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gab März 2021

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14 FRANKFURT DIE LINKE:

14 FRANKFURT DIE LINKE: Pearl Hahn FOTO: TUNCAY AKBAŞ DIE LINKE überschreibt ihr Wahlprogramm mit dem Motto „Das solidarische Frankfurt von morgen erkämpfen“. Unter den Kandidat*innen für die Stadtverordnetenversammlung sind gleich fünf queere Kandidat*innen in den Top 14: Michael Müller, Monika Christann, Franziska Haug, Christian Gaa und Pearl Hahn. Pearl Hahn (34) ist in Nairobi (Kenia) geboren und aufgewachsen. Sie lebt seit 12 Jahren in Frankfurt und sitzt seit 2016 für DIE LINKE im Frankfurter Stadtparlament. Die Soziologie-, Anglistik- und Geographie-Studentin spricht vier Sprachen; in ihrer Freizeit beteiligt sie sich an Demos, geht gerne in Kneipen, liest mehrere Bücher gleichzeitig, klettert an der Kletterwand, radelt mit ihrem Fixie und spielt Schach. *bjö Welche dringenden „Baustellen“ sieht DIE LINKE im Bereich LSBTIQ* in Frankfurt? DIE LINKE setzt sich für eine solidarische Gesellschaft ein, in der wir alle ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und diskriminierungsfreies Leben führen können. Wir brauchen Förderung und Ausbau von Schutz-und Beratungsangeboten für queere Kinder und Jugendliche, Sexarbeiter*innen, Inter* und Trans*Personen, queere People of Color sowie für Senior*innen, die auch psychosoziale und gesundheitliche Aspekte umfassen. Wir brauchen Aufklärung und eine progressive Antidiskriminierungsarbeit in unseren Bildungsstätten, am Arbeitsplatz und in den Behörden. Welche konkreten Maßnahmen müssten in Frankfurt gegen Gewalt gegenüber queeren Menschen ergriffen werden? DIE LINKE fordert eine Kampagne spezifisch gegen Stigmatisierung, Diskriminierung und Gewalt gegenüber queeren Menschen. Wir brauchen Ausweitung und langfristige Finanzierung für Bildungsprojekte, Schutz-und Präventionsstrukturen sowie angemessene unbürokratische psychosoziale Betreuung von Gewaltopfern. Wir müssen dafür sorgen, dass auch unsere Ämter, inklusive Polizei und Strafverfolgungsbehörden, bestens durch verbindliche und qualifizierte Aus- und Weiterbildungen sensibilisiert werden. Die Linke sieht die Sicherung von Subkulturorten wie queere Bars und Clubs ebenso wichtig wie zum Beispiel den Erhalt, Förderung und Ausbau von Beratungsangeboten; welche spezielle Funktion haben diese Subkulturorte? Queere Communities brauchen Begegnungsorte wie Bars. Wo wäre die queere Bewegung und unser Kampf für Gleichberechtigung ohne Stonewall Inn? Wir brauchen Orte, wo wir uns politisch austauschen und organisieren können. An sicheren Orten – sogenannten ‚Safer Spaces’ – können wir uns wohl fühlen, entfalten, Gleichgesinnte finden und unsere Vielfalt solidarisch, laut und bunt feiern. Welche Themen sind außerdem zentral für die Frankfurter LINKE? DIE LINKE setzt sich ein für ein sozial-ökologisches Umdenken. Wir fordern bezahlbaren Wohnraum für ALLE und eine ökologische Verkehrswende einhergehend mit weniger Flugverkehr und einen Umstieg auf Rad, Bus und Bahn. Wir wollen mehr Geld in Bildung investieren, unsere maroden Schulen sanieren und gebührenfreie Kitaplätze schaffen, damit Kinder und Jugendliche wirkliche Chancengleichheit erhalten. Wir fordern den Kohleausstieg und mehr Investitionen in erneuerbare Energien sowie die Erhaltung von städtischen Grünflächen. . www.die-linke-frankfurt.de FOTO: FDP-FRANKFURT FDP: Rolf Würz Die FDP zieht mit dem Motto „Frankfurt gestalten. Was wirklich zählt.“ in die Kommunalwahl. Als queere FDPler sind dabei: Falk Thore Gebhardt (Platz 4 im Ortsbeirat 2), Frank Maiwald (Platz 82 der Stadtverordnetenliste und Platz 3 im Ortsbeirat 9), Felix Meixner (Stadtverordnetenliste Platz 72 und Ortsbeirat 8 Platz 3) sowie Rolf Würz (Stadtverordnetenliste Platz 17, Ortsbeirat 7 Platz 2). Der 57-jährige Rolf Würz ist Bezirksleiter einer Versicherung und Bausparkasse und aktiv in verschiedenen Vereinen, Initiativen und Dachorganisationen tätig, unter anderem auch der Yogyakarta-Allianz und dem Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt. Würz ist außerdem Mitglied des Bundesvorstands und Landesvorsitzender der LiSL, der liberalen Schwulen und Lesben in der FDP. *bjö

