Aufrufe
vor 1 Jahr

gab Oktober 2020

  • Text
  • Stuttgart
  • Mannheim
  • Bartime
  • Kultur
  • Eintritt
  • Erotik
  • Gasse
  • Szene
  • Sauna
  • Frankfurt
gab – das Gaymagazin

30 BÜHNE WAS MODE MACHT

30 BÜHNE WAS MODE MACHT zu Mode AUSSTELLUNG Mit der Ausstellung „Fashion?! Was Mode zu Mode macht“ zeigt das Landesmuseum Württemberg in Stuttgart eine umfassende Schau, die nicht nur die Rolle der Mode im Alltag dokumentiert, sondern auch Marktmechanismen kritisch hinterfragen möchte. 1 FOTO: LANDESMUSEUM WÜRTTEMBERG, HENDRIK ZWIETASCH 2 3 FOTO: DEUTSCHES HISTORISCHES MUSEUM/ S. AHLERS / ARCHIV SCHMÖLZ+HUTH - HERINGSON, WUPPERTAL FOTO: MUDE / LUÍSA FERREIRA 1 2 3 4 Tasche, Imitat nach Louis Vuitton, 2003 Modeaufnahme, kurzes Abendkleid mit Cape von Jacques Fath, Walde Huth, 1956 Hosenrock, Jean Paul Gautier, MUDE: Herrenoutfit mit Rock, Jean Paul Gaultier für Gaultier Paris, 1999 T-Shirt „Young Queer Voices“, Türkische Gemeinde Baden-Württemberg e.V., 2019; T-Shirt „DHL“, Demna Gvasali für Vetements, 2018; T-Shirt „No more fashion victims“, Katharine Hamnett, 2019 4 FOTO: LANDESMUSEUM WÜRT- TEMBERG, HENDRIK ZWIETASCH Kleider machen Leute – das galt zu allen Zeiten. Waren es früher Kleidungsstücke aus edlen Materialien, die soziales Prestige ausdrückten, genügt heute eventuell schon ein Markenlabel auf einem einfachen Baumwollsweatshirt, um sich als Mitglied der VIP-Crowd zu fühlen. So oder so: Die Illusion war schon immer ein gewichtiger Teil der Mode, und das Verkaufen von Illusionen einer der Hauptmotoren der Konsumgesellschaft. Die Ausstellung „Fashion?! Was Mode zu Mode macht“ wagt den Spagat zwischen Schneiderkunst und Ausverkauf, zwischen Schein und Sein und möchte einen unterhaltsamen wie kritischen Blick auf die Mode von heute werfen. 250 Exponate werden auf über 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche gezeigt, darunter klassische Highlights internationaler Modegeschichte wie opulente Haute-Couture-Stücke von Dior oder Balmain, aber auch Bekleidung zeitgenössischer Designer*innen wie Karl Lagerfeld, Demna Gvasalia, Jean-Paul Gaultier oder Vivienne Westwood; letztere postuliert inzwischen, dass sie Mode lediglich als Vehikel für ihre Umweltschutz-Kampagnen benutzt. Mit dem Blick auf Subkultur und Diversität werden auch Phänomene wie „Voguing“ aufgegriffen; die Ausstellung reflektiert aber auch gesellschaftliche Mechanismen und die Kommunikation von Mode. Sie fragt nach Geschlechter- und Körperbildern und beleuchtet den Wandel von Stilikonen und Vorbildern, dabei nimmt sie die veränderten Konsumpraktiken unter die Lupe, zum Beispiel mit den Outfits des Labels „Dead white men’s clothes“: der Künstler Jojo Gronostay kauft im Ghana Second-Hand-Kleidung, die aus Europa importierte wurde, versieht sie mit einem neuen Label und verkauft sie dann wieder in Europa. Dies ist sein Kommentar auf die Widersprüche des globalen Warenkreislaufs. *bjö 24.10. – 25.4., Landesmuseum Württemberg, Altes Schloss, Schillerplatz 6, Stuttgart, www.landesmuseum-stuttgart.de

FOTO: CHRIS BUCK Chris Bucks Fotoserie „Let’s talk about Race“ macht Stereotype sichtbar AUSSTELLUNG Rassismus – Wie fühlt sich das an? Ereignisse wie die Hassgewalt in Hanau oder die Polizeiübergriffe in den USA haben das Thema Rassismus wieder ins Zentrum der aktuellen Diskussion gerückt – wieder mal muss man sagen, denn die Bewertung von Menschen und Gruppen nach vermeintlich biologischen oder kulturellen Zuschreibungen scheint seit der Kolonialzeit in unser Denken eingebrannt – mal bewusster, mal unbewusster. Die Ausstellung „Ich sehe was, was du nicht siehst – Rassismus, Widerstand und Empowerment“ im Historischen Museum Frankfurt zeigt zum einen die verschiedenen Formen von Rassismus, aber auch, welche Auswirkungen sie auf die Betroffenen haben und welche Strategien es gibt, gegen Rassismus anzugehen. Die vielschichtige Ausstellung ist vom 1. Oktober bis 28. Februar zu sehen. *bjö BÜHNE 31 FOTO: TONI WOMBACHER Ab 1.10., Historisches Museum Frankfurt, Saalhof 1, Frankfurt, www.historisches-muesuem-frankfurt.de AUSSTELLUNG SEHNSUCHTSORTE „Arkadien“ nennt sich der Ort, an dem alles gut ist. Ein Sehnsuchtsort, den der griechische Dichter Theokrit erfand; bei ihm war es ein idyllischer Gegenentwurf zur pulsierenden Stadt – heute wird Arkadien als allgemeines Synonym für die Sehnsucht nach einem vollkommenen friedlichen Zustand gebraucht. Das war der Ausgangspunkt für die 27 Künstleri*nnen der Aschaffenburger Gruppe GAK, die sich für die Ausstellung „Auch ich in Arkadien“ mit der Frage nach dem persönlichen Sehnsuchtsort auseinandergesetzt haben. Entstanden sind rund 50 Werke zeitgenössischer Kunst, die noch bis zum 11.10. in der Kunsthalle Jesuitenkirche zu bestaunen sind. *bjö Kunsthalle Jesuitenkirche, Pfaffengasse 26, Aschaffenburg, www.museum-aschaffenburg.de Toni Wombacher, Arcadia, 2020 BEWEGLICHER, KRÄFTIGER, SCHMERZFREI! Spare über 240 Euro bei Abschluss einer 12 oder 24 Monatsmitgliedschaft! bis 30.10.2020 UKA Fitness 12 GmbH: MEDX TRAINING Studio Frankfurt Eschersheimer Landstraße 10, 60322 Frankfurt • Tel. 069 97690027 • www.medx-training.net

Unsere Magazine

Regionalseiten
männer* – das queere Onlinemagazin

Unsere News

About us

blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.