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GAB November 2020

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28 BÜHNE WHY WAIT, TONY

28 BÜHNE WHY WAIT, TONY RIZZI? FOTO: ALESSANDRO COSTAGLIOLA FOTO: TONY RIZZI In „Why wait?“ erinnert sich Tony Rizzi an die Arbeit mit dem Ballett Frankfurt unter William Forsythe. Long time no see: Der Tänzer, Performance-Künstler und Choreograf Tony Rizzi meldet sich zurück und zeigt bei der diesjährigen Tanzplattform sein neues Stück. „Why wait?“ ist eine Huldigung an die Arbeit des Ballett Frankfurt mit William Forsythe. Wir haben mit Tony während der Vorbereitungen telefoniert. *bjö Um was geht es bei „Why wait“? Es geht um die Essenz der Arbeit des Ballett Frankfurt. Alle sprechen über Forsythes Technik, über die Bewegungen und so weiter. Für mich ist das aber nicht der Grund, wieso das Frankfurt Ballett so genial war. Eine Bekannte hat mir mal gesagt, dass sie sich wundert, wieso noch niemand die soziale Komponente beim Frankfurt Ballett untersucht hat. Diese radikal andere Art der Leitung und Führung einer Company. Was war denn das Besondere? Wir waren alle Teil eines Ganzen. Es war nicht zwangsläufig so, dass Billy der Leiter war. Er wollte das auch gar nicht. Es gab keinen Leiter, es war vielmehr eine Mischung aus Ideen, eine Art kreative Blase oder Wolke. Es hieß immer: „Genieß’ den Tag! Morgen könnte sich alles schon ändern oder vorbei sein“. Es war alles immer sehr im Hier und Jetzt. Auf der Bühne gab es große Leute, kleine Leute, asiatische Menschen, farbige Menschen, schöne Beine, nicht so schöne Beine – es war einfach alles zu sehen! Billy hat alle immer als Personen wahrgenommen. Und alle sind auf der Bühne authentisch. Und die Botschaft war, dass ich mit meiner eigenen Freakyness ein Teil davon sein kann. Was man sieht ist nicht die Perfektion, aber alle sind auf ihre Art wunderbar und schön. Daher möchte ich zeigen, wie diese wunderbare Company so wunderbare Arbeit geleistet und wunderbare Kunst geschaffen hat. Und genau so kann man auch sein Leben gestalten und es zu einem wunderbaren Kunstwerk machen. Ich habe vergangenes Jahr das Stück von Jérôme Bel über die (verstorbene) Tänzerin Isadora Duncan gesehen. Das war besser als eine Filmdoku anzuschauen. Und da „ Eine Botschaft meines Stücks: Warum etwas, was schlecht ist, nicht einfach ändern? “ habe ich gedacht, wieso mit so etwas warten, bis William Forsythe tot ist? Warum sollten wir überhaupt warten, Dinge zu tun? Darum heißt das Stück „Why wait?“. Das Stück bringt auch ein Wiedersehen mit ehemaligen Forsythe- Tänzer*innen? Ja, Tamas Moritz, Amancio Gonzales, Alan Barnes, Jone San Martin, Irene Klein und Inma Rubio Tomas sind dabei. Und Snezana Golubovic, die selbst Performance-Künstlerin und Forsythe-Fan ist, und der junge Tänzer Richard Oberscheven. Ich sichte gerade altes Videomaterial. Da kommen viele Ideen, Eindrücke und Erinnerungen zusammen. Die Idee der Transformation oder der Veränderung wird ein wichtiges Element sein. Billy hatte mal eine Probe mit einer Tänzerin, ein Solo, und war sehr unzufrieden. Ich habe ihm gesagt, dass die Tänzerin fantastisch sei, aber das Stück nicht. Daraufhin hat er aus ihrem Solo in kurzer Zeit ein völlig neues Stück erarbeitet, mit zwei weiteren Tänzern. Das ist auch eine Botschaft meines Stücks: Warum etwas, was schlecht ist, nicht einfach ändern? Besteht nicht Gefahr, mit all den Erinnerungen ins Nostalgische abzudriften? Ja, am Anfang habe ich das auch befürchtet. Aber es war dann doch ein bisschen wie das, was Penny Arcade mal gesagt hat: Es ist nicht Nostalgie, sondern eher eine Sehnsucht oder ein Verlangen nach einem vergangenen Gefühl. Sie hat gesagt: „Longing lasts longer“. Es geht um die Erinnerung und das Verlangen nach diesen alten Ideen, der Ideologie der Company – um sich damit wieder zu verbinden. Ich denke, es hängt auch viel davon ab, wer das Stück sieht. Ich habe ein paar Leuten einige der alten Videos gezeigt, die ich für das Stück benutze, und die haben angefangen zu weinen. Ich für meinen Teil versuche, es nicht zu nostalgisch werden zu lassen. Es wird lustig, aber mit Tiefgang! 6. – 8.11., „Why Wait?“ von Tony Rizzi, LAB, Schmidtstr. 12, Frankfurt, Infos und Tickets über www.tanzfestivalrheinmain.de

