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GAB Oktober 2017

42 ÖKOLOGIE FOTOS: BJÖ

42 ÖKOLOGIE FOTOS: BJÖ WEINHALLE AM MERIANPLATZ Bio-Wein und Öko-Etiketten Wer beim Weinkauf auf Bioqualität setzen möchte, ist schnell verwirrt von verschiedenen Siegeln und Zertifikaten. Sie regeln zunächst drei grundsätzliche Anbaumethoden: konventionell, nach mehr oder weniger strengen Bio- oder Öko-Richtlinien, oder gemäß dem bio-dynamischen Anbau. Beim konventionellen Anbau wird unter anderem mit chemischen Mitteln gedüngt oder gespritzt; dabei können Rückstände im Wein verbleiben! Die Öko- oder Bio-Winzer hingegen verwenden nur natürlich vorkommende Substanzen gegen Insekten- oder Pilzbefall und zum Düngen des Bodens. Der biologisch-dynamische Anbau schließlich geht noch weiter: Nach der Lehre der bio-dynamischen Landwirtschaft des Anthroposophen Rudolf Steiner verfolgt er einen ganzheitlichen Ansatz unter Berücksichtigung des komplexen Natur-Systems und der kosmischen Zusammenhänge. Die verschiedenen Zertifikate sollen den Verbraucher durch den Bio-Weinbergdschungel leiten: Das EU-Bio-Siegel bürgt für Minimalstandards, die an Bio-Weine gestellt werden. Strengere Maßstäbe setzen zum Beispiel „Ecovin®“ oder speziell für bio-dynamisch angebauten Wein „Demeter®“. „Entscheidend für die Qualität eines Weins sind aber nach wie vor die Leidenschaft und die Arbeit jedes Winzers“, meint Thomas Schlepütz von der Weinhalle am Merianplatz in Frankfurt. „Wir beobachten auch, dass immer mehr Spitzenwinzer auf bio- oder gar biodynamischen Anbau umsteigen. Wir haben inzwischen knapp hundert Bio-Weine im Sortiment“. Zwei Tipps vom Fachmann Thomas Schlepütz: Riesling vom Winzer Frank Bohl, einem Pionier des ökologischen Weinanbaus an der Mosel, oder die bio-dynamischen Weine vom mehrfach preisgekrönten Weingut Peter Jakob Kühn, der seit 2004 zertifiziert den ökologischen Weinbau verfolgt. *bjö Weinhalle am Merianplatz, Merianstr. 4, Frankfurt, www.weinhalle-frankfurt.de FOTOS: PATAGONIA LANGBRETT Kuschelig und nachhaltig „Kauf weniger, dafür besser“: Weltweit gibt es inzwischen viele Labels und Geschäfte, die dieser Philosophie folgen. Ein gutes Bespiel ist der Sportswear-Laden „Langbrett“, der im September sein 5-jähriges Jubiläum in Frankfurt feiert: Hier gibt’s nicht nur lässige Skate-, Surfund Streetwear samt Boards und passenden Accessoires, im Sortiment befinden sich vor allem nachhaltige Produkte – unter eigenem Label ressourcenschonend und umweltbewusst hergestellt, oder von entsprechenden Herstellern stammend. „Patagonia“ ist eines der Labels, das möglichst umweltschonend Bekleidung herstellt. Praktisch für die Übergangszeit ist zum Beispiel diese kuschelige Weste aus Retro-X® Fleece: Sie besteht außen aus einem flauschigen Webpelz sowie einem nässeableitenden und sehr gut atmenden Mesh-Innenfutter; beides ist zu 50 Prozent aus recyceltem Material hergestellt, zusätzlich sorgt eine winddichte Membran dafür, dass die Weste auch an windigen Tagen angenehm warm hält. Ähnlich der dicke Retro Pile Fleece-Pullover, dessen Materialien nach dem bluesign®-Zertifikat nachhaltig hergestellt ist. Aber Moment mal – Fleece? Sind die Polyesterfussel, die sich zum Beispiel beim Waschen aus dem Textil lösen, nicht auch für die Plastikverschmutzung der Gewässer verantwortlich? Das Langbrett-Team hat aus dieser Überlegung den „Guppyfriend“-Waschbeutel entwickelt: Er besteht aus 100 Prozent Polyamid und sorgt für ein schonendes und vor allem abriebarmes Waschen; die Plastikfasern, die sich trotzdem aus dem Fleece lösen, bleiben im Waschbeutel und können anschließend im Restmüll entsorgt werden. Der „Guppyfriend“ selbst ist natürlich auch zu 100 Prozent recycelbar. *dr Langbrett, Kleiner Hirschgraben 3, Frankfurt, www.langbrett.com

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.