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6 WAHL-SPEZIAL STICHTAG

6 WAHL-SPEZIAL STICHTAG 28.10. – DIE HESSISCHE LANDTAGSWAHL FOTO: ULLEO, PIXABAY.COM, GEMEINFREI Am 28.10. wählen die Hessischen Bürgerinnen und Bürger einen neuen Landtag. Wird das vor vier Jahren gegründete erste hessenweite schwarz-grüne Regierungsbündnis in seiner Arbeit bestätigt? Oder werden die Karten ab November 2018 in Hessen neu gemischt? Die Wählerinnen und Wähler entscheiden – diesmal übrigens nicht nur über die Besetzung des Landtags, sondern per Volksentscheid auch über 15 Themen, die in der hessischen Verfassung geändert werden könnten. In unserem Kandidaten-Check haben wir fünf Kandidatinnen und Kandidaten jeweils zwei Fragen gestellt: Zum einem zum Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt, zum anderen zum reformierten Lehrplan in Hessen. Diese beiden Themen stehen exemplarisch für die Queerpolitik in Hessen. Die Antworten der Kandidatinnen und Kandidaten finden sich auf den folgenden Seiten. *bjö BODO PFAFF-GREIFFENHAGEN (CDU) Kandidat im Wahlkreis 38, Frankfurt – Bornheim, Nordend und Ostend Bodo Pfaff-Greiffenhagen ist Politiker aus Überzeugung und Leidenschaft. Frankfurt ist für ihn keine Wahlheimat, sondern seine Geburtsstätte, und die Zukunft dieser Stadt ist sein Herzensanliegen. Die Landtagswahl am 28. Oktober sieht er als Richtungsentscheidung – die Wähler entscheiden, wie man in Frankfurt und Hessen in Zukunft leben möchte. „Dazu gehört auch gegenseitiger Respekt und Akzeptanz im menschlichen Miteinander – auf die Menschen zugehen und jeden Menschen nehmen wie er ist. Politik bedeutet für mich auch, zuzuhören und dem Wähler jederzeit Rede und Antwort zu stehen“, sagt Bodo Pfaff-Greiffenhagen. Die Hessische Antidiskriminierungsstelle ist eingerichtet und der Hessische Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt verabschiedet. Wird die finanzielle Unterstützung des Aktionsplans weiterhin in Höhe von 500.000 Euro bestehen bleiben und welche Maßnahmen sind vorrangig umzusetzen, um den Aktionsplan mit Leben zu füllen. Im Rahmen des Hessischen Aktionsplans der schwarzgrünen Koalition haben wir in 2015 200.000 Euro im Haushalt angesetzt. Bis 2018 wurde das auf 550.000 Euro gesteigert. Für 2019 sind 500.000 Euro vorgesehen. Mit diesen Mitteln wurden bisher rund 100 Projekte in ganz Hessen gefördert. Wir wollen den Aktionsplan aber auch als offenen Prozess verstanden wissen, der fortgeschrieben und gegebenenfalls nachjustiert, also eben mit Leben gefüllt werden muss. Um möglichst viele weitere zivilgesellschaftliche Gruppen und Einzelpersonen für den Aktionsplan zu gewinnen, haben wir zusätzlich zu den bereits genannten Haushaltsansätzen in den Jahren 2018 und 2019 pro Jahr noch einmal 500.000 Euro bereitgestellt. Diese Mittel sind vorgesehen für die Schaffung FOTO: PFAFF-GREIFFENHAGEN von vier regionalen Netzwerken verteilt über ganz Hessen, eines davon hier im Rhein-Main-Gebiet. Damit wollen wir dazu beitragen die Selbstorganisation zu stärken und die Kooperationen mit öffentlichen und privaten Trägern, zum Beispiel aus den Bereichen psychosozialer Beratung, Gesundheitsversorgung und Pädagogik in allen Teilen Hessens auf eine stabile Grundlage zu stellen. Auch der reformierte Lehrplan wurde verabschiedet; wie sollen Lehrerinnen und Lehrer in der Umsetzung unterstützt werden? Im Gegensatz zu den anfänglichen Bedenken um den neuen Lehrplan Sexualerziehung, seinen Inhalten und Neuakzentuierung verläuft seine Umsetzung in der Praxis deutlich unaufgeregter. Zur Wahrheit gehört ja auch, dass die meisten unserer Lehrerinnen und Lehrer die Vielfalt sexueller Orientierungen auch schon zuvor in ihren Unterricht integriert haben. Als Land unterstützen wir selbstverständlich auch weiterhin durch entsprechende Fortbildungsangebote und Veranstaltungen der Lehrkräfteakademie ob dieser Frage. www.euerbodo.de, kontakt@euerbodo.de, fb.me/euerbodo