BÜHNE 29 BALLETT Stuttgarter Höhepunkte Lang ersehnt, jetzt endlich auf der Bühne: Der Ballettabend „Höhepunkte“ des Stuttgarter Balletts mit Arbeiten von drei Choreografen kann Ende November Premiere feiern. JAHRE GARANTIE Der neue Kia Sorento. Die neue Gelassenheit. „Höhepunkte“ ist die Klammer unter der die vier Choreografien von Jiři Kylián, Roland Petit und Maurice Béjart zusammengefasst werden; dabei wird der Begriff „Höhepunkt“ unterschiedlich ausgelegt: Für Jiři Kylián ist der ekstatische Höhepunkt wie ein „kleiner Tod“; in „Petit Mort“ lässt er zwölf Tänzer*innen zu Mozarts Klavierkonzert buchstäblich auf Messers Schneide tanzen. Das Stück ist eine Erstaufführung. In „Falling Angels“, einem älteren Stück Kyliáns, tanzt ein reines Frauenensemble zu Steve Reichs treibenden Schlagzeugklängen – kraftvoll und beseelt. Roland Petit hat den Tod als Thema gewählt und interpretiert Cocteaus „Le jeune Homme et la Mort“ – das Kultstück wird zum ersten Mal vom Stuttgarter Ballett getanzt. Den erotisch-orgiastischen Höhepunkt erreicht der Ballettabend schließlich mit Maurice Béjarts berühmter Choreografie aus dem Jahr 1960 zu Ravels „Bolero“. *bjö Kia Sorento 1.6 T-GDI VISION für € 41.990,– Abbildung zeigt kostenpflichtige Sonderausstattung. 27.11., Staatstheater Stuttgart, Oberer Schlossgarten 6, Stuttgart, 19 Uhr, weitere Vorstellungen am 4. - 6.12., 13.12, 22.12, 25. – 29.12. und am 31.12., www.staatstheater-stuttgart.de Jason Reilly in Maurice Béjarts „Bolero“ Der neue Kia Sorento ist die perfekte Vereinigung von Komfort und Erlebnis: Durch sein charismatisches Äußeres und viele exklusive Interieur-Highlights setzt er neue Maßstäbe im Premiumsegment. Lassen Sie sich begeistern von hochwertigen Materialien, aufwendiger Verarbeitung und zahlreichen innovativen Technologien – und genießen Sie gleichzeitig die Vorzüge der einzigartigen 7-Jahre-Kia-Herstellergarantie*. Digital-Kombiinstrument mit 31,2 cm Bildschirmdiagonale (12,3 Zoll) • Frontkollisionswarner mit Abbiegefunktion¹ • Geschwindigkeitsregelanlage, adaptiv, mit Stop-and-Go- Funktion¹ • 7 Airbags (2 Frontairbags, 2 Seitenairbags, 2 Vorhangairbags bis in den Fond reichend, 1 Mittenairbag zwischen den Frontsitzen) • 2. Sitzreihe verschiebbar und umklappbar (60 : 40) • u. v. a. Kraftstoffverbrauch Kia Sorento 1.6 T-GDI VISION (Super, Automatik (6-Stufen)), 169 kW (230 PS), in l/100 km: innerorts 5,6 - 5,2; außerorts 5,4 - 5,2; kombiniert 5,4 - 5,2. CO 2 -Emission: kombiniert 124 g/km. Effizienzklasse: A+.² Der Cast von „Secret Life of Humans“ – ein Foto aus der pre-Coronazeit. Von oben nach unten: Lukas Lee, Evan Milton, Gary Tushaw, Caroline Moroney und Emma Denly. Gerne unterbreiten wir Ihnen Ihr ganz persönliches Angebot. Besuchen Sie uns und erleben Sie den neuen Kia Sorento bei einer Probefahrt. Häusler Automobile GmbH Am Kirchplatz 41–43 • 65779 Kelkheim Tel.: 06195/97 96 30 • www.kia-häusler-kelkheim.de FOTO: DAS STUTTGARTER BALLETT * Max. 150.000 km Fahrzeug-Garantie. Abweichungen gemäß den gültigen Garantiebedingungen, u. a. bei Batterie, Lack und Ausstattung. Einzelheiten unter www.kia.com/de/garantie 1 Der Einsatz von Assistenz- und Sicherheitssystemen entbindet nicht von der Pflicht zur ständigen Verkehrsbeobachtung und Fahrzeugkontrolle. 2 Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen.

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