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GAB November 2020

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gab – das Gaymagazin

10 RHEIN-MAIN-NECKAR

10 RHEIN-MAIN-NECKAR AIDS-HILFE MAINZ Promis und die rote Schleife Der 1.12. gilt als Welt- AIDS-Tag und soll zum einem die Wahrnehmung für die Immunschwächekrankheit schärfen, aber auch Solidarität mit HIV-positiven Menschen fördern. Am besten geht das mit Informationen zum Thema, die die AIDS-Hilfe Mainz mit einem Stand im Kirschgarten der Mainzer Altstadt ins Volk bringt. Die Haupt- und Ehrenamtlichen informieren zu HIV und anderen STIs und am Glücksrad können die Besucher*innen tolle Preise gewinnen. Unterstützt wird das Team durch eine Reihe prominenter Menschen aus der regionalen Politik, die mit Spendendosen und roten Schleifen Spenden für die Arbeit der AIDS-Hilfe sammeln. *bjö 28.11., Straßenaktion im Kirschgarten, Mainz, 10 – 16 Uhr, www.aidshilfemainz.de FOTO: ULRIKE HEIDER MAINZ Der Schwule und der Spießer Die Autorin Ulrike Heider ist eine Zeitzeugin: Anfang der 1970er war sie Teil der links engagierten Frankfurter Studentenund Hausbesetzerszene. Hier agierte ebenfalls eine Gruppe junger Schwuler, die 1971 die Politgruppe „RotZ- Schwul“ (Rote Zelle Schwul) gründeten, die Teil der ersten Generation schwuler Emanzipationsgruppen in Deutschland war. Zentrale RotZSchwul-Mitglieder waren unter anderem der spätere Sexualtherapeut und Aktivist Martin Dannecker, der spätere „Café Großenwahn“-Betreiber Hans-Peter Hoogen sowie der Dichter Alfred Lörken. Ihre Forderung nach gesellschaftlicher Akzeptanz von Homosexualität aufgrund ihrer Andersartigkeit lief stark konträr zur Gegenseite, die Homosexuelle lediglich in das bestehende Gesellschaftssystem integrieren wollte. Für Ulrike Heider war die RotZSchwul-Bewegung wie eine zweite 68er-Revolution: provokant, sexuell hedonistisch und von hohem Aktionismus bestimmt. In ihrem Buch „Der Schwule und der Spießer“ beschreibt sie die damalige Situation an Beispiel von Alfred Lörken. Im Rahmen der „Queergefragt“-Reihe stellt Heider ihr Buch vor und berichtet von der damaligen Situation. Die Lesung war ursprünglich für Ende April geplant – Ende November findet sie nun statt! *bjö 29.11., Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29, Mainz, 18:30 Uhr, www.sichtbar-mainz.de FOTO: MÄNNERSCHWARM FOTO: AVE CALVAR MARTINEZ, WWW.PEXELS.COM, GEMEINFREI FOTO: LSBTIQ-HESSEN COMMUNITY LSBTIQ* in Hessen Gut organisiert sind die LSBTIQ*-Gruppen und Initiativen in Hessen: Mit einer gemeinsamen Website, die zusammen mit der Stabstelle Antidiskriminierung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration entwickelt wurde, haben sie nun auch einen gemeinsamen Internetauftritt, über den sich Menschen aus dem queeren Spektrum Hessens miteinander kurzschließen und vernetzen können. Bereits seit 2018 fördert die hessische Landesregierung vier regionale LSBTIQ*-Netzwerke: das Netzwerk Rhein-Main, Nord-, Süd- und Mittelhessen. Sie unterstützen die Communities vor Ort, insbesondere die außerhalb der großen Metropolen. „’Bin ich die einzige queere Person in meinem Dorf?’ entspricht nach unserer Erfahrung auch heute noch dem Gefühl vieler LSBTIQ*“, berichtet Holger Kleinert, Koordinator des Netzwerks Mittelhessen. Über die gemeinsame Website kann man nicht nur Angebote, Gruppen oder Beratungsstellen in der entsprechenden Region finden, auch LSBTIQ*-Aktivist*innen und -Akteur*innen können Profile erstellen und Veranstaltungen eintragen. *bjö www.lsbtiq-hessen.de

RHEINLAND-PFALZ QueerKopf QueerNet RLP, das Netzwerk von LSBTIQ*-Personen in Rheinland-Pfalz, verleiht jedes Jahr den QueerKopf, eine Auszeichnung für Menschen und Organisationen, die sich in besondeerer Weise für die Akzeptanz und Sichtbarkeit von LSBTIQ*-Menschen einsetzen. Die Preisträgerin 2020 ist die Beratungsstelle Pro Familia Rheinland-Pfalz. „QueerNet hat Pro Familia in der langjährigen Zusammenarbeit immer als verlässliche Partnerin, wenn es darum geht, für ein selbstbestimmtes Leben einzutreten“, heißt VELSPOL HESSEN Neuer Vorstand es in einer Erklärung von QueerNet RLP. „Pro Familia hat dabei immer die Vielfalt sexueller und gleichgeschlechtlicher Identitäten im Blick und das Anliegen von QueerNet RLP nach gleichberechtigter Teilhabe auf der Basis von Gleichwertigkeit geteilt“. Der Preis wurde in Trier überreicht; die Queer- Kopf-Auszeichnung orientiert sich am US-LGBTIQ*-Aktivisten Harvey Milk und wurde von den Künstler*innen Jutta Limburg und Laas Köhler gestaltet. *bjö www.queernet-rlp.de Das Hessische Mitarbeiternetzwerk für Lesben und Schwule in der Polizei hat seit Ende September einen neuen Vorsitzenden: Der Frankfurter Joschua Thiur wurde als Vereinsleiter gewählt und tritt an die Stelle von Peter Jüngling. „Nach nunmehr beinahe 20 Jahren als Vorsitzender und davon fünf Jahren als Pensionär ist es einfach an der Zeit, diese Aufgaben in jüngere Hände zu legen“, sagt Peter Jüngling. Mit Joschua Thiur steht ein Bundespolizist an der Spitze des VelsPol-Landesvereins – und er ist der erste VelsPol-Vorsitzende, der nicht cis und nicht homosexuell ist. Im Amt des zweiten Vorsitzenden bleibt Florian Meerheim aus Mainz. Der Verein VelsPol ist Ansprechpartner für LSBTIQ*-Mitarbeitende bei den Polizeibehörden, gibt Hilfestellung und Beratung und sorgt sich um den Abbau von Berührungsängsten und Vorurteilen gegenüber LSBTIQ*-Menschen innerhalb der Polizeibehörden. *bjö www.velspol-hessen.de VelsPol Hessen: Florian Meerheim, Volker Quanz, Jessica Eimer, Peter Jüngling, Karl-Heinz Pape, Detlef Saemann, Joschia Thuir, Andreas Meißner und Marcel Simmroth (v.l.n.r.) FOTO: VELSPOL HESSEN FOTO: ALEX ROLLINGER WIE NEU, NUR SCHON LANGE EIN KOSMOPOLIT. ERPROBTE GLOBETROTTER SECOND - HAND-WARE. ZUM FAIREN PREIS. >

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.