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gab März 2021

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28 BÜHNE FOTO: STÄDEL

28 BÜHNE FOTO: STÄDEL MUSEUM MUSEEN KUNST im digitalen Dialog Wer kunstbegeistert ist und sich nach Monaten des Entzugs bereits dabei ertappt, wehmütig in alten Ausstellungskatalogen zu blättern, der sollte einen Blick auf die digitalen Angebote werfen, die inzwischen von fast allen Kultureinrichtungen aufwändig gepflegt werden. Besonders spannende Formate haben das Städel Museum und das Liebieghaus in Frankfurt entwickelt; der Fokus liegt auf dem gemeinsamen Austausch. Städel Museum, Blick vom Städel Garten „Museum für zu Hause – Live“ heißt das Programm, das aus drei regelmäßigen Veranstaltungsreihen in Form von Zoom-Konferenzen besteht. In den klassischen „Online-Touren“ stellen Kunstvermittler*innen ausgewählte Werke der Kernsammlungen und aktueller Sonderausstellungen vor; zur Wahl stehen die Retrospektive zu Max Beckmann und „Schaulust. Niederländische Zeichenkunst des 18. Jahrhunderts“ des Städels und die viel beachtete Ausstellung „Bunte Götter“ des Liebieghauses. Wer sich zu angeregten Gesprächen animiert fühlt, ist bei der „Online- Session“-Reihe goldrichtig, die besonders spannend in Verbindung mit einer vorherigen Führung sein dürfte. Neben der wechselvollen Wirkungsgeschichte Max Beckmanns und der „Streitfrage Farbe“ wird hier auch das brisante Thema „Macht der Bilder“ aufgegriffen, das sich mit Manipulation etwa durch soziale Netzwerke und Propaganda auseinandersetzt. Die ewigen Themen Liebe, Lust und Macht stehen im Zentrum des neuen Städel-Formats „Online-Dialog“, in dem zwei Kunstexpert*innen miteinander und mit dem Publikum in garantiert heiße Diskussionen geraten. Bei der Auswahl eines Favoriten mag also das eigene Temperament durchaus eine Rolle spielen; die Veranstaltungen bieten sich zudem prima für gemeinsame „Besuche“ an. Die Teilnehmerzahl ist allerdings begrenzt, es empfiehlt sich FOTO: LIEBIEGHAUS SKULPTURENSAMMLUNG – NORBERT MIGULETZ Ausstellung „Bunte Götter“: Experimentelle Farbrekonstruktionen Variante C eines Bogenschützen, sogenannter Paris, im Gewand der Reiter der nördlichen und östlichen Nachbarvölker, aus dem Westgiebel des Tempels der Aphaia, 2019, Liebieghaus Skulpturensammlung (Liebieghaus Polychromy Research Project), Frankfurt am Main, Inv. St.P 947 also ein vorzeitiger Blick in den Online- Shops der beiden Museen. *ms Infos, Termine und Tickets gibt’s auf www.staedelmuseum.de und www.liebieghaus.de FOTO: DE-DA PRODUCTIONS THEATER Licht ins Dunkle Das Hessische Staatstheater Wiesbaden setzt vom 13.2. bis 13.3. mit der Kunstinstallation „Licht ins Dunkle – wir kommen wieder!“ ein theatrales Hoffnungszeichen. Gezeigt wird der Teil eines Bühnenbildes zur Produktion der Strauß-Operette „Der Zigeunerbaron“, deren Premiere aufgrund des zweiten Lockdowns kurzfristig ausfallen musste. Zur stimmungsvollen Lichtchoreographie erklingen Auszüge aus der Operette und zwei anderen Werken, deren Realisierung verschoben wurde, nämlich „Einstein on the Beach“ des Minimalisten Philip Glass und Wagners „Ring ohne Worte“. Ein Hauch Bühnenmagie, vermischt mit einer stummen Anklage, der bis zum 13. März in den Abendstunden erlebt werden kann. *ms 13.2. – 13.3., Warmer Damm, Paulinenstr. 15, Wiesbaden, 19 bis ca. 22 Uhr, www.staatstheater-wiesbaden.de

AUSSTELLUNG Verlängert bis September: Die Gianni Versace Retrospektive in Singen BÜHNE 29 Die sehenswerte Ausstellung der Designs des italienischen Modemachers Gianni Versace wurde bis September 2021 verlängert – eine gute Chance für alle, die es vor dem Shutdown nicht geschafft haben. An den Designs von Gianni Versace scheiden sich die Geister: Für die einen war sein Modelabel der Gipfel des überkandidelten schlechten Geschmacks der 80er-Jahre, für andere eine Offenbarung, die die Grenzenlosigkeit von Hoffnung und Lebensfreude feiert. So oder so: Gianni Versace fiel auf! In seinen Entwürfen steckte immer auch eine gehörige Portion Selbstironie, ein Augenzwinkern und bewusste Überinterpretation. „Ihr findet mich in meinem Werk“, hat er selbst einmal gesagt – und genau diese persönliche Note macht die Mode von Versace bemerkenswert – auch jenseits von Geschmacksfragen. Erst zwei Jahre vor seinem gewaltsamen Tod im Jahr 1997 outete sich Gianni Versace öffentlich als schwul und sprach damit ein offenes Geheimnis aus. Seine Mode zeigte es schon viel früher – gilt Versace doch als einer der Katalysatoren der Erotisierung des männlichen Körpers. Die Ausstellung im MAC Museum Art&Cars in Singen zeigt FOTO: DREAMREALIZER nicht nur ikonische Kollektionen sondern dokumentiert darüber hinaus auch das gesellschaftliche Engagement des Designers, zum Beispiel im Bereich HIV und Aids. Die Ausstellung wurde verlängert und ist nun bis September zu sehen. *bjö Gianni Versace Retrospective, MAC Museum Art&Cars, Parkstr. 1, Singen, Öffnungszeiten und Infos über www.gianniversaceretrospective.com, www.museum-art-cars.com Benzstraße 3 • 64546 Mörfelden-Walldorf • Tel. 06105 / 330 67 Öffnungszeiten: Mo.–Fr 9 – 12.30 Uhr und 14-18 Uhr, Sa 9 – 12.30 Uhr www.fliesen-kny.de

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