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44 KULTUR FOTO: TIINA

44 KULTUR FOTO: TIINA ITKONEN AUSSTELLUNG Tiina Itkonen „Home 15, Savissivik, 2018“, Fotografie MONOCHROME LANDSCHAFTEN Die Ausstellung „Ewiges Eis“ im Museum Sinclair Haus portraitiert die Kältezonen unserer Erde: Wie lebt es sich an solch unwirtlichen Orten und welche Auswirkungen haben verschwindende Eislandschaften auf das ökologische Gleichgewicht unserer Erde? Monochrome Weiß-, Blau- und Grautöne, unendliche Weiten, riesige Dimensionen und nur wenige Zeichen menschlicher Zivilisation: Betrachtet man die in der Ausstellung „Ewiges Eis“ gezeigten Naturfotos und -videos, kann man sich bei all der Pracht und Größe nur schwer vorstellen, dass die menschgemachten Umwelt- und Klimaveränderungen massive Auswirkungen auf diese entlegenen Gebiete haben. Doch sie tun es, auch wenn die Uhren im ewigen Eis anders ticken: gemächlich, aber ebenso nachhaltig in ihrer Unumkehrbarkeit. Tiina Itkonen, die seit 1995 Grönland und dessen Bewohner*innen dokumentiert, berichtet: „In den 1990er Jahren war das Meer neun Monate lang mit Eis bedeckt und es war zwei Meter dick. Jetzt ist das Meer nur noch halb so lange gefroren und das Eis ist nur noch 30 Zentimeter dick“. Diese Veränderungen haben nicht nur direkte Auswirkungen auf die dort lebenden Menschen, deren Umwelt und Kultur zerstört wird, sondern auch mittelbar auf das Weltklima. Die Ausstellung als Ganzes ist wie ein schwimmender Eisberg: An der Oberfläche erkennt man nur den kleinsten Teil des Gesamtumfangs. Das Begleitheft, das den Umfang eines kleinen Buchs hat, ist daher fast unerlässlich zum weiteren Erschließen der meisten Ausstellungsobjekte. Empfehlenswert sind auch die Veranstaltungen: Neben regelmäßigen Themen-Führungen gibt es zum Beispiel am 19. November unter dem Titel „Wissenschaft trifft Kunst“ ein Gespräch zwischen dem Animationskünstler Daniel Gilgen und Philipe Havlik von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung über die Videoanimation „Time Shift“, die das Gebiet rund um das Museum Sinclair Haus in einer Art Zeitreise von der letzten Eiszeit bis in die vermutete Zukunft visualisiert. *bjö „Ewiges Eis“, noch bis 12.2.2023, Museum Sinclair Haus, Löwengasse 15, Bad Homburg, museum-sinclair-haus.de, Tickets für die Ausstellung sowie die Veranstaltungen über tickets.museum-sinclair-haus.de

TANZ Dance Digital Bevor die nächste Aufführung von Jacopo Godanis Dresden Frankfurt Dance Company in Frankfurt im Dezember ansteht („Anthologie“ mit Auszügen aus fünf Choreografien Godanis für die Company) werden Fans im November zu einem dreitägigen Digital Dance Event eingeladen. Als Stream sind vier Stücke zu sehen: „Al Di Là“ zur Musik des österreichischen Komponisten Albert Schönberg und das intensive „High Breed“, das expressionistische „Alter Ego“ sowie das vom Zusammenspiel zwischen dem Ensemble und drei Musiker*innen geprägte „Premonitions of a Larger Plan“. Zusätzlich werden zwei offene Zoom-Workshops angeboten. Als besonderes Bonbon gibt es ein Meet & Greet mit Tänzer*innen der Company, die aus ihrem Tanzalltag berichten und Fragen rund um die Company beantworten. *bjö 18. – 20.11., Dance Digital, Streams, Workshops, Meet & Greet. Tickets und Anmeldung über www.dresdenfrankfurtdancecompany.de FOTO: DOMINIK MANTZOS Al Di Là TANZFESTIVAL Let’s move, Honey! Das Tanzfestival Rhein-Main bringt wieder jede Menge (choreografierter) Bewegung nach Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt. Das Festival widmet sich in diesem Jahr auch Tanzformen, die man im Kontext choreografischer Hochkultur erst einmal nicht erwarten würde: Zum Beispiel entlarvt in „Aerobics! Ballett in 3 Akten“ die Frankfurter Choreografin Paula Rosolen nicht nur eine Verbindung zwischen Fitnesskult und modernen Handlungsballetten, sondern verweist auch auf den Ursprung der Aerobic-Übungen, die – wer hätte das geahnt – auf Trainingsmethoden der U.S. Airforce basieren. Das Tanzfestival ist nicht nur für die „passiv“ Zuschauenden gedacht: Ein wichtiger Bestandteil ist der Tanztag Rhein-Main am 5. November mit KULTUR 45 FOTO: LAURENT PHILIPPE Aerobics! Ballett in 3 Akten über 130 (!) Workshops – unter anderem auch einen Voguing- Kurs im LSKH: Panama und Esteban zeigen Basic Moves der Ballroom-Kultur, die bereits in den 1960er und 1970er Jahren durch vornehmlich queere Afroamerikaner*innen und Latinx begründet und seit Mitte der 1980er zur weltweiten Bewegung für Identität und Diversität wurde. Let*s move, Honey! *bjö 27.10. – 13.11., Tanzfestival Rhein-Main, Veranstaltungen und Workshops in Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt, mehr Infos über www.tanzfestivalrheinmain.de Infos und Anmeldung zum Workshop-Angebot des Tanztag Rhein-Main über www.tanztagrheinmain.de

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.