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40 KULTUR KINO „PRIDE

40 KULTUR KINO „PRIDE NIGHTS“ im Kino Beste Neuigkeiten! Der 1997 gegründete Verbund unabhängiger, mittelständischer Kinounternehmen Cineplex begeistert zusammen mit Cinemien ab November mit einer monatlichen „PRIDE NIGHT“. Ian van der Putten, Geschäftsführer CINEMIEN Filmverleih, verrät: „Es ist überaus wichtig, dass LGBTIQ*-Geschichten im Kino erzählt werden. Von der Romanze bis zum Drama, vom Roadmovie bis zur Komödie – die Darstellung der Vielfalt der Community inmitten unserer gesamten Gesellschaft ist wichtiger denn je. Es ist ein wunderbares Gefühl für die Community, sich selbst auf der großen Leinwand vertreten zu fühlen und landesweit sichtbar zu sein. Ich bin stolz darauf, dass Cineplex einen Ort für die LGBTQ*-Community schafft, an dem nicht nur die Mitglieder dieser Community, sondern alle Menschen unserer Gesellschaft zusammenkommen und den Reiz des LGBTIQ*-Kinos erleben können.“ Cineplex Deutschland ergänzt: „Mit der ,PRIDE NIGHT‘ verwirklichen wir ein bereits seit längerer Zeit angestrebtes Projekt: Eine bundesweite Eventreihe, die nicht nur die LGBTIQ*-Community im Kino zusammenbringt, sondern diese Community dort – auf der großen Leinwand – auch für alle sichtbar macht. Mit der Unterstützung und Expertise von Cinemien haben wir dafür Filme ausgewählt, die ebenso inhaltlich relevant wie unterhaltsam sind und vor allem zum gegenseitigen Austausch einladen. Denn Kino ist für uns neben dem kulturellen Aspekt vor allem auch ein Ort der Begegnung.“ *rä www.cineplex.de/pridenight FOTO: M. RÄDEL DOKU Anima – die Kleider meines Vaters Die kleine Uli hat sich schon immer gegen Rollenklischees gewehrt – sie wollte nie Prinzessin sein, sondern lieber Pirat oder Papst. Kein leichtes Unterfangen in einem kleinen bayerischen Nest. Nach dem plötzlichen Unfalltod ihres Vaters bekommt sie seine „geheime Kiste“ vererbt. Dort entdeckt Uli hochhackige Schuhe, künstliche Fingernägel und eine Echthaarperücke. Das gut gehütete Geheimnis des Vaters: Er führte ein Doppelleben als Frau. Diese Erkenntnis verändert nicht nur Ulis Blick auf den Vater und ihre Familie, sondern auch die Gesellschaft, in der sie aufwuchs. Uli Deckers berührende und gleichzeitig humorvolle autobiografische Doku wurde beim diesjährigen Saarbrücker Max-Ophüls-Festival mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. *bjö 28., 30.10. und 2.11., Cinema Quadrat, K1 2, Mannheim, 19:30 Uhr (2.11. 17:30 Uhr), www.cinema-quadrat.de 3. – 8.11., Mal seh’n Kino, Adlerflychtstr. 6, Frankfurt, 17:45 Uhr, www.malsehnkino.de FOTO: FLARE FILM / FALK SCHUSTER

KULTUR 41 DOKU Frankfurts schwule Szene der 1950er FOTO: GM FILMS Autor H.T. Riethausen FOTO: RENE LÜDKE Szene aus „Das Ende des Schweigens“ Einem dunklen Kapitel der Frankfurter Stadtgeschichte wurde in der jüngsten Vergangenheit verstärkt Aufmerksamkeit gewidmet: Anfang der 1950er machte die Frankfurter Staatsanwaltschaft unter der damals gültigen, von den Nationalsozialisten verschärften Fassung des §175 eine regelrechte Jagd auf schwule Männer. Innerhalb von zehn Monaten wurde gegen mehr als 200 schwule oder bisexuelle Männer ermittelt, rund hundert wurden verhaftet. Eine Schlüsselfigur der damaligen Ermittlungen war der Strichjunge Otto Blankenstein, dessen Notizbuch mit den Adressen seiner Kunden als Informationsquelle für Staatsanwaltschaft und Polizei diente. Der Filmemacher Van-Tien Hoang begann sich 2015 für das Thema zu interessieren – und erlebte, wie schwierig es war, Informationen zu bekommen: „Erstaunlicherweise gibt es kaum Aufzeichnungen oder Dokumentationen zu diesem Thema“, so Hoang. „Selbst als ich im Hessischen Staatsarchiv nachgefragt habe, musste der dortige Archivar erst einmal recherchieren“. 2021 feierte dann sein Film „Das Ende des Schweigens“ Premiere; neben Spielszenen enthält der Film Interviews mit den Historikern Gottfried Lorenz, Marcus Vellke und Christian Setzepfandt. Auch Zeitzeuge Wolfgang Lauinger kommt zu Wort; Lauinger gehört zu den damals von Otto Blankenstein Denunzierten und Verhafteten. Die Spielszenen des Films sind mit lokalen Schauspielern besetzt: Unter anderem sind Yvo Heinen als Otto Blankenstein und Wolf Gerhardt als Staatsanwalt Thiele zu sehen, Christoph Gerard Stein spielt den jungen Wolfgang Lauinger und Bernd Lottermann – besser bekannt als Ronny Rolls – ist „Die Gräfin“. Eine weitere Inspiration für Van-Tien Hoangs Film war der Kriminalroman „Judasengel“ des Frankfurter Autoren H. T. Riethausen, der seine Story an wahre Ereignisse anlehnt und dabei die Atmosphäre in der Schwulenszene Frankfurts der frühen 1950er beschreibt; der Roman ist im Main Verlag erschienen. Switch-Kultur bringt Buch und Film zusammen: Autor H. T. Riethausen liest aus „Judasengel“, im Anschluss wird Van-Tien Hoangs „Das Ende des Schweigens“ gezeigt.. *bjö 16.11., Switchboard, Alte Gasse 36, Frankfurt, 19:15 Uhr, Eintritt frei, www. facebook.com/switchboard-frankfurt

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.