Im Wahlprogramm der FDP Frankfurt kommen LGBTIQ*-Themen nicht vor. Wie kommt das? Anders als in Europa, im Bund und im Land wird kommunal nicht über rechtliche Veränderungen entschieden – es geht um praktische Umsetzungen einer Politik, die Diversität als Chance und unterschiedliche Lebensentwürfe als etwas Normales ansieht. LSBTI-Themen werden von der Stadtverordnetenfraktion auch bisher mitgedacht, wenn es um Diskriminierung, Gewalt – oder positiv – um Chancen und geschützte Räume geht. Sieht die FDP vielleicht trotzdem dringende „Baustellen“ im Bereich LGBTIQ*-Rechte in Frankfurt? Rechtlich ist die Stadt die falsche Ebene – aber wie diskriminierungsfrei zum Beispiel Arbeitsplätze in der Verwaltung oder städtischen Unternehmen sind, welche Initiativen für Diversity-Management gestartet werden können, wie Gewaltprävention verbessert und wo schnell geholfen werden kann, welche geschützten Räume auch außerhalb des kommerziellen Bereichs und auch Beratungsleistungen unterstützt werden können, wird für mich ein wichtiges Thema sein. Welche konkreten Maßnahmen müssten in Frankfurt gegen Gewalt gegenüber queeren Menschen ergriffen werden? Gewaltprävention ist generell ein wichtiges Thema – egal ob LSBTI, Menschen mit Migrationshintergrund, sichtbare religiöse Minderheiten, Behinderte etc. – dies muss mit niedrigschwelligen Hilfsangeboten für Opfer ergänzt werden. Sichtbare Präsenz von Sicherheitskräften und deren Sensibilisierung auf besondere Gefährdungssituationen gehört dazu. Welche Themen sind außerdem zentral für die Frankfurter FDP? Frankfurt soll eine Stadt der Chancen sein – also Modernisierung und Ausbau der Bildungseinrichtungen (die auch mehr LSBTI-Sensibilität brauchen), Wohnungsbau verstärken und wo verträglich ermöglichen, Unterstützung für Vereine und Initiativen, die Wichtiges für das Gemeinwohl leisten, zukunftsfähige Mobilitätslösungen für alle Verkehrsteilnehmer, diskriminierungsfreie Politik für eine offene Gesellschaft – und damit auch gegen Parallelgesellschaften, Chancen auch für Gewerbe und Eigeninitiative schaffen. . www.fdp-frankfurt.de AfD FRANKFURT 15 Die AfD sieht finanzielle „Einsparpotentiale im Bereich der links-grünen Zeitgeistprojekte“; darunter werden unter anderem auch „Genderismus und überzogene Minderheitenbevorzugung“ gezählt. Bestehende Projektunterstützungen sollen einer Prüfung unterzogen werden um „in Zeiten knapper Mittel“ eine „finanzielle Fokussierung auf sog. Pflichtleistungen“ zu erreichen. Beispielhaft nennt die AfD hier die städtische Koordinierungsstelle für Lesben, Schwule und Transgender, die wie sie sagt „eingerichtet wurde, ohne deren Aufgabenstellung zu konkretisieren und zugehörige Kosten und Kennzahlen für die Erfolgskontrolle festzulegen“. Die AfD vertritt ein traditionelles Familienbild: „Versuche, Ehe und Familie durch das sogenannte ‚Gender Mainstreaming’ oder durch andere ideologisch motivierte Eingriffe in volkserzieherischer und damit bevormundender Absicht zu schwächen, lehnt die AfD ab“. Stattdessen setzt man auf die „gezielte gesellschaftliche Aufwertung des Erfolgsmodells Familie und der Rolle der Mutter“. *bjö www.ffm.afd-hessen.org Silvia Pro The Espresso Professional at Home info-de@ranciliogroup.com www.ranciliogroup.com Freecall 08000-RANCILIO 08000-72624546

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.