WAHL-SPEZIAL 7 TAREK AL-WAZIR (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN HESSEN) Kandidat im Wahlkreis 43 (Offenbach) Tarek Al-Wazir (47), ist verheiratet (mit einer Frau) und hat zwei Söhne. Seit 2014 ist er hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und Vize-Ministerpräsident des Landes Hessen. Bei der Landtagswahl tritt er gemeinsam mit Priska Hinz als Spitzenkandidat der hessischen GRÜNEN an. Er wohnt in Offenbach und tritt im dortigen Wahlkreis 43 auch als Direktkandidat an. Regelmäßig ist er Teil von CSD- Demonstrationen in ganz Hessen. Die Hessische Antidiskriminierungsstelle ist eingerichtet und der Hessische Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt verabschiedet. Wird die finanzielle Unterstützung des Aktionsplans weiterhin in der Höhe von 500.000 Euro bestehen bleiben und welche Maßnahmen sind Ihrer Meinung vorrangig umzusetzen, um den Aktionsplan mit Leben zu füllen? Gemeinsam mit der LSBT*IQ-Community werden wir den erfolgreichen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt, der in der aktuellen Wahlperiode eine Vielzahl von Projekten überhaupt erst ermöglicht hat, weiterentwickeln und finanziell besser ausstatten. Wir werden die Sichtbarkeit und Akzeptanz der Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten weiterhin fördern und dafür die Arbeit der Selbstorganisationen insbesondere in der Fläche stärken, unter anderem durch das FOTO: LANDESVERBAND BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN HESSEN landesweite Netzwerk LSBT*IQ und die SCHLAU-Projekte. Auch der reformierte Hessische Lehrplan wurde verabschiedet; wie sollen Lehrerinnen und Lehrer in der Umsetzung unterstützt werden? Der reformierte Lehrplan Sexualerziehung sorgt dafür, dass Schülerinnen und Schüler ein wertschätzendes Verständnis für die Vielfalt partnerschaftlicher Beziehungen, sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten kennen lernen und vor allem ihre Lebenssituation im Unterricht wiederfinden. Wir wollen seine Umsetzung ebenso weiter vorantreiben wie die im Aktionsplan Akzeptanz und Vielfalt festgeschriebene LSBT*IQ-sensible Aus- und Weiterbildung aller Landesbediensteter. Mit dem Einstieg des Landes in die Schul - sozial arbeit haben wir bereits 700 Stellen für Sozialpädagog*innen geschaffen, die an den Schulen die Lehrkräfte unterstützen. www.gruene-hessen.de ARIJANA NEUMANN (SPD) Kandidatin im Wahlkreis 38, Frankfurt – Bornheim, Nordend und Ostend Arijana Neumann ist in Frankfurt geboren und lebt mit ihrem Partner und den gemeinsamen zwei Kindern zusammen im Nordend. Seit 2012 ist sie Referentin des Oberbürgermeisters Peter Feldmann. „Für mich ist die aktive Unterstützung der LGBT*IQA- Community enorm wichtig, weil ihr der Motor für Wandel seid! Ich will Frankfurt als Stadt für ALLE – unabhängig vom Einkommen, Geschlecht, Herkunft oder sexueller Orientierung“, sagt Arijana Neumann. Die Hessische Antidiskriminierungsstelle ist eingerichtet und der Hessische Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt verabschiedet. Wird die finanzielle Unterstützung des Aktionsplans weiterhin in der Höhe von 500.000 Euro bestehen bleiben und welche Maßnahmen sind Ihrer Meinung nach vorrangig umzusetzen, um den Aktionsplan mit Leben zu füllen? Natürlich bleibt die finanzielle Unterstützung des Aktionsplans bestehen. Ich finde aber, dass es mehr als 500.000 Euro sein sollten. Leider erleben immer noch viele, auch mir nahestehende Menschen bis heute in ihrem Alltag Diskriminierung aufgrund ihrer individuellen und sexuellen Identität. Dies müssen wir gemeinsam stoppen! Wir FOTO: GÖTZ SCHLESER müssen die Handlungsfelder Kinder, Jugend und Familie; Schule und Gewalt aus dem Aktionsplan anpacken und zügig umsetzen. Auch der reformierte Hessische Lehrplan wurde verabschiedet; wie sollen Lehrerinnen und Lehrer in der Umsetzung unterstützt werden Um die Reformen des hessischen Lehrplans sinnvoll umzusetzen müssen Lehrer*innen und Sozialarbeiter*innen im Hinblick auf den Vielfaltansatz weitergebildet werden, um ausreichend sensibel zu sein. Zudem gibt es viele Projekte, wie zum Beispiel SCHLAU, die in Klassen gehen und mit den Schülern*innen über sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität diskutieren. Ich würde mich freuen, solche Projekte dahingehend zu unterstützen, dass sie zukünftig an jeder Schule in Hessen vertreten sein könne. www.arijana-neumann.de

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.