Zeremonie wurde der Lauf für mehr Zeit trotzdem gefeiert: AHF-Vorstandsmitglied Christian Setzepfandt und Moderator Tim Fischer – seit Jahren das bewährte Team auf der Bühne des Lauf für mehr Zeit-Straßenfests – ehrten die erfolgreichsten Spendenläufer und die Mitglieder der Regenbogencrew legten einen kleinen Zieleinlauf hin – alles zu sehen als Video auf dem YouTube-Kanal der AIDS-Hilfe Frankfurt. Die fünf erfolgreichsten Spendenläufer waren Leo Volck mit 5.745 Euro, Alexander Bodtländer mit 4.871,24 Euro, Albrecht Knoll mit 4.143,33 Euro, Björn Berndt mit 1.310 Euro und Randolf Ruf mit 1.231,34 Euro. WWW.MUSEEN-ASCHAFFENBURG.DE Die AIDS-Hilfe Frankfurt freut sich über das Ergebnis, ergänzt aber: „Die tolle Spendensumme ist jedoch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Der Wegfall der CSD-Tombola, des Loveballs oder anderer Veranstaltungen, auf denen wir hätten Spenden sammeln können, ist sehr schmerzlich für die AHF“. Zum Vergleich: Allein beim Lauf für mehr Zeit 2019 konnte die AHF 96.000 Euro an Spenden erzielen (2018: 121.00 Euro). *bjö Mehr Infos und Spendenmöglichkeit über www.ah-frankfurt.de

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.