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GAB November 2017

6 FRANKFURT Die erste

6 FRANKFURT Die erste Vernissage in Berlin WE ARE PART OF CULTURE FOTO: JULIAN LAIDIG / PROJEKT 100% MENSCH Familie Mann (c) Norbert Egdorf präsentiert Alexander der Große“ (c) Ralf König Mit der bundesweiten Ausstellung „WE ARE PART OF CULTURE“ möchte das gemeinnützige Projekt „100% Mensch“ mit der Opferrolle aufräumen, auf die LSBTTIQ*-Menschen in Gegenwart und Vergangenheit durch Diskriminierung, Verfolgung oder physische Gewalt reduziert werden. Die Ausstellung zeigt über 30 Portraits von LSBTTIQ*-Persönlichkeiten, die die Gesellschaft und die Kultur aktiv und positiv mitgestaltet und beeinflusst haben. Die Portraits wurden eigens für die Ausstellung von namhaften Künstlerinnen und Künstlern gestaltet, zu jeder Persönlichkeit gibt es begleitende Texte auf deutsch, englisch, russisch und arabisch. „WE ARE PART OF CUL- TURE“ findet außerdem an prominenten Stellen statt: Die Ausstellung wird in den kommenden zwei Jahren in den 20 größten Bahnhöfen Deutschlands gezeigt. Die erste Vernissage fand Ende September im Berliner Hauptbahnhof statt, vom 26.10 bis 14.11. macht die Ausstellung nun Station im Hauptbahnhof Frankfurt. Wir haben mit Holger Edmaier vom Projekt 100% MENSCH über die Ausstellung gesprochen. *bjö. Holger, wie habt ihr die abgebildeten Persönlichkeiten ausgewählt? Das war ein hartes Stück Arbeit! Zunächst haben wir Bücher gewälzt, das Internet durchforstet und mit Expertinnen und Experten gesprochen. Grundlage war, dass die Personen in Europa geboren sein mussten und ihr Werk einen bis heute spürbaren Fußabdruck in unserer Gesellschaft hinterlassen hat. Am Ende hatten wir über 300 potenzielle Persönlichkeiten für die Ausstellung. Leider haben wir nur 30 Leuchtkästen zur Verfügung. Wir haben uns also Kriterien überlegt, nach denen wir die Auswahl Runde für Runde reduziert haben. Für uns war es wichtig, dass wir gleichmäßig viele Frauen und Männer zeigen. Menschen mit Transsexus beziehungsweise Intersexus wurden bevorzugt, da die Quellenlage enorm dünn ist und wir froh waren, überhaupt historische Vorbilder aus dieser Gruppe zu finden. Außerdem haben wir versucht, möglichst viele Jahrhunderte und Tätigkeitsfelder abzudecken. Das war ein schwieriger und teilweise schmerzhafter Prozess, da wir auch persönliche Lieblinge aus der finalen Liste streichen mussten. Natürlich würde jede*r, der bzw. die mit einer solchen Auswahl betraut wäre, eine andere Liste erstellen. Ich glaube, wir haben einen schönen Querschnitt gefunden. Die Ausstellung war bereits in Berlin zu sehen – welche Erfahrungen habt ihr bislang gesammelt? Das Laufpublikum reagiert ausgesprochen positiv. Die Menschen bleiben an den Kunstwerken stehen, lesen sehr interessiert die Informationstexte und gehen dann von Kunstwerk zu Kunstwerk. Uns ist aber auch klar, dass es natürlich auch Ablehnung geben wird. Wie weit diese geht, bleibt abzuwarten. Der Weg, über Kunst und schlichte Fakten die Menschen mit der Geschichte von LGBTTIQ* vertraut zu machen, scheint jedenfalls aufzugehen. Gibt es begleitende Veranstaltungen zur Ausstellung? Die Ausstellung wurde speziell für Schulklassen ab der 8. Jahrgangsstufe konzipiert. Daher gibt es im Vorfeld in jeder Stadt eine Informationsveranstaltung für Lehrkräfte. Wir haben Material zur Vor- und Nachbereitung entwickelt und geben dies kostenlos an Lehrkräfte und Mitarbeitende aus dem sozial-pädagogischen Bereich ab. Das Material kann man zum Beispiel auf unserer Website bestellen. Außerdem gibt es in jeder Stadt eine Diskursveranstaltung in Form einer Talkrunde. In Frankfurt findet diese am 1.11 im KUSS41 statt. Dort sprechen wir mit unseren Gästen über das Thema „Community . gestern . heute . morgen“. Es geht dabei um die Entwicklung der Community und die Herausforderungen, vor denen wir stehen. Wir werden über Diskriminierung innerhalb der Community sprechen, und ob es eigentlich so etwas wie Community (noch) gibt. Das komplette Interview mit Holger Edmaier gibt’s unter www.gab-magazin.de FOTO: DENIS MÖRGENTHALER „WE ARE PART OF CULTURE“ ist vom 26.10. bis 14.11. im Hauptbahnhof Frankfurt zu sehen, mehr Infos über www.wearepartofculture.de Am 1.11. findet im KUSS41, Kurt-Schumacher-Str. 41, ab 19 Uhr die Talkrunde „Community . gestern . heute . morgen“ statt. Mit dem Publikum diskutieren unter anderem der Poetry-Slammer Sven Hensel, die Frauenrechtlerin, Historikerin und Musikerin Carolina Brauckmann, Stadtverordnete Jessica Purkhardt sowie Markus Pritzlaff, Geschäftsführer des GAB Magazins, es moderiert Bernd Ochs von RadioSUB.